r o s
*uf bin titul seines General - Feld - MarschallS von Irrlandrrtheilete. Nach seiner Wiederkunft in Franckreich erhielte erda von Ludovico XIV. an. 1690, das wichtige amr einesJViaitre de Camp General de la Cavalerie, welches ihm dennUM so viel besser anstund, als er schon lange den rühm hat-te» die reuterey besser als kein anderer General seiner zeit zuverstehen/ auch nicht leicht jemand eine schönere figur zu Pfer-de machte» als er. Als hierauf eben dieser König an. 169;.den Ritter-orden von St. Ludwig aufrichtete, ward er gleichzu einem derer Grans - Croix davon gemacht, welches diehöchste würde des ordens ist. In eben diesem iahre führteer in der schlacht bey Neerwinden als erster General, Lieu-tenant vom rechten flügel, die reuterey, und sonderlich daSKönigliche Haus an; da denn bekannt, daß von dieser fei-ten, nachdem ihnen einmal ein weg in das alliirte retran,chement durch das Schweitzcrische fuß. volck gemachet wor-den , der sieg und die wahlstatt für die Franzosen vornem»lich ist behauptet worden. Indessen kostete auch ihn dieseschlacht sehr viel; mästen er da bchdes seinen jüngern söhnGeorge Christoph, genannt der Chevalier de Rose, Haupt-mann in dem Königlichen regiment, einen jungen Herrn vonungemeiner Hoffnung, und seinen tochtermann , den BaronMeinrad von Planta - Wildenberg , Oberst - Lieutenant un-ter einem regimente zu fuß, verlöhr. An. 1698. gab ihmder König in der tust - campagne, welche er bey Compieqnethun ließ, diejenige armee zu führen, welche sich dem Her,
i soge von Burgund widersetzen muste, ließ ihm auch in an-ehung der allda gehabten Unkosten zweymal hundert tausendfrancken auszahlen. An. 170,. ward er zum Marechal deFrance ernennet, und bekam noch darzu die erlaubnis , sein amteines Maitre de Camp General de la Cavalerie zu verlausten ;wofür ihm denn der Marquis de Monverou zwevhundert zweyund zwanzig tausend und fünfhundert francken gab. An. 170?.machte ihn der König noch zum Ritter des heiligen Geist-ordens.Er verstarb endlich in hohem alter, und mit grosser standhaff-tigkeit in seinem schlösse Bollweiler (welches er selbst in einersehr anmulhigen gegend desOder-Elsasses fürtreflich schön ausge-bauet, auch allda ein einfaches Prieure , um den gottesdienstin dem schlösse zu verrichten, gestiftet hatte) den august.an. 1715. und ward in der schloß - capelle allda begraben, alser sei» alter auf 87. jähr gebracht hatte. Seiner kinder vonobgedachter gemahlin, welche selbst schon an. 1636. verstor-ben , waren fünf söhne und so viel töchter. Von den söhnenfind drey jung todes verblichen , auch der vierte und jüngsteGeorge Christoph obgemeldter Massen in der schlacht bey Neer-winden umkommen, da er nur 2z. jähr alt, und noch nichtverheurathet war. Der einige übergebliebene söhn war alsoGraf Reinhold Carl von Rosen , General - Lieutenant der Kö-niglich , Französischen armecn, und Commandeur des Ritter-ordens von St. Ludwig, welcher sich an. 1698. mit Marc Bea-trix Octavie von Krammont aus Burgund vermählet (siehe denartickul vom Hause Grammont in Franche-Comte ) und von ihrgezeuget, Conrad, der nach grosser von sich gegebener Hoffnungnoch jung aufder Akademie zu Paris verstorben; Anne Armandwelcher Brigadier in Königl. Französischen diensten ist, und miteiner Marquise von St. Remy sich vermählet hat; und ElevnorFelix, welcher vor einiger zeit als Oberster unter den Französi schen trouppen zu Slraßburg verstorben. Der letztere ist schon seitdem zweyten jähr seines alkers in den Ritter-orden von Malthaaufgenommen worden. Die fünf töchter obigen Marschallsvon Rosen i.) Anna Johanna, welche im jähr >682. an Nico«laum Fridericum Grafen von Rotenburg verehlichet worden,(siehe den artickul Rotenburg .) 2.) Maria Sophia, vermähletmit Baron Meinrad von Planta - Wildenderg. z.) LudovicaMargarelha, 4.) Johanna Renata, und ;.) Catharina Mag-dalena. Die drey letzter« sind in den orden de la Vibration ge.treten, und leben dieser zeit (an. > 726.) annoch darin», indem kloster von St. Marie zu Nancy . Pusmd. de hello Suecico.Le Laboureur, hist. du Marechal de Guebriant . Gualdo Priorato.Tbeatrum Europ, Le Soldat Sue'dois. Trotnsd. Bayle. *
Kose , (Toussaint) Marquis de Coye, gebürtig aus einemehrlichen geschlechte von Provins , war anfangs Secretarius beydem Cardinal Rets, nachgehends bey dem Cardinal Mazarini,und endlich in dem cabinet des Königes. Er war zugleich Prä-sident in der Cbambre des Comptes , und ein Mitglied der Aca-demie Franqoise , in welche er an. 167?. an die stelle des ver-storbenen Monsieur Conrart aufgenommen wurde. Ihm istMonsieur de Saci nachgefolget, nachdem er an. 1701. den 6 .jan. im 86. jähre seines alters dieses zeitliche verlasse» hat. Alledie ihn gekannt, rühmen seinen geist, und sonderlich die über-aus nette art Französische briefe zu schreiben, welche er beses-sen. In den memoires des Bussy Rabutin findet sich einervon diesem Rose, der in der that sehr wohl gesetzt ist. Seinsöhn Louis Rose, Parlements - Rath zu Metz , und Königli-cher Cabinets - Secretarius , ist bereits an. lü88. gestorben,hat aber einen söhn und eine töchter nachgelassen, welche letzte-re an. 1699. Anton. Portail, General-Advocaten im Parlemen-te zu Paris , qeheurekhet hat. Msmoir. de Büß Rab. Mena.giana. Bayle. *
Kose 1 (die güldene) wird genennet eine rose, welche derPcwst jährlich an dem vierten sonntage in der fasten mit beson-dern cercmonien (wovon in dem Ccremoniaü Romano üb. I.Hjstor. Ltxico» v. Theil.
ruf 1227
fest. Vtt. ein mehrers zu sehen) zu weyhen, und nach gehaltenermesse, in begleitung der Cardinäle proceßions-weise zu tragen,nachgehends aber elner Königlichen oder Fürstlichen Person, sosich um dieselbe zeit in Rom befindet, und in dessen ermange,lung einer andern abwesenden, welche ihm beliebt, zu verehrenpflegt. Von Alexandrv 111. liefet man , baß er die güldene rosein wahrendem seinem aufenlhalt zu Paris , dem Könige Ludo-vicoVII. und als er sich in Venedig befunden , dem Doge selbi-ger RepudUck geschenckt. Urbanuü V. als ihn Johanna, Kö.nigin von Sicllien, und Petrus, König von Cypern , besuchthalten, gab solche der erster«. Pius 11. beschenckte damit seinegeburts-stadt Siena , Sixtus IV. an. 148«. den Churfürstenvon Sachsen Erncstum, und Leo X. schickte eine solche an.1518. durch Carln von Miltiz an den Churfürst Friedrich zuSachsen , in Hoffnung, ihn dadurch desto leichter zur Unter-drückung Lutheri zu bewegen. Vor alters geschahe die weyhungder güldenen rose zu Rom in der kirche des heiligen Creutzes vonJerusalem , und ward mit einer von dem Papste gehaltenen pre,digt vergesellschafftet. Zu welcher zeit eigentlich diese gewohn-heil aufgekommen, ist ungewiß; doch meldet Cencius Came-rarius , daß dieselbe schon in dem XI. &culo zu des PapstSLeonis IX. zeiten in acht genommen worden, und daß ebendieser Papst zu den Unkosten solcher rose dem kloster des heiligenCreutzes in Lothringen jährlich etwas gewisses beyzutragen auf.erlegt. Eben so wenig ist die rechte bedeutung dieses gebrauchsbekannt, indem dadurch derjenige, dem die rose geschicktwird, nach etlicher meynung, der flüchtiqkeit des menschli-chen ledens erinnert, nach andern zu einer geistlichen freudeaufgemuntert, nach andern zu der reinigkeit und beständig,keit in dem Catholischen glauben angemahnt werden soll;anderer von den eigenschafftrn der rose herkommenden drutungenzu geschweigen. Ughelli ltal. sacr. tom. I. P. I. p. 267. Durandirational, üb. VI. c. n. 8. seq. Petr. Blesens, serm. XV. DuFresne , gloflar. Fabric. in rebus Misn. Spangenberg. chron.Sax. *
Kose , (die weisse und die rothe) war der nähme zweyerfactionen in Engeüand, welche dieses Königreich eine lange zeitjämmerlich zerrüttet haben. Es strikte nemlich das Haus York ,welches eine weisse rose, und das Haus Lancaster, welches einerothe in dem wapen führte, mit solcher Heftigkeit um den thron,daß drüber vieler tausend menschen blut vergossen wurde, undunter andern bey achtzig Personen vom Königlichen geblüte ihrleben einbüsseten. Der stamm,vatter der sogenannten rothenrose war Johannes von Gaunt, Hertzog von Lancaster, desKönigs Eduardt 111 . dritter söhn; hingegen der „rhebcr derweisscn rose war Edmnnbus von York, des vorgedachten Kö-nigs vierter söhn. Johannis von Gaunt ältester söhn , Henri,cus, bestieg, mit dem beysatz des IV. an. 1,99. den Engli schen thron, ungeachtet nicht nur denselben Ricbardus II.dessen vatter des erwehnten Eduardi III. ältester (ohn gewe-sen war, allbereil besaß, sondern auch von Lionello, Hertzogevon Clarence, bereden dieses Eduard! III. anderer söhn gewe-sen , sich noch eine posterität fand. Zu einem prätert seinesUnternehmens gebrauchte Henricus IV. unter andern dieses,daß seine mutter, Bianca, eine ur-enckelin Edmundi, Grafenvon Lancaster, wäre, von dem er vorgab, baß ihm nachdem tobe seines vatters, Henrici III. die Englische Crone vonseinem jüngern bruder, Eduardo I. unrechtmäßiger weise ent,zogen worden. L-v viel ist gewiß, daß nicht nur Henricus IV.vor seine person den thron behauptet, sondern auch auf demsel-ben an. 141;. seinen söhn, Henricum V. und an. 1422»dessen söhn» HenricumVI. zum Nachfolger bekommen. Die-sen letzten stieß an. 1461. von dem throne Ednardus IV. dessenälter-vatter der obgedachte Edmundus, Hertzog von York, diegroß-mutter aber, Anna Mortimer, eine deseendentin underbin des vorerwehnten Lionelli, Hertzogs von Clarence, ge,Wesen war. Nachdem Eduardus IV. bis an. 148?. regiert,hinterließ er eine töchter, Elisabeth, ferner zwey gantz jungesöhne, und einen bruder Richardum. Der älteste von densöhnen ward unter dem nahmen Eduardi V. König, nachzwey Monaten aber, nebst seinem bruder, Richardo» auf be,fehl vorgedachten ihres vatters bruders ermordet, worauf die-ser letztere unter dem nahmen Richardi III. als König über En,gelland herrschte, bis an. 148c. da ihn Henricus Graf vonRichmond, beydes der Cron und des lebens beraubte. Die-ser Henricus nun , welcher der siebende dieses nahmens unterden Englischen Königen ist, hatte das glück, die zwey rostnmit einander zu vereinigen. Denn er selbst war von der rothen,nemlich von dem Haust Lancaster; indem sein mütterlichergroß-vatter ein jüngerer bruder des Königs Henrici IV. gewe-sen : Seine gemahlin aber war des Königs Eduardi IV. obge«meldete Printzeßin , Elisabeth, und also von der weisse» rose,oder von dem Hause York. Mehr umstände sind in den abson-derlichen artickuln von den vdangeführlcn Lancastrischen Köni-gen, Henrico IV. V. und VI. wie auch von den YorkischenKönigen, Eduardo IV . Eduardo V. und Richardo III. wirauch von Henrico VII. zu sehen. Scriptorei rerum Anglicar.siccul. XV.
*Kose, (Robert) ein gelehrter Engelländer von Norwich ,aus dem Carmeliter-orden, war Doctor der Theologie, undauch ein subtiler Philosophe. Er starb an. 1420. den 16. dec.nachdem er geschrieben: r. ) Commentarium In Genefin ,
Lll ll 2 Lxodum