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h) de Nico'laitis, Apoc. II. i$. delineatis , 1679. zUM andernmal aufgelegt; r) äs bono Principe in Hebraorum Regibusreprascntato, Ulm 1684. k) de antiquislimo probandi Rituper Sacramentales s. Cönjuratores, ibid. 1689·
* 7 voth, (Heinrich) der Weltweisheit Magister, Diaconus zuSangerhausenund hernach Pastor zu Eiüleden, starb den 6.man an. 157$. und schrieb: r.) Catechismum; r.) Paßions-Predigten; z.) Leichen. Predigten, Leipzig i;8i.in4. 4.)Fünf Türcken-Predigten, aus dem 79. Ps. ibid. >$94. in 8.$.) Braut-Predigten, Eisleben »$96. in 4. ü.) Pcenitentia:Davidic* Scholäm , d. i. die sieben BussPsalmen in Pre-digten, ibid. 1612. in 4. 7 ·) Den vangcrhausischen Tod.Lebens-Iauf. prätorii homil. dücher.vorrath.
* )^oth, (Peter);ein liebhaber der Mathematic, vornemlichaber der arithmetischen und algebraischen wissenschafft, vonNürnberg , war seiner ordentlichen profcßion nach ei» Rechen-meister allda. Er starb an. 1617. nachdem er heraus gegeben :Arirbmeticam Pbilosopbicam , oder Rechnung der Coß oder Al-gebra;, in theilen, Nürnberg in 4. In Handschrift hat er hin.terlassen: l. ) Allerhand Arithmetica und Geometrica ; 2.)Eine Arithmetie mit aufgelöseten Beschluß.Eremveln; r.) Chri-stoph Rudolvhs Coß und 4.) Walth. Herm. Rivens Belchluß-Erempel gleichfalls aufgelöset; $.) eine gründliche Erklärungvon den $. Gorporibus samt vielen aufgelöseten geomelrischenAufgaben; 6.) einen gründlichen Bericht von Verfertigung derVisier-Ruthen; 7. ) eine Trigonometrie mit vielen Erempelnerläutert. Doppelmayr, von Nürnb. Matbem. und künstlern.
* )>oth, (Sebastian) von Auerbach , ein Doötor der Philoso-phie und Artzney-kunst, öffentlicher Profestor der Theraveutic,und der mediemischen Facultät zu Leipzig Decanus. ingieichenHertzog Georgens zu Sachsen Leid-Medicus, welchem er beyseinem ende, als ihm von Peter Eistnderg, einem PäpstlichenPfarrer zu Dreßden, gerathen wurde, den Apostel Iacodum,seinen Schutz - Heiligen, anzuruffen , diese Christliche ermah-nunq gab : Gnädiger Herr, ihr habt ein sprichworl: geradezu, macht gute renner, darum so achtet nicht, was euch diesevon verstorbenen Heiligen und andern fürbiltern sagen, sondernrichtet euer Hertz gerade zu aufden gecreutzigten Christum, wel.cher für unsere fünden gestorben , und unser einiger fürbittcrund seligmacher ist, so seyd ihr eurer seligkeit desto gewisser;welcher wohlgemeynten erinnerunq auch derHertzog nachgekom-
^men. Er war übrigens ein sehr berühmter und beliebter mann,und starb den 20. april an. r;;;. im 6z. jähre seines alters. Vo-gels Leipz. annales. " .
*)>oth, (Stephan) ein Zwickauer, welcher sich auch Ruftrszu nennen pflegt, gebohren an. 1492. erlangle in seinen Unioer-sitäks-jahren die Magister-würde,ward an. 1517. Reekor der schuleseiner vatter-stadt, an. 1524. Syndicus und zugleich Stadtschrei-der, wie Tob. Schmid cbron. Zwiccav. p. 127. setzet, oder,wie er p. 97. schreibet, an. 1528. Es kan seyn, daß er bis an.i;28. das Rectorat dabey behalten, und es in selbigem iahre erstbey übernehmung des Syndicats niedergeleget. Im jähr 154;.ist er in den Raths-stuhl erhoben worden, und an. 1546. denn. julii mit tobe abgegangen. Er war ein gelehrter mann,und anfangs Luthers sehr gchäßig, hernach aber, da er heura-thete, ward er durch sein weid bewogen, dessen freundschafftdesto eifriger zu suchen, zu dem ende er auch eine zeitlaug inWittenberg sich aufhielt. Seckendorf. bist. Lutheran . p. 290.Er hat Ioh. Pomerani buch de Lonjugio Fpiseoporum & Dia-conorum aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet, inglei-chen Lutheri predigten über die Evangelien und Episteln zusam,men und in drey theile gebracht, den winter-und sommcr-theilund über die feste, Lutheri tom. III. Altenburg. p. 756. wel-che er nach der zeit noch etliche mal wieder aufgeleget, auch un,terschiedenes auS der ersten edition, so er vor unnölhig gehal-ten, weggelassen. Tentzels monatliche Unterredungen, 1694.p. 258· Im jähr I$,I. wurdeLutherus sehr unwillig überihn, da der. Rath zu Zwickau wider willen des Pfarrers Ni-colas Hausmanns einen Prediger hatte abgesetzet, davon Luthe-ri bliese tom. V. Altenb. p. $85· $90. $91. 960, 1029. zu le-sen. Er ist der fitster von der zu Zwickau befindlichen schul-dlbliolheck, und AI. Binhold hak an. i'o$. ein besonders Pro-gramma von ihm ans licht gestellet. Sammlung von Al-ten und Neuen, 1729. Ludovici schul-historie.
7 vothal, Rottal, eine ansehnliche Gräfliche familie in Oe sterreich , welche aus der Steycrmarck, allwo sie von langenzeiten her das oberste Erd-Silbec-Cämmerer-amt besitzet, indem XV. feculo dahin gekommen. George von Rothal, Frey-herr von Thalberg , ist im besagten foculo oberster Land-Hof-meister der Nieder-Oesterreichlschen lande gewesen. Thomas,der um das jähr 1479. gelebet, hat Georgium und Thomamden jüngern, Freyherr» zu Thalberg, hinterlassen. Der er-stere war oberster Landes-Hofmeister in Nieder-Oesterreich undGeneral im kriege mit Franckreich, hatte eine tochter, mitderen verheurathung die Herrschasst Thalberg an das hausDietrichstein gelanget, und nach einiger meynung auch einensöhn, nahmens Johann, welcher, da er mit dem Sächsischen Hertzoge Alberto in West-Fricßland gekommen, die würde ei-nes Erd-Schatzmeisters erhalten, und daselbst sein geschlechtfortgepflantzet haben soll. Vorgedachter Thomas der lunge-re , wurde ein groß-vatter Wllhcbm ·, hat die imie m Viei-s,ist 0 r> Lexicon V. Theil.
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dau angefangen; und Johannis, welcher Kayserlicher Krieqs-Rath und Ober-Hauptmann in der Ungarischen vestung Za»ckat, und ein valter Johann Jacobs, Ober - Hauptmannsder Grafschafft Senderow, worden. Dessen"söhn, Johann,erster Graf von Rothal, wurde Ritter des güldenen Vliesses ,KayftrUcher geheimer Rath und Plenipotentiarius durch Un-gärn, starb aber ohne männliche erben. An. 1699. starb Jo-hann Christoph, Kayserlicher geheimer Rath und Cammer-Herr, ein vatter i.) Johannis Sigismundi , KayserlichenCammer-Herrn, und Land-Gerichts - Beysitzers in Mähren ,der an. 1717. den 10. dec. mit lvde abgegangen, und vonMaximtllana, Fürstin von Lichtenstein, zwey lohne hmterlasssen, a) Franclscum Wilhelmum, Kayserl. Cäminerer, dermit Maria Margarelha von Herberstein Joseph» m Christia-num, gebvhren an. 1707. und Mariam Carolum, gebohrenan. 1710. gezeuget hat; b< Franciscum Antonium, Kayserl.Cammerer, welcher sich in Mähren niedergelassen, und mitCacilm, Gräfin von Trautmannsdorf, die er sich an. 1718.beygelegt, sein geschlecht fortgepflantzet hat. 2.) JohannisJoseph«, Kayserlichen Cammer-Herrn, und ;.)LeopoldiFer-dmandi Anlonii. Wurmpr. collect, Auttr. geneal. pag. 84·Buctiim ltemmat. P. III. p. 194.
?>otharis , ein König der Langobarden ., war Ajonis, deSHertzogS von Brefcia, söhn. Er succedirte Arioaldo an. 6; 8.als ihn Gundoberga, Agilulfi und Theodelinda tochter, zuihrem gcmahl erwehlte, mit der bedlnqung, daß er seine erstegemahiin von sich thun, und dabey schwören sollte, Gunbo-bergam nicht zu verlassen , welches alles er versprach, um aufden thron zu kommen. Allein da er sich auf selbigen gesetzthalte, hielt er sie in den« pallast zu Pavia fünf jähr gefangen,und ließ unterschiedliche vornehme Personen, die sich seinerwähl widersetzt hatten, hinrichten. Hierauf begehrte sie Au-bcdon, des Königs Clodoväi II. Abgesandter, von dem Ro-lharis , welcher sie ihin nicht versagen durfte, da sie danndie übrige zeit ihres lcbens in lauter tugend-übungen zubrach-te. Eben dieser König eroberte Genua , Albenga, Savona ,und andere zum Reiche damals gehörige Plätze) und ruinirteseidige eben so wie Tarvisa und verschiedene ^städte in Tosca-nien. Er regierte i$. «ahr und 4. monate bis an. 6$;. dasein*söhn Rodoaldus ihm in der regierung folgte. Paus. Diucon . degest. Longobard. &c.
* )>othe, (Abraham) erblickte das licht der Welt zum erstenim jähr i6üs. den 27. dec. zu Sorau auf der Superintendur.In seiner jugend mnste er wunderliche kata erfahren. Denndes zufalls wegen am gehör hak er sich an. 168'. zu Grvß-Glogau den gantzen sommer durch aufgehalten, und der curCajpars von Riesenstein bedienet ; ob nun wol solche cur garwohl durch GOttes fegen angeschlagen, so ist doch im jähr1682. eine recidiv erfolget, also, daß nach vielen vergeblichen,brauchet» in eben dem iahre er sich zudem tuchmacher handwerckappliciren müssen, welches er in Sorau gantzer 4. jähr ehrlichund redlich gelernet; und in solcher lehr-zeit empfand derselbeden im jähr » 684 . geschehenen brand, und die darauf erfolgteplötzliche theurung gar sehr. Als er im jähr 1686. ausgelernet,und loSgesagel wurde, gieng er die studien wieder zu treiben, an.1687. nach Crossen,vo » dar an. »688. nach Breßlauwon hier an.1690. nach Wittenberg , sofort an. 169». nach Leipzig dispurirtehier unter Dr. Alberthund an. 169z. nach Jena . Von hier warder in eben dem jähre nach Hause beruffen, machte sich bekanntdurch predigen, »vard im jähr 1695. Hof-Diaconus und an.1699. Pastor adjunctus zu Christianstadt. Er hat zu Gilbenin druck gegeben: Das Denckmal des im jähr 1684. ungemei-nen Soraulschen Brandes. Magni geschichte der stadt So-rau, im anhange, p. 26. u. f. f.
* )>othe, ( Aegidius) Pastor in Lissa, ward zu Camentzin Ober-Lausitz im jähr 1646. den io. jenner gebohren. Aegi,diuö Rothe, Pastor primarius allda, war sein vatter, und Anna,gebohrne Güntherin, seine mutter. Den gründ seiner studienlegte er in der schule zu Camentz, nachmals in Halle, fol,gends zu Torgau , bis er im jähr 1667. nach Wittenberg zog,vier und ein halbes jähr allda sein studiren rühmlich conli-nuirte, und im jähr 1669. Magister wurde. Er bisputirteselbiges jähr öffentlich aus der Physic: de Origine Forma-rum, unter dem Vorsitz AI. Nicol. Benedicts Pascha. I,njähr 1670. habilitirte er sich unter dem Vorsitz ConstanlinZiegra, der heiligen Schrift Doctors und der Physic ordent-lichen Professors, durch etliche Theses miscellaneas ex Phy.iicis; präsidirte kurtz hernach selber aus der Physic de Ma-gia in genere & in specie naturali. Nach absvlvirten acade-mischen studien ward er im jähr 1676.M. Joachim Pfeffern,Pastor» in Lissa, als Substitutus, adjungiret, dessen tochter, Ca-tharinam, er auch selbiges jähr heurathete, welche ihm fünfsöhne und drey töchter gebohren. Nach dieser seiner ehefrauenan. 1699. den 19. august. erfolgten tobe, trat er in die zweyteehe mit Anna Dorothea, Christoph Redlichs, Pastoris in Hör.cka tochter, mit welcher er eilf söhne gezeuget. Eine schwerekranckheit hakte ihm sein gedächtniS ziemlich gefchwächet, daherward ihm im jähr 170;. Johann George Weise zum 8ubsti.tuto adjungiret, weil solcher aber folgendes jähr verstarb, ver-richtete er sein aml bis an sein ende, obschon die lebten drey jäh-re mit schwachen kräfften. Sein leben beschloß er im jähr1711. den ;i. may, nachdem er sein alter auf 6;. jähr gebracht.
N n n n n * Rothe