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Bon 7. kindern, als 3. söhnen nnd 4. töchtern, hat ek nach5. zurückgelassen/ davon drey schon gar wohl versorgt sind. Erstarb den 2,. october an. 17)4. im 69. jähr seines alters/ da erin der ehe 4«. im schul-und geistlichen stände aber zusammen 42.jähr zugebracht hatte. Ausser den bogen/ in welchen er schon seitvielen jähren alle Mal seiner gemeinde seine erbauliche lehr«arten durch den druck bekannt gemacht , hat man wohl nichtsim drucke von ihm; doch haben ihm feine treuen dicnste bey dergemeinde ein autes andencken erworben. Gelehrte Neuig-keiten Schlesiens,17,?. p. 41· u. f. f.
Kosenbucg, ist eines von den Königlich- Dänischen schlös.fern zu Coppenhageiu allwo die Königliche crone nebst andernregalien bewahret wird.
Rosenbusch , eine Freyherrliche familie in Bayern . Ja,cobus von Rosenbusch ward ein groß-vatter Hans Jacobs zuNotzing , dessen enckel Wolf Wilhelm auf Notzing, Oder- undNieder Viechhausen/ hinterließ Benedictum/ Dom-Dechant zuFulda und Probsten zu St. Andreasberg / und Frantz Wilhel-men/ ersten Freyherr» von Rosenbusch und Chur -BayerischenCammer-Herrn, welcher seinen stamm mit drey söhnen fortge-pflantzet hat, davon der älteste, Frantz Joseph Conrad Jgnatiüs,Dom-Herr zu Regenspnrg worden, die übrigen beyde haben sichnoch an. i7l z. aufUniversitäten aufgehalten.
In dem XVII. lTLulo war Butenant von Rosenbusch König,lich * Dänischer CommilFarius in Moscow , welche charqc aucheiner von seinen söhnen erhalten ; er gehöret aber nicht zu ob,stehender familie.
Rosencrantz, ein Gräfliches geschlecht in Dänemarck. wel-ches auch ehemals in Holstein flörirel hat. Erich besaß. an.1 s7s. t>ie charge eines Statthalters in Norwegen . George,Dänischer Reichs-Rath und Mtt-Vormund des Königl. Prin-tzen Christiani IV. starb an. 1596. Dessen söhn, Oligerius, be-kleidete ebenfalls die stelle eines Reichs-Raths , und hatte dieehre, an unterschiedliche Höfe als Abgesandter geschickt zu wer-den. Zuletzt danckte er ab, und hinterließ bey seinem an. 1642.erfolgten tode i.) Gundaum, der an. 167;. als Reichs-Rathdas zeitliche gesegnet. 2.) Nicvlaum, der als General -Lieute-nant und Eommendant zu Coppenhagen an. 1676. vor Helsing-burg geblieben. Erich, geheimer Rath, gieng an. 1681. mitlobe ab, und an. 1712. war Nicolans commandirender Däni-scher General in Pommern . Angih Holst. Abel-chron. p.212.
MoUeri isag. ad hüt Cherson . Cimbr.
?>osencreutzer, ist der nähme einer bekannten Societät,die in dem XVII. üeculo ein grosses aufsehen gemacht. Siewird von ihnen auch die Brüderschafft des löblichen vrdens deSRosencreutzes,ingleicheu die hocherleuchtete Gesellschaffl des hei-ligen Rosencreutzes, n. s. f. qcnennet. Ob sie diese denennunqvon ihrem prätendirlen Stifter, Christian Rosencrcutz oder vonder nachfolge Christi in dem innerlichen creutze, oder sonst wo-her führen, davon findet man unterschiedene Meynungen. Essoll der ruf dieser Societät schon um das jähr Christi 1612. ent-standen seyn; aufs wenigste ist gewiß, daß schon an. 161;. diekama und conFellio der Societät zu Francksurl unter nachfol-gendem titul ist heraus gekommen : Fama Fraternität« , oderentdeckung der brüderschafft des löblichen vrdens dcsRosen-creu-tzes, nebst der bekännlnis derselben fraternität an alle GelehrteundHäupter in Europa geschrieben,auch etlichen antworten vonHerrn Haselmeier und andern gelehrten leuthen auf die Famagestellet, samt einem discurse von allgemeiner reformalion dergantzen weit. Man gab aber von dieser Societät für, daß siedie allergrösten geheimnisse der natiir wüßten, auch daß sie dieerkänntnis von dem lapide Philosophorum, und eine Medicinhätten, wodurch man das leben auf viel hundert jähr fristen,ja wol gar die Unsterblichkeit erlangen könnte. Überbein hattensie viel lehren, die auö der magie, Cabbala impura und Alchy-mie geflossen, und von den Theologis , als irrig, verworssenwurden. Die vornehmste absicht dieser prätendirten Societätsoll auf eine allgemeine reformatton aller fünfte und wissenschaff-ten, ja auch aller stände gerichtet gewesen seyn. Sie gaben auchfür , daß der Urheber ihrer Societät, Christian Rosencreutz , densie in der Fama ihren andächtigen, geistlichen und hocherleuchte-,ten valter nennen, schon an.1388. in Teutschland gebohren,undnachgehendö als ein pilgrim ins gelobte land , ingleichen nachArabien nnd EgYPten gekommen, und daselbst von den Orienta-lischen Weisen in den geheimen wissenschafften sey unterrichtetworden. Er wäre nachgchends wiederum nach Tcutschland ge-kommen , und hätte daselbst die Societät zu Verbesserung derwissenschafften aufgerichtet. So gaben sie auch weiter für, daßdiejenige, so sich in ihre «Societät begäben, mit einem eyde ver-sprechen müsten, sie möchte» auch seyn wer sie wollten,und lebenwo sie wollten , sich nicht zu offenbaren, als bis die gelegene zeitihre reformatton ins werck zu richte» sich ereignen würde.Dasjenige, was von ihrem Urheber berichtet worden , habenetliche alü thöricht und fabelhafft verworssen, andere aber alsein geheimnis-reiches rätzel angesehen. Wie denn von der So-cietät selbst und ihrem Ursprünge unterschiedene meynungen wa-ren, indem etliche Valentinum Weigelium, andere jemand an-ders vor derselben Urheber hielten. Diejenigen trafen wol diefache am besten, welche die qantze Societät vor ein getrchte hiel,ten ; wiewol auch diese unterschiedener meynungen waren, vonwem, und warum diese fache erdacht sey. Nicolans Hunniusmeynte, es steckten die Rcformirten dahinter , und wollten ih-re religion damit ausbreiten; andere glaubten viel wahrschein-
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licher, daß did fache von denjenigen inventiret wäre, welchedir Paracelsische und chymische Medicin nnd Philosophie, nebstdenen damit verknüpften fanatischen lehr-puncten in ansehenbringen wollten. Wiederum andere haben heweisen wollen,daß diese gantze comödie von dem bekannten Lutherischen Theo-logo, Johann Bai. Andreä,fty angestellet worden , und zwarum dieier Ursache willen, daß Man die fehler und mängel in denwihenschafften und in allen ständen desto besser erkennen, undauf derielben ernstliche emendation bedacht seyn möchte. Je,doch, dem sey wie ihm wolle, so funden sich bey der aufgehen,den Fama dieser prätendirten Societät sehr viele, welche seidigeentweder mit schriften vertheidigten oder verwürfen und ver,dammeten. In der ersten classe sind sonderlich berühmt Da.vld Mederus in dem sudicio theologico , oder Christlichem undkurtzem bedrucken von der Fama und conFellione der brüdcr«schafft des löblichen vrdens des Rosencreutzes. Michael Ma.jerus in lilentio polt clamores, item in themide aurea, F.tractatu de legibus Fraternitatis rofete crucis, Robertus Flooda füictibus in apologia compendiaria, item in tractatu apo-logetico , wie auch in andern schriften. Julius Sperber indem sogenannten Echo der von GOtl Hoch erleuchteten sraterni,tät des löblichen vrdens roFeae crucis, und andere, woruntersonderlich viel anonym, und pFeudonymi. Unter denen, die sichihnen widersetzet, ist einer der vornehmsten, der sich unter demnahmen des Menapii versteckt, und eine mißive an die Rosen«creutzer heraus gegeben. Einige wollen auch, daß dieses ebender auctor sey, welcher unter dem »ahmen Jrenät Agnosti vre,le schriften heraus gegeben, darinnen er sich angestellet , alswenn er auch von dieser Societät sey, und sie unter dem scheindes lodes desto mehr zu prostituiren gesucht. Nächst diesem hatsich der bekannte Medicus, Andr. Lidavius, in seinem wohlge,meynten bedencken von der Fama und conFeßion der brüder»schafft des Rosencreutzes, ihnen heftig widersetzet, worinnenihm auch unterschiedene andere Medici nachgefolget. Unterden Theologis haben dergleichen gethan Nicolaus Hunnius, inder belrachtnng der neuen Paracelsifchen Weigeliaurfchen Theo-logie ; Christianus Gildertus de Spaignart in dem theologi-schen Wächier-hörnlein; Valentinus Grießmann im getreuenEckard wider die Wicdertäufmschen, ischwenckfeldischen,Rosencreutzerischen ketzereyen, u. a. m. Rßjtins , im Helden,buche, cap. 1. gu. 3. Seheihammems , in der Widerlegungder vermeynten Postille Weigelii, p. 9. Kiomajetu, , inFcru-tinio relig. diFp. VI. Job. Hornb. summa controv. pag. 4.Colberg, im Hermetisch - Platon. Christenkh. P. I. c. 0. K*r*tbo/t, hüt eccl. Fsc. XVII. sect. I. c. 2. Arnolds ketzer-hlst.P. II. lib. XVII. cap. ig. Caroli memorab. sac. XVII. üb.II. cap. 4. & 23. &c.
t Von diesen kan auch der artickul Johann Valentin Andrea nachgeschlagen werden: desgleichen Morhofii p 0 -lyhilt lib. I. c. 3. §. 34. Chr. St. Kazuuer. diFp. hütde Roseecrucianis , Witteb. 171c. 4. Lipen. bibl. theol.P. II. F. 684· Feqq. Paschius, de inventis novantiquis p. 318.Feqq. und dann tifiblin; Fupplementa ad memor. Tneol. Wür-temb. p. 198. Feqq. allwo drey fragen von den Rosencreutzernuntersucht werden, i.) Ob I. V. Andreä dieser gesellschafftUrheber gewesen? welches mit fünf gründen verneinet wird.2.) Ob selbiger wenigstens von diesem gehetmnis etwas gewußthabe ? welches nicht gäntzlich geläugnct wird. 3.) Ob die Ro,sencreutzer eine wahrhaffte und besondere secte, oder nur eineertichtung gewesen? wovon das erstere behauptet wird, dochdas letztere nicht gar ausgeschlossen. M. Stem-we g. manuFcr.
Kofenecf, vor zelten Rosettt, eine vornehme familie, wel,che schon in dem XIV. Fxculo zu-Ferrara den Adel. stand gefüh«rct, sich aber wegen emes unbekannter weise verübten bruder,mords von dar weg begeben müssen, und hernach in Bergamo niedergelassen. Horakius de Rosettis, der um das jähr 1,67.zu Bergamo geledet, ist der stamm-vatter der Freyherren Rosetliin Crain, von welchen Johann Anton in der mitte des XVII.Faeculi das schloß Roseneck eine Meile von Wlppach erbauet, da-her seine nachkommen, von welchen Johann Marx an. 1690.Bischofs zu Biben gewesen , sich Freyherren von Roseneck neu,nen. Es ist in Italien die familie Rosettt noch anitzo in gros-sem ansehen, und um das jähr ,644. war einer aus derselbenCardinal und Päpstlicher Nuntius in Teutschland.
In der Schweitz ist auch eine alte adeliche familie von Rosen«eck bekannt, von welcher Hugo an. 1414. Abt zu Einsiedlen, undJohann der jüngere im selbigen jähre mit auf dem Conciliozu Costnitz gewesen. Valvajbr. lib. XI. p. 47;. MunJUrus.
t Es war auch ein Johann von Roseneck, und vielleicht ebender, dessen erst gedacht, Conventual in dem kloster Reiche!,au.Die Freyherren von Roseneck waren auch in der Gesellschaffldes St. Georgen« schilds. Cruß> annal . P. III. lib.VI. c. i;.Bürgermeisters Reichs-Ad. p. 369.
* 7 >osenfeld , eJohann Hartmann) gewesener Pfarrer zuBedheün, Roth und Zeilfeld, war den 19. N>n. an. 16,5.zu Römhild gebohrcn, allwo sein vatter, Joh. Rosenfeld, da.Mals Diaconus gewesen, nachgchends aber Pfarrer zu Bed »heim worden ist. Nachdem er sowol in öffentlichen schulenals auch durch privat unterricht einen guten gründ seiner stu»dien geleget, wollte ihn einer von seinen anverivandten, M.Andreas Brückner, mit nach Königsberg auf die Umversiläknehmen , der aber unterwegs eine vocalion als ProIeiTor beydem neu-errichteten Oymnalio zu chweinfurt erhielt , undihn also mit dahin zurück nahm. Er war daselbst der erste,Lllll 4 wel-