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* Jvomamiß, (Wilhelm.) ein Doctor der Rechten von Lich-
tenstem , war der Juristen-Facultät zu Leipzig und des Sächsi-schen Land-GerichtS ur Nleder-Laufitz Aileilor, des Churfürst-lichen Ober-Hof.GerichlS , wie auch des Conliitodi ordent-licher Advoeat , schricv: I.) vifpp. dsümore, IÜ68. 2 .) dcPrincipalium Redituum Jure ; ;.) de Corpore Delicti in
Criminibus f'acti permanentis podoribus ad Effectum Con-demnadonis coniiderato , 1679. 4.) de Poitis , Jena 1664.und starb den 24. jan. an. 1688. im 44. jähre. Witte , diar.
biogr.
* Z^ombaus, (Christoph) gebohren an.-57;. ward zu Ba,fel voctor der Medicin, kam hernach nach Hause, und lebtezu Breßlau , da er Phylicus war, in guter praxi , hatte aberdas Unglück, daß er grosse stein-schmertzen empfinden, und danoch endlich andere symptomaca dazu geschlagen , im jähr160?. seinen geist aufgeben müssen. Er schrieb unterschiedeneschöne Exercicadones de Corporis humani fardbus , unglei-chen de Sanitate & Morbo eorumque Causis, Signis, Sym-ptomatibus & Cura, Basel i?86. in 4.
JiomeJe, Uamele, eines der ältesten adelichen Häuser inPommern , welches adeliche affter-lehn-leuthe, und daö Erb-Marschall-amt in dein Stifte Cammin verwaltet hat. ES solla». 1190. nebst andern familien, aus dem Braunschweigischendahin gekommen seyn, als Hertzog Heinrich der Löwe mit demKayser krieg geführet. Johannes hielt flch um das jähr 1279.an den» Hofe Hertzvgs Bvglslai Vl. auf. Arnold verkaufte an.1506. alle feine lehn-güther, so er über der Schirme besaß , demBischoffe zu Cammin. Besburck Romel war an. 14^9. Haupt-mann zu Belgard . Doring Romel war an. i^oe. Heryogs Bo-gislai vornehmster Minister. Heinrich auf Wusterwitz dürchrei-sete Europam, Asten und Egypten, und ward darauf Assessor beydem Cammer-Gerichte zu Sveyer, nachgehends PommerischerCantzler und Prälat zu Cammin, endlich aber Cantzler der Teut-schen provintzen an dem Dänischen Hofe. Dessen enckel glei-ches nahmens , ist um das jähr 1040. Präsident der Ritter-Aca-denne zu Sora, wie auch Statthalter in Börlnm gewesen, undhat sein geschlecht in Dänemarck fortgepflantzet. Micral.Pommerl. Jib. VI. Rang. orig. Pom, p. 292.
^omelien, ist der nähme i.) der landschafft Romanienoder des ehemaligen Thraciens ; 2.) eines Türckischen General-Gouvernements, welches unter allen , so unler die Ottomanni -sche Pforte gehören, das gcöste und stärckste ist, und nebst demodqedachten Romanien, auch gantz Bulgarien , Bessarabien undGriechenland in sich begreift. Der Gouverneur über solchendistrick hat den nahmen eines Beglerbegs, und residirt zu So-phia tu Bulgarien .
* Kometo, (Julian.) ein Spanischer General, welcher indem Niederländischen kriege in der andern helfte des »6. jahr-hunderlö seine tapferkett sowol als unmenschliche qrausamkeitgezeigel hat. Im mhr i;?2. bekam er von demHertzoge vonAlva die erlauvnis den Prmtzen von Oramen, nachdem er fichdurch verschledene Scharmützel, und mit eroberung einiger pla-tze ziemlich geschwächet, in seinem lager des nachts zu über-fallen. Er zog um Mitternacht mit tausend musquelierrrn undzwey tausend geharnischten aus, mit Hinterlassung einigertrouppen ausserhalb des lagers zur dedeckung des rückwegeS.Nach erlegung der ersten vorwacht des Printzens und überwäl,tlgung der andern , drang er bis an des Printzens zelt durch,wobey er alles niederhieb, was ihm vorkam, und das gantzelager in Unordnung brachte. Er würde den Prmtzen ange-zweifelt gefangen bekommen haben, wenn ihn nicht ein Hund»der ihm aus das gestchre sprang, aufgewecket halte. Dennkaum hatte stch der Prmtz auf sein pferd, welches er allezeitgesattelt in bereitschafft bey fich hatte, geschwungen, so drangRomero ins zelt, und erlegte den Stallmeister, beereradumund andere bediente desselben. Allein da die Spanier anfien-gen die zelte anzustecken, so machte dieses alles so lichte , daßdie Teutschen die schwäche der feinde an ihre» eigenen feldzei-chen erkennen konnten ; wodurch die Spanier geuöthiget wur-den , etwa mit Verlust sechzig der ihrigen abzuziehen, da derPrmtz wohl sechshundert verlohren hatte. Nach einiger zeitbelagerte Don Friedrich» des Hertzogs von Alba söhn, dieftadt Naerden, und gab derseldigen erlaudnis des andern la.ges Gevollmächtigte heraus zu schicken und in Unterhandlungzu treten. Weil stch nun nicht mehr als 120. mann besatzungm der »ladt befand, so schickten sie die vornehmsten der stadkhinaus, dem Hertzoge die schlüssel zu überreichen, und um gna-de zu bitten; Romero kam diesen Abgeordnete» entgegen,und machte ihnen weiß, daß ihm Don Friedrich alles überlas-sen halte. Sie fielen ihm mit anbietung der schlüssel zu fus-se. Er antwortete, daß ste ihm dieselben an dem thore über-liefern , und daselbst die ihnen zugestandene gnade erfahrensollten. Nach Überlieferung der schlüssel hielt man mit bittenund flehen so lange an, bis er Hand und wort gab, daß manweder die dürger noch besatzung an leid und guth beschädigensollte. Nachdem er solcher gestalt nebst den Spaniern einge-zogen war, wurden fie von den bürgern mit gastgebolen undandern Höflichkeiten bewirthet. Nach diesem ließ Romero alledürger ohndewafnet zur erneuerung des eydes an den Konigin die hoipital kirche veruffen. Die allhier versammelte men-ge aber wurde von den Svaniern jämmerlich niedergemacht,die stadt in brand gestecket, und der Überrest der rmivohner
Histor. Lezieon V. Theil.
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mit unbeschreiblicher qrausamkeit und aller erffnnlichen marteehingerichtet, ohne verschouung der alten achtzig und hundert-jährigen greisen «n den Hospitälern, und der krancken auf denbethe». Als nach vielem die stadt Hartem von den Svaniernbelagert wurde, verlohr Romero dabey das eine äuge. Indem folgenden 157z. ,ahre eroberte Romero Maasland,Sluys , und bekam daselbst den Herrn St. Albagonde,eure» grossen vertrauten des Printzens von Oranien » ge-fangen.
* Zvomerswal, oder Roomecsrvaal, lat. Romersvallia,eine stadt an der östlichen Scheide nahe bey Bergen op Zoom ,in der provmtz Seeland, in der msul Suyd-Bevelaiid. Siewar groß, reich und schöne, und die Grafen von Seelandnahmen daselbst die Huldigung an. Sie ward in lr. jährenvon an. i,zi. V»S izü;. sechs mal überschwemmet, und ist„unmehro von der msul und vesten lande gantz abgerissen.Daherv ste tag und nacht vorbauen < und vor aufführung qu.ter dämme besorgt seyn muß, baß fie nicht vollends von denstarcken fluchen der Scheide untergehet. Der saltz-handel undfijchrrey muß diese gute leuthe mehrentheils erhalten.
7>o,nieri, waren reiche handels-leuthe, deren familie bey,00. jähr zu Venedig gewöhnet, und welche an. »689. unterden Venetiamscheu Adel aufgenommen worden.
2 >c»njeu, (Maria de) eine Französtsche Dame aus derproomtz Vwaretv, war eine sehr kluge und gelehrte Dame,wie aus ihren au. i$8i. heraus gegebenen poetischen schristen,»vormn ste unter andern das weibliche geschlecht dem männli-chen vorziehet» erhellet. Dieses war eine finnreiche antwortauf eine sacyra , welche ihr bruder wider die weides-personengemacht haue. Sie hat auch. ein buch zu Unterweisung derjungen Damen heraus gegeben. La Crotx du Main » & du
Rentier Vauprivas.
Aomilda, Hertzogin von Friaul , begab fich in erst-gedach-te stadt Fnaui nach iyres gemahls Cisulphi tode, und brachteihre vier lohne und vier töchter, »velche derseldige ihr hinter-lassen, mit dahin, um darimi wider Cacanum, den Königder Hunnen, sicher zu seyn, »velches auch geschehen wäre, wo-fern sie nur destänblgkeit gehabt hätte. Allein da ste einestages Cacanum nahe bey der stadt-mauren zu Pferde gesehen,verliebte sie sich in ihn, und ließ ihm alsofort hinterbringen,daß er nicht nöthig hätte mit seinem schwerdt wider frauens-Personen zu kommen, weil sie ihm die stadt anböte, auch bereitwäre, sich mit ihm zu vermählen, und also den krieg zu endigen.Cacanus nahm diesen vorjchlag an, und zog in die stadt hinein,verheerte selbige durch feuer und schwerdt, und machte noch aneben demselvtgen tage Romilbam seiner liebe theilhafftig, wel-che aber nur eine nacht »vährte. Denn des folgenden tageSließ er sie an einen pfähl binden, »voran fie ihre geile lust mitdem tode vüffen »nuste. Ihre vier söhne nahmen die flucht,und ihre töchter erhielten ihre keuschheit dadurch, daß siee»n stuck rohes fleisch in ihren busen steckten, welches, nachdemeS erhitzet worden, einen sehr Übeln geruch von fich gab, daßden geilen soldaien aller appetit nach ihnen vergieng. Brunner.annal. virt. & fort. Eojor.
* KomtUion , (Joh. Baptista) von l'Jsle, einer kleine»stadt in der Grafschafft Venaißin gebürtig» ward in der Re,sormirten religion auferzogen, dienere auch in den kriegen derReformirlen, gieng aber hernach zu der Römischen kirche über,und ward ein Geistlicher. Nachdem er stch den rühm einesvorireflichen Calechete» erivorben, ward er nach Viviers de,ruffea, und stiftete allda die sogenannten Übungen de la Dootrine Chredenne ; der nutze, den er hievon verspüreke, gabihm anlaS die Cougregation de la voÄdns Lkretienne auf-zurichten, weiche also zu I'Jsle an. 1592. ihren ansang nahm.Er begab sich hernach gen Avignon , um diese Verfassung all-da auch einzuführen. Nachwärrs stiftete er in seiner geburrs-stadl e»n kloster von Ucfultnerinnen, welche junge töchter um.foult unteriveisen sollten. Au. »So», wohnete er einer allge,meinen versammlung bey , deren zweck war, dieser neuenCongreqallon eine standhaffte einrichtung zu geben. Hieraufschrieb er an feinen freund, den Cardinal Tanrugi, um sei-nes raths über diese neue stistung zu pflegen. Dieser, welcherehemals em Pater des Oratorii zu Rom gewesen war, riech»hin die Verfassung dieser Congregation anzunehmen. DieCougregation des Romillion hatte flch an verschiedenen orten,alS zu Marseille , Ciolat, Brignolles, Arles , Pezenas rc.aiige,etzel, doch stunde sie noch auf schtvachen söffen, und dersttfler begriff wohl, daß fie also nicht bestehen könnte. Er fas-sele dahero den enlschluß, sie mit der Congregation des Ora-torii zu vereinigen. Der Cardinal Berulle nahm den vor.schlag an, und beyde Congregationen gaben an. 1619. ihren Wil-le» dazu, und an. 1620. »vard diese Vereinigung durch die Papst,trchen bullen bestätiget. Der P. Romillion bliebe hernach auchin der stelle eines Ober Aufsehers über die stiflungen in Proven,ce, und starb den 14. >ul. an. 1622. in dem sz. jähre seinesalterö. Supplement de Baris.
Komney, siehe Rumncy.
Zvomorantin , ein orl in der Französischen landschafftSologne , zwischen Blois und Bourges , an einem kleine»Suü gelegen. Er ist sonderlich durch em reltgions-evict bekanntKkkkk; worden,