)
r o l r o m
tam sä HehtTOs, Genfiso;. in 8. ') In Epillolam sä Galatas,Herdorn iöoj. tu 8. 2. ) Trad. de Vocatione efficaci, Edin-vttr^ »$97. ··· 8» Herdorn 1600. in 8· Adami vita: Eruditor.
'^.lONES , ein gewisses denckmal vonsehr grossen unausgearbeiteten und tn einen kreis gesetzten steinennahe bey Ensham> in der Eugelländischen provintzOxfordsyire,wovon man glaubt, daß es zum andrucken emes gewissen siegesvor alten zelten aufgerichtet worden sey. M
Kolo, eine Grqfschafft in der Lombardie, dem Hertzoge vonModena zuständig, welche zwischen Novellara und Mirandvlaliegt, und sechs bis sieben raufend schritte ,n ihrem gantzen um-Znge hat. Sie ist aber ein unmittelbares lehn von dem Teut-schen Reiche. Der vornehmste orl darin» heißt gleichfalls Rolo' 2 n i ein kleiner stecken an dem flusse Parmegiana ,neben dem flecken Novi. Schauplatz des kriegs tn Italien,
x. 476. 477.
* -;olte, (Johann) ein Engeüändifcher Geistlicher im an-fange des 17. lahrhunderts , von welchem folgende schriften be-kannt t l. ) ofthe Fait and Ceremonies profeffed in the Do-minions of Frederich V. Prince Eledor Palatine, out-ofDurch, EoilCiH 1614. in 4. 2.) Admonition of the PalsgravesChurches to all other Proteiland Churches in Dutchland,lbid. 1614. in 4. ?. ) an abltract. taken out of Olianders War-ning about the Jesuites blood - thirity plots , ibid. Hyde ,bibl. Bodlejana.
Kom , ist eine dem Könige von Danemarck gehörige insul,an der westlichen küste des Hertzogthums Schleßwich, zwischenden infuln Sylt und Faone, gelegen. Sie ,st über 2. messenlang und bey drey viertel messen breit. Rund herum sind sand-bäncke, und aufder insul selbst giebt es ziemlich viel gebürqigtegegenden. Indessen ist sie gar wohl bewohnt, und hat nachfol-gende orter: Bohldmarck, Iuere, Königsmarck, Osterby, St.Clemens, Suderhout und Toftum.
Kom, lat. Roraa. Diese stadt, welche in anfehung ihrerpracht, alterthümmer, gröffe, und andern curiosiläten billig voreine der schönsten und herrlichsten in der qantzen weit zu haltenist, liegt an der Tiber . Dionvsius Halicamassenlis erzehlet un-terschiedliche Meynungen von der ursach ihrer gi^ündunq ; alleindie meisten gehen dahin, daß sie von Romulo ihren Ursprung ha-be, ohngcachtet nicht zu läugnen, daß etwas von ihr bereits vor-her gestanden. Der Kayser Commodus wollte haben, daß sieColonia Commodiana heissen sollte. Ein gewisser König der Nö-then gab ihr den nahmen Gothia ; und andere Fürsten legten ihrgleichfalls ihre eigene nahmen bey. Allein der nähme Rom istihr doch beständig geblieben. Romulus bauete sie viereckigt, undfassete darein die beyden berge, Capitoiinum und Palatinum ;dieses geschahe A. M. 5220. in dem 4. jähre der VII. Olympia-de. Damals hatte Rom 4. thore, Romana, Carmentalis, Pan-dana , und Janualis genannt ; wiewol andere nur z. setzen ,mit auslassung der letzter«, auch einigen mehrere nahmen gege-ben werden, da die Romana Mugioni», und so ferner, heißet.In folgender zeit wurde die stadt immer grösser, und bekam inihren umkreis nebst den 2. ietztbemeldlen noch andere berge,ausser noch 9. kleinen Hügeln. Der König Tarquinius der ftol-tze, fieng an die mauren, welche vorhin nur von leimen gemachtwaren, von guten steinen aufzuführen. Ihr umkreis war da-mals zo. Italiänische messen, welcher anjetzo nicht über 14. oderaufs höchste i z. austräqt. Die grösten berge der stadt Rom waren der Capitölinus, Palatinus , Aventinus , Coelius , Esquili-nus, Viminalis und Quirinalis ; die kleinen aber der faniculus ,Pincius , Vaticanus, und Citorius. Heut zu tage hat RvM 18.thore, nemlich la Porta del Popolo , vormals Flarninia; Portade 8anta Metodia, vormals Gabiosa ; Pinciana, vormals Col-Jatina ; Latina, vormals Terentina ; Agonia, vormals Quiri-nalis; Porta di S. Sebastiano , vormals Capena; Porta di S.Agnese , vormals Viminalis; Porta di S. Paolo oder d’Ostia ,vormals Trigemina ; la Ripa , vormals Portueniis ; Porta diS. Lorenzo, vormals Esquilina ; Porta di S. Pancratio , vor-mals Aurelia oder Septima; Porta Maggiore , vormals Nsvia ;Septimiana, vormals Fontinalis ; Porta di 8. Giovanni, vor-mals Cedimontana genannt. Die übrigen sind Porta Fabritia ,Pertusa , Angelica , del Castello. Die Mauren sind mit z üo.thürmen besetzt; deren anzahl unter den ersten Kaysern sich auf740. erstreckt hat. Das thor des heiligen Geistes , so vormalsTriumphalis genennet wurde, führet von dem Vaticano zu demCapitolio, und hat den nahmen Triumphale daher bekommen,weil die triumvhirenden dadurch zogen. Daherv wollte derKayser Caroius V. durch dieses thor, wodurch die land - leuthenicht gehen durften, einziehen. Die Alten machten dieser stadt;o. thore, welche den ansang gaben zu eben so viel grossen land-strassen, die mit unglaublichem fleiß gepflastert waren, wie sie esdann an nichts fehlen liessen, was zu deren dauerhafftigkeit undbequemlichkeit für die reifende dienen konnte. Dieses bezeugendie grosse steine, die ebene und gleichheit der allerrauhesten örter,die ansullung der thäler, und die steine, welche bey dem ausqan-ge einer jeden weile gesetzt waren. Dieselben grossen wege wur-den also genennet: Via Äppia, Campana, Vaieria , Calsia , Ti-burtina, Latina, Prsenestina, Laurentina, Oitiensis, Collatina,Labicana , Ciminia, Laurentina, Flarninia, Ardeatina , Gallica-na, Tiberina, Setina, Portuenfis, Cornelia , Laticulensis , No-mentana, Quindia, Claudia, Salaria , ffimilia , Triumphalis,Aurelia, und andere. An diesen grossen land - strassen hin sind
r 0 m
1209
unterschiedliche Wasserleitungen zu sehen, welche dienten, Wasserin die bäder der stadt zu dringen,wohin die leuthe zu gehen pfleg-ten, wen» sie sich waschen, und mit wohlriechenden salben balsa-miren wollten; wozu denn das holtz und das öl meist durch diegemeine Unkosten der Republick angeschafft wurden. Man sie-het auch noch daselbst die übrigen denckmale von unterschiedli-chen allda aufgerichteten begrädnis - städten ; gestalt man in-nerhalb der stadt die todten nicht begraben durfte, nach dem ge-sttze der 12. tafeln, welches also lautet: In urbe ne scpelito ne-ve urito. Es waren vor zeiten 8. drücken in Rom . Pons Sub-licius wurde von Aneo Marrio erbauet, und hernach von Aemi-lio Lepido erneuert. Auf dieser brücke widersetzte sich HoratiusCoeles den Tustiern, welche Targumium den stoltzen wiederaufben thron erheben wollten. Von dieser brücke wurde auchder Kayser Elivgabalns m die Tiber gestürtzet. Sie lst ametzoeben so ruinirt, wie diejenige, deren gründ hinter dem Hospitalzum heiligen Geiste zu sehen ist, Ponte Triumphale oder Vatica-no genannt. Ponte di 8. Angelo hieß vor alters Pons iElius ,nach des Kayfers Aelii Adriant nahmen. Die brücke, welchebey den Alten Aurelius oder )aniculenlis hieß, ist anjetzo PonsSixti. Die ct. Barlhvlvmäi - drücke wurde vor zeiteu PonsCelsius genennet. Die brücke Quarto -Capi , welche diesennahmen daher bekommen, weil sie von einem marmorstein, der4. feiten hat, erbauet worden , ist der Alten Pons Fabricius oderTarpejus. Pons Senatorius oder Palatinus , heißt anjetzo ilPonte di 8. Maria d’Egitto oder Trallevere , welche durch dieÜberschwemmung der Tiber abgebrochen ist. Ponte Moie , sovor zeiten Milvius hieß, ist ausserhalb Rom , und wegen des sie-ges berühmt, den Constantinus Magnus über Marentium er-hielt , welcher allda tn der Tiber erfauffen muste. Man zehltevor zeiten in Rom i8?brunnquellen , ( da hingegen jetzo nur;. Haupt - fontainen darin» sind, aqua Virgine Trivia, Feliceund Paulina genennet, ) welche nebst den vielen noch von aus-sen her in die stadt geführten Wasserleitungen die stadt so wasser-reich machten , daß wenig Häuser darin» zu finden waren, wel,che nicht eine leitung davon hatten. Nebst dem waren auch da-selbst so viel statuen , und die strassen und Häuser damit so häufigangefüllet, daß man an unterschiedlichen orten ihrenthalben fastnicht fahren konnte. Es sind hievon noch viel übrige merckmalezu sehen, wie auch von Cololhs , Obeliscis , und insonderheitvon sänlcn, worunter diejenige, so Trajanv und Anlonino qe-wiedmet waren , vortresttch sind. Die Antiquar» melden, daßvhngefehr 4z. Obelisci in Rom gewesen; tetzo aber ist deren an-zahl bis auf 7. herab gekommen. Die paüaste dieser stadt wa-ren sehr prächtig, die famtlien sehr reich und mächtig, und alledinge vortrefiich angeordnet. Das gemeine cloack war so groß,daß ein gantz suder Heu gar leicht dadurch fahren konnte; wiedann zu selbigem ende die gantze stadt samt den bergen , wor-auf sie stunde, unterhölet, und gantze ffüsse da hindurch warengeleitet worden; dahcro auch zu mehrmalen, um zu zeigen, wiealles in gutem stände wäre, und die wasser ihren richtigen ab-laufhakten,einige dadurch geschiffet haben, und nahmentlich M. Agrippa , welcher vor andern besondern fleiß und Unkosten dar-auf gewendet. Ja was noch mehr zu bewundern ist , so pfleg-ten die Cenfores, welche diese cloacke bisweilen ausräumenliessen, den unflath und mist den gärtnern für sechs hundert tau-send cronen zu verkauffen. Wie viel tempel vor alters in die-ser stadt gewesen seyn, kan man leicht schliessen aus der anzahlder götter, welche daselbst verehret wurden , die sich nach Var-rvnis und anderer scribenten anmerckung auf nicht weniger alsauf *0000. bestes; wiewol doch weder diese zahl gewiß ist, nochauch jeder dieser götter zu Rom seinen tempel gehabt hat. Al-lein die da würckiich vorhandene tempel waren um so herrlicheraufgebauet, und prächtiger gezieret, als das Capitolium, Pan-thern» &c. Romuli des ersten Königs in Rom Nachfolger wa-ren Numa Pompilius , Tullus Hvstllius , Ancus Martius ,Tarquinius Prifcus , Servius Tullius , und Tarquinms Super-bus. Dieses letzter» gransamkeit, geitz und unbändiges Wesenverursachte, daß die Römer diese art der regierung abschafften.Hierzu diente ihnen sondeftich zum vorwande die gewaltthatig-keil , welche sein söhn tvextus im 24;. jähre nach erbauuiigder stadt Rom an der Lueretia verübte. Nachgehends wurdeRom von zwey Bürgermeistern regieret, die alle jähr erwehletwurden, ausgenommen zu äusserst gefährlichen zeiten, da manalle authorität und macht einein Didatori zueignete, der zu ge-wissen zeiten erwehlet wurde. Auch sind in den alten zeiten zuverschiedenen malen, wann man sich mit erwehlung der Bürger-meister nicht vergleichcn,konnke, Tribun! Milltum , an der zahlsechs, eben mit der Bürgermeisterlichen gewalt ernennet wor-den. Wo auch in gewissen fällen gar keine gewisse Obrigkeitenbestellet waren , hatten die Patricii das recht unter sich und ausihrem Mittel einen Interregem zu ordnen, der sodann nach <;. ta-gen einen andern nennete, bis die ordentliche Obrigkeiten wie-der bestellet waren. Die Bürgermeister hatten unter sich die sogenannte Pnetores , Qusestores , iEdiles , Cenfores , und einigeandere regiments - Personen. Als Rom von den Bürgermei-stern regieret wurde» bekam es die herrfchafft über den gröstentheil der damals bekannten weit. Julius Cäsiir wurde »achder Pharjältschen schlacht an. 708. oder 709. welches das ersteJnlianische jähr war, zum stetigen Dictatore erkläret; und weiler den titul eines Königs, welcher den Römern gantz verhaßtund unerträglich war, nicht haben wollte, nennete er sich einenImperatorem. Wenn die scribenten von der Römer macht,
herrlich.
m
••i
I
1