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Exodum & Leviticum; r.) Comm. in Ecdesiasticum; }.)Comm. in Epistolam Pauli ad Titum; 4.) de AnimaliurnNaturis; ?.) Sermones per Annum; 6 ) Leduras Theolo-gicfe , und anders mehr. Baleus , de scriptor. M. Britann.centur. VII. p.
?^osebeck» oder Rosebeque, ein kleiner ort in Flandern ,nicht weil von Brügge , welcher durch eine grosse schlacht be-rühmt worden, worinn an. i;82. den 27. nov. die rebellischenFlandrer unter ihrem Oberhaupte Philipp von Arteveldt, vonden Franzosen , die dem Grafen von Flandern , Lndovico III.zu hülffe gekommen waren, dergestalt geschlagen wurden, daßnebst dem gedachten Arteveldt bey 40000. von ihnen auf demplatze geblieben seyn sollen , da hingegen die überwinder nur 4».eingebüsset. Von einigen ist diese schlacht auch la joumee duMont d’or genennet worden, weil in der gegend, wo selbigevorgegangen, sich ein ort dieses nahmens befunden. Mezeray ,Bill. de France, toin. II. p. 514.
Kofeginsfy, ein flecken und schloß in der Liefländischen pro-vintz Esthland, an einem kleinen see, wo der stuß Puder hinein
fällt. T'f. I.iv.
*Roselius, Rosälius, oder Raftlius, (Christoph An.dreas) von Regenspnrq gebürtig, stubirle zu Wittenberg , wur-de Pfarrer zu Jmmenküppel, darnach zu Schwarne im Ertz-Stift Bremen ; aber auch an beyden orten wegen allerhandNeuerungen und irrthümmer, darauf « verfiel, abgesetzet.Man halt ihn vor einen Weigelianer. Seme schristen wei-sen , daß er sich wenigstens mit fanatischen lehren einnehmenlassen. Es sind aber solche i.) Treuhertzige Posaune ange-blasen über eine sehr denckwürdige geschehene Prophezeyungvon jetzt-und zukünftigen gefährlichen Zustande des Teutich-landes; 2.) Sonderbare treuhertzige gegen das neue Jahr an-geblasene Buß-Posaune und Erweckung, zur neuen Geburt anetliche unachtsame Prediger und Zuhörer rc. ;.) GöldenerSchlüssel Davids zum Hause GOltes und Erkänntms dessenGeheimnissen vom Vatter, Sohn und H. Geist; 4.,) Hertz-blutige Thränen und geängstigler Seelen Seufzerlein eines buß-fertigen Christen in Land-plagen. Unter andern hielt er dieäusserlichen gnaden-mittel, das Wort und die Sacramenlengeringe; war auf das Predig-amt, auf die academischcn gra-dus , menschliche gelehrtheit nicht wohl zu sprechen; legte demmenschen drey wesentliche theile bey , u. s. w. Joh. ConradSchragmüller hat verschiedene schristen wider ihn heraus ge-hen lasse» , als : a ) Weigelium redivivum , detedum &evictum, das ist, wahrhaffktgen beweis, daß Christoph Ro-sältus ein rechter Weigelianer und schwärmer sey, 1660, in 4.b) ’Weigelianum convidum, das ist, unhintertreibltchen be-weis , daß Christoph Rosälius der giftigen CatechismuS-schule»udor, und also ein rechter Weigelianer sey, 166,. in 4. 0den im Gewissen übel geplagten Rosälinm. Man sehe vonihm nach Cabvium in Anti-Boehmio p. 120. u. f. f. MoUer’.in isagog. ad histor. Chersones. Cimbric. P. III. p. ;8i· Ar-nold , in der kirchen- und ketzer- Historie, P. III. c. 1;. §. 10.u. f. f. p. 147. u. f. und in dem supplem. p. i}02. Ca-spar Heinrich Starckens Lübeckische kirchen-historie, p. 866.u. s. t.
* Aosella, (Elisabeth) von Barcellona, war die stifterinderJesuilißinnen. Sie ward im iahr iü;o. von Papst Ur-bano VIII. verworffen , und mit ihren Versammlungen aufge-hoben. Tbuan. Kill. lib. XXXVII. c. 21. Rivii Kill. monast.Siehe auch den artickul JESUITI8SL.
*)vofellel, «Claudius ) ein Rechtsgelehrter und Poet vonLyon , wo er aus einem Patricien-geschlechte entsprossen, blü-hete um die mitte des 16. jahrhunderts. Man hat von ihm' Epigrammata , Lyon 1517. in 4. Es hält zwar Gruterusdelic. Galt. lom. III. diesen Rosellet von Claudio Roillet un-terschieden , sie sind aber einerley, welches unter andern dahererhellet, weil eben das epigramma , welches Gruterus an an»gcsührtem orte p. 261. unter Rosellets nahmen anführet, indessen zu Paris an. 1556. wieder aufgelegten epigrammaribusp. 147. unter dem nahmen Roillet stehet. Filier, monum.ined.
HoseUi, (Nicolaus) ein Cardinal, gebohren den 1;. nov.an. 1; 14. zu Tarragona in Spanien . In dem 1;. jähre seinesalters trat er in den Dominicaner-orden, und durch seinen fleißbrachte er es so weit, daß er beydes in der Philosophie und inder Theologie die höchste würde erhielt, auch sowol diese als jenewissenschafft auf unterschiedenen Academien öffentlich lehrte.Hernach ward er Provincial von Aragonien , ferner Inquisitordesselben Königreichs , und endlich an. ns6. von JnnocentioVI. zum Cardinal gemacht. Die lehre Wiclefs bcstritte er mitdem munde und mit der feder , schrieb auch in einem grossenVolumine Gesta Romanorum Pontificum , und einen Com-mentarium de quadruplici Jurisdidione Roman . F.cclesia inRegnum Sidlia; , so bchdes in der Vaticanischen bibliotheck inmanuscript zu finden. Er starb den 28. mertz an. i;62. undward auf der insul Majorca begraben. Bzov. & Rainald, in an-nal. Panvin. Aukery, Porregna, in elog. Card. Hispan. Cow-telnr. elench. Cardin. Zurita.
* K ofellig , (Anton von) sonsten auch rioycellus genannt,ei» berühmter Rechtsgelehrter im 15. jahrhundert, war vonArezzo gebürtig, und lehrte die Rechte, darinn er die Dodor-
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würde angenommen, mit sehr grossem beyfall. Nachdem erhierauf zu Rom bey dem Cardinals-Collegio eine zeitlang ei-nen Advoeaten abgegeben, gieng er an. 14; 1. als des Papst-Eugenii IV. Abgesandter auf die Baselische kirchen-versamm.lung, allwo er sich gleichfalls in grosses ansehen setzte. Als eraber von bannen zurück gekommen, und von dem Papste for-derte , daß ihn derselbe» wie er versprochen hatte, zum Car-dinal machen sollte, ward ihm solches abgeschlagen, unter demvorwand, daß es nicht bey dem Papst stünde, weil er zweyweider gehabt hätte. Dieses bewog ihn, daß er nachgehendsempfindliche schristen wider den Papst ausgehen ließ, und eineProfession der Rechte zu Padua annahm , allwo er an. 1466.gestorben. Man hat von ihm: o Ein werck de PotestateImperatoris & Papae, welches in Goldasts Monarchia tom . I.anzutreffen; 2.) Tr. de Indiciis & Tortura ; ?.) de Indui-gentiis ; 4.) de Legitimation«; ;.) de Successionibus ab in-testato ; 6.) de Usuris ; 7.) de Conciliis ; 8 ) Commentariain Jus Pomisiciurn und anders mehr, welche insgesamt in dercolled. tradatuum Juris, sd zu Venedig an. 1,84. & scqq. ge-druckt worden, befindlich sind. Simon , bibl. bist. des aut. deDroit. Oudin. de scr. eccl. tom. III. Du Pin , bibl. desaut. eccl. du XV. Iiöcle. Papadopoli , bist. Gymn. Patav.tom. I. p. 221.
.* KofcUtö, oder Roycellus, (Joh. Baptista von) ein Jta»lianilcher Rechtsgelehrter, und des vorherstehenden bruders söhnvon Padua , wo ihn Scardeonius de daris Patav. dass. VIII.p. 182. vor gebohren ausgiebt, ob ee gleich von Arezzo seinen Ur-sprung gehabt. Er fieng schon jung an zu Pabua zu lehren, undhatte beständig viele zuhörer. Man rechnet, daß er über ;o.jähr mit solcher deschäffligung hingebracht. Er starb an. izog.oder im folgenden lahre, wie Cortellerins de samil. Patav. da.vor halt. Seine schristen, deren er nicht wenige verfertiget,sind durch den erfolgten innerlichen krieg meistens verlohren ge-gangen ; doch werden noch einige Responsa von ihm, darunterauch eines pro Monte Pietatis eredo Patavii , angetroffen. Pa.padopoli , bist. Gymnas. Patav. tom. I. p. 2;;.
*z>osellus, (Lucius Paulus) ein gelehrter Jtaliäner im»6. jahrhunderte, von Padua gebürtig , woselbst er auch stu-dirct, war beyder Rechten Dodor, ein Poet und Redner,hielt sich feine meiste lebens - zeit zu Venedig auf, dahin ersich wxgen entstandener unruhe in seiner vatter-stadt, und der-selben erfolgter delagerung gewendet hatte, und wo er vor-nehmer leuthe linder in den schönen wisscnschafften und in derRechtsgelehrfamkeit unterwies, auch in grosser hochschätznngum das jähr i;;6. sein leben beschloß, nachdem er geschrie-ben und ediret: 1.) Repertorium in Repetitiones Jo. Cro-ti; 2.) Repertorium in Commentarios Innocenti! Canonicos;?.) Lexicon Calepini emendatum; 4.) Theodore« Sermo-nes de Providentia & de sanandis Affectibus, item Demo-sthenis Philippicas, ins Italiänische Übersetzt ; ;.) Librum dsImagine veri Principis , Vmedig i$;2. 6.) Epistolarum de sa-cra & Christiana Dodrina libros IV. 7.) Dialogos: a ) deContemtu Mundi; b) de Passione Domini; c) de ingratiAnimi Vitio; g.) Thesaurum divinae & humana Misericordia.Papadopoli , hist. Gymnas. Patav. tom. II. p. 59.
jvosemonDct, siehe Alboinus.
^osemunde, eine tochter Waltheri, Lords von Clifford ,und eine mauresse deS Königs von Engelland, Henrici II.Sie ward von demselben eine lange zeit wegen ihrer sonderba-ren fchönheit heftig geliebt, endlich aber aus anstiften seiner ei-fersüchtigen gemahlin Eleonorä, einer tochter Wilhelmi, Herrtzogs von Aquitanien , heimlich um das leben gebracht, nach-dem sie ihm vorher zwey söhne gebohren 1.) Wilhelmum mitdem zunahmen Longepee, ober Langschwerdt, welcher mitseiner gemahlm, Ela, einer tochter und erdin Wilhelmi, Gra.fen von Salisbury, diesen Gräflichen titul erhielt, und fünfkinder nach sich ließ, nemlich Wilhelmum, Grafen von Sa-lisdury, Stephanum, Grafen von Ulster, Elam, Gräfinvon Warwick, Jdam, Baroneßin Bcauchamp von Bebford,und Jsabellam, Baroneßin Vesey; 2.) Godofredum , wel-cher an. ny2. Ertz- Bischoff von Nork warb, und endlich ,nachdem er unter seines bruders, des Königs Johannis, regie«rung fünf jähr im exilio seyn müssen, an. 121;. mit tobe ab-gieng. Dem Könige Henrico II. war der vertust seiner Rose-munde so empfindlich, daß er Eleonoram, welche noch überdieses an seiner söhne conspiration wider ihn theil nahm, gantze14. oder \k. jähr in gesanglicher hasst verwahren ließ. Rosc-mundens cörper aber ward zu Godstow, nahe bey Oxford ,in einem Nonnen - kloster, mit beyfügung folgender grabschriftbeerdigt :
Dac jacet in tumbä Rosa mundi , non Rosa munda,
Non redolet, sed olet, qua redolere solet.
Der König Johannes , Henrici II. söhn , begabte dieses klostermit ansehnlichen stiftungen, damit vor Rosemundens seelemöchte gebätet werden. Nach verlauf einer geraumen zeit,als Hugo, Bischoff von Lincoln , dieses in seiner Dimces ge-legene kloster visitirte, ließ er die gebeine dikser Person, weil \\tdurch ihr unkcusehes leben sich eines Christlichen begräbnisses un-würdig gemacht hätte, aus der kirche wegschaffen. Alleindie Nonnen brachten sie dennoch wieder dahin, legten sie meinen perfumirten ledernen sack, und schloffen denselben in em
bleye».