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an. i;«2. als Bischoffzn Passau , und Ulrich an. i?7i. alsBi-schaff ;u Seccau verstorben. Harlnied , George und Wilhelmlegten um das iahr r;stst. in dem Tarviser-kriege ehre ein. Se-bastian und Barthel liessen an. 1529. in der belagerten stadtWien ihre tapferkeit sehen. Balthasar und Johann Friedrichhaben zu anfange des XVII. streuU ihren stamm fortgepstantzet.Bucei. stemm. p. III. Sperngenbergo Adel-spiegel.
IVctssenfels, eine stadt und Amt an der Saale zwischenNaumburg und Leipzig gelegen; ob es gleich disseit der Saale lieget , so wird es doch zum Thüringischen kreise gerechnet. Esgehöret der Sachsen-Albertinischen linie, die daher die Weis-senfelstsche benennet wird. Die stadt hat von dem schlösse, unddieses von den sehr weissen sand-steinen, die daherum gefun-den und gebrochen werden, den nahmen. Marggraf OltonisDivitis von Meisscn anderer söhn, Dietrich, bekam nach seinesvalters tobe an. ngy. Weissensels, und wurde daher der Grafvon Weissensels , gleichwie sein älterer bruder Albrecht, derMeissen behielte, der Marggraf zu Meissen genennet. Alsaber der ältere bruder an. 119?. ohne leides-erben abgieng, be-kam Dietrich auch Meissen dazu. In der achtzeheniährige'n Un-einigkeit zwischen Marggraf Albrecht dem unartigen und sei-nen beyden söhnen, hat der ort grossen schaden erlitten, undallerhand Unfälle von raub, mord und brand ausgestanden.An. 1429. und 1449. ist er von den Hußiten und Böhmen in brand gesteckt und das schloß gesthlcifet worden. Nicht min-der hat er bey dem Mißverständnis zwischen Churfürst Frideri-co II. und seinem bruder, Hertzog Wilhelm, viel ungemach ge-habt , zumal da dieser letztere sein Hof-lager hier gehalten. DerChurfürst Augustus hat auch nach seiner verehlichung das fthloßund Amt zu seiner Hofhaltung gebrauchet. Wie denn auch seineschwester Sidonia, verwittidte Fürstin von Braunschweig , indem hiesigen Jungfer-kloster sich ausgehalten , und endlich da-selbst verstorben ist. In dem Teutschen kriege, zumal an.16) 1.16;9. 1640. rc. hat der ort sowol von Schwedischer alsKayserlicher feite, das seinige mit gelitten, und soll dazumalauch das schloß seyn geschleifet worden. Des ChurfürstenJoh. Gcorgii I. anderer nachgelassener söhn, Hertzog Auqu.stus, der Weissensels unter andern Aemtern und städten rc.durch das vätterliche testament überkommen hatte, legte an.
den ersten grund-stein zu einer neuen und schönen resi-dentz allhier, welche nach seinem nahmen die Auaustusburggenennet worden; so legje er auch das ehemals berühmteJunqfern-kloster des ordens St. Clarä, zu einem Gymnafioillustri an, und ivurde dieses dahero Augusteum benähmet.Von dem Hertzoge Augusto an ist die stadt und Aml Weissen-fels, welches nebst Altenburg wol das gröste Amt in demMeißnischen und Thüringischen lande seyn mag, beständig beyseiner descendenz und männlichen linie geblieben. Es begreiftaber diß Amt drey Gerichts-stühle, als Wölfen, Stössen undBurgwerden ; es werden auch drey Land-Gerichte noch jährlichdarinn gehalten. Cbrnn. Mont. Sereni. Pecbenjf. theatr . Sax.P. II. & III. p. i?8. Zeileri topogr. Sax. p. 189. sg. Knaut.prodr. Misn. p. 287.
f IVeissenfels, die linie der Hertzoge von SachfemWeissen-fels stammet von Hertzog Augusto, Administratore des StiftsMagdeburg, ab , von welchem an seinem orte mehr Nachricht zufinden. Er war des Churfürsten Johannis Georgii I. zu Sach sen dritter söhn, und an. 1614. gebohren. Er starb endlich an.i stgo. zu Halle, nachdem er sich zwey mal vermählet hatte, nem-lich an. 1647. mit Anna Maria von Mecklenburg , die ihm fünfPrintzen und sieben Printzkßinnen gebohren , und an. iststg. ge-storben , und an. 1672. mtt Joh. Walpurgis, einer tochrer GrafGeorge Wilhelms von Leiningen-Westerburg, die ihm dreyPrintzen gebohren , und an. 1687· auf ihrem wittwen-sitze zuDame todes verblichen. Unter den söhnen ist zu mercken, daßder älteste, Joh. Adolph, dem vatter in der regierung gefolget.Augustus war Dom-Probst zu Magdeburg , und versuchtesich im Schwedischen kriege, starb aber an. 1674. ohne kinder,ob er gleich eine gemahlin Charlottam, Langraf Friderici zuHessen - Efthwege tochter, gehabt. Christianus, Chur-Säch-sischer Feld - Marschall - Lieutenant, wurde in den approchenvor Mayntz an. 1689. erschossen. HenricuS , Dom-Probst zuMagdeburg , residirte zu Barby , ward an. >st88. Reformirterreliglvn, und nahm zur ehe Elisabeth Albertinen aus demDessauischen Hause. Albertus vermählte sich an. -687. mitGraf Ferdinand Caroli von Löwenstein tochter,Christina There.sia, und starb an. 1691, zu Leipzig , da er vorher die Römi-sche religion angenommen hatte. Fridericus aus der andernehe, wär Königlich-Polnischer und Chur-Sächsischer General-Lieutenant von der infanterie, und starb an. 1711. Seinegemahlin und wittwe Aemilia Agnes, aus dem ReußischenHause zu Schlaitz , residiret zu Dame. Mauritius hat seinefortun im Ungarischen kriege gcsuchet, und ist zu Segedin an.2695. gestorben. Johann Adolph, der älteste, succedirte, wiegemeldet, in der regierung der vätterlichen lande, ausser demsecularisirten Magdeburg, und hatte seine residentz zu Weis-senfels genommen , starb aber an. 1697. da er 17. jähr inerwünschter ruhe regieret hatte. Seine erste gemahlin, Joh.Magdalena » eine schwester des letzten Hertzogs zu Altenburg ,Frtverici Wilhclmi, starb an. istgst. Hernach heurathete eran. 1692. eine edle von Bünau , Christianen Wilhclminen,aus welcher ehe keine kinder entsprossen. Hingegen hatte eraus der ersten drey Printzen und vier Printzeßinnen gezeuget,
i7°8, Hertzog Johann Nl,aWilhklniuia.
davon Magdalena Sibylla an.
Helms zu Eisenach gemahlin worden ; Johannetta Wilhelme,gebohren an. 168°. und an. 17*0, unverheurathet gestorben'Anna Maria, vermählt an Graf Erdmann zu Prvmmk; ixs.phia, Georg Wilhelms » Marqgrafen von Bavreuth gemahlinUnter den Printzen folgte in der regierung Johann Georgwelcher er doch nicht allzulange vorstund, indem er an.verstarb , und mit Friderica Elisabetha , Hertzogs JohannGeorgs zu Eisenach tochter, zwar verschiedene kindn zeiiz.te, aber nur eine Printzeßin, Johannam Magdalenam, Nean. 1708. gebohren » und an. 17?°. mit Ferdinanbo Kell.ler, Hertzoge von Curland, vermählet , an. >7??. aber z»rwittwe worden , hinterließ. Sonst stiftete er an. 1704. einenordrn , dem er den nahmen de la Noble Passion gab. Nach,hm bekam die landes-regierung sein bruder,Christianus,ber an.ist8r. gebohren, und an. i7?st. den 28. jul. gestorben. Wal hie,ser von seiner gemahlin Louisa Christian«, Graf Christoph Lud.wiqs von Stollderg tochter, keine erben hinterließ, so folgst ihmder jüngste bruder, Johann Adolph, Hertzog zu Sachsm-Ms-senfels, Kayserlicher Genetal-Feld-Marschall, Reichs-Geimal-Feld-Zeugmeister, Königlich-Polnischer General -Feld-Aar-schall, und Ritter des weissen Adler-und St. Heinrichs - ortend,welcher an. 1684. den 4. ftpt. gebohren worden. Erhaileßchan. 1721. mit Johannetta Antonia Julian«, einer tvchier Jo-hann Wilhelms, Hertzogs von Sachstn-Estenach, und an. ,7,4.
Gotha , vermählet. Von seinen kindern lebt nur noch eine PrilHtzeßin. GenealogischesHandbuch, 174;.
'Weissenhore, eine kleine stadt nebst einem schlösse, inSchwaden, zwey Meilen von Ulm gelegen. Sie hat sonst bmGrafen Fuggcr als ein Unterpfand zugehöret, ist aber an.1724. von dem Kayser wieder eingelöset worden.
Meissensee, eine dem Hertzoge zu Sachftn-Weissenfelsae,hörige stadt, nebst einem schloß und Amte in Thüringen , viermeilen von Erfurt , an dem fluß Helbe, welche an. 1172. ihrenansang soll genommen haben. Sie hat den nahmen von einemnahe dabey befindlichen see, welcher an. 170;. mehrenlhcils ab-gelassen, und zu acker gemacht worden. Oieurü synt. rer. Thür.tom. II. Gregor. Thirr, p. 1 ? 2.
U)eissenstetn, siehe wittenftein.
*H)etßmann, (Ehrenreich) ein Lutherischer Theolog,war aup dem schloß Weyerburg in Ober-Oesterreich an. 1641,den 14. inl. gebohren, und legte den ersten gründ seiner (in,dien z» Maulbronn und Bedeuhauscn im Hertzoglhum War,temberg , worauf er sich auch nach Tübingen verfügte , „nbdaselbst Magister wurde. An. lststr. bekam er die stelle einesKirchcn-Dlenrrs und Praoeeproris in dem k!osterHirschai,,an.1680. aber ward er Svecial-Superintendent zu Waiblingen ,und 4. jähre hernach zu Kirchhcim; ferner an. 169;. Epecial,Superintendent und Spital-Prediger zu Stnttgard , an. 1698.Prälat von Herrn-Alb, und an. 1704. Stifts-Prebiger, end-lich aber an. 1711. Abt zu Maulbronn und Gcncral-SiMm.tendcnl, worauf er an. 17,7. den az.febr. das zeitliche ge-segnete. Setne vornehmste schriften sind: Aurikossina Biblica;Rhetorfca sacra ; und sonderlich auch ein Teutsch lind Latei-nisches Lerlcon, welches letzte vielen beyfall erhalten, wür-tembergische Neben-stunden.
Meißstadt , oder weissenftadt, ein Brandenburgisch-Culmvachisches uraltes derg-städtleiu, oberhalb des gebiirgesan dem Eger-fluß auf einem erhabenen orte, in einer sehr gesnn-den gegend, einemeile von dem Fichtelberg, und auch soweitvon der stadt Wunsiedel . Es soll schon zn teS Kavstrs ConradiIII. zelten aestanben seyn, damals den Maraaraftn von Voh-burg gehört haben, und von dem MarggrafDipvold, als er an.n;?.das Ctsterclenser-kloster Wald-Sachsen gestiftet, dchem.kloster übergeben worden seyn. Als aber die Aebte hernach mitden Herren von Hirschberg viele verdrieslichkeit gehabt, sollensie ihn an. i? 47- an die Burggrafen zin Nürnberg, JohannemII. und Albertum I. gebrüder, um 88000. st. verkauffel haben.Beschreib, des Fichtelbergs, p. 141. lq-
Metssenwolf, siehe Ungnaden.
IDeißwasser, siehe Biela.
UJeitclshaustn, genannt Schrautenbach, em adelichesgefchlccht am Rhein , von welchem Heinrich von SchMlen-bach , Ritter von Erlickheim , in dem XIV. steculo stonrethat.Von dessen nachkommen war Balthasar, Furirlich-HrtWer
Hofmeister zu Darmstadt , Rath und Amtmann zu Lich m.berq. Dessen söhne waren i.) Johann Wolt, Rltler des Tmk-schen ordens, Heßischer Rath, Oderst-Lieulcnant «»d Comnicn-dant zu Giessen ; 2.) Johann Balthasar, Heßischcr Ralhrtesscn
ältester söhn, Ludwig Balthasar zu Badenburg bey Giessen ,alSHeßischer Oder-Einnehmer, an. >648- gelebct, und vier enstanach sich gelassen ; der jüngere aber, George Friedrich Ballha-sar , Hessen - Darmstädtischer Cammer- Jmicker und Oberst.
Wachtmeister, gieng an. 1684. mit tobe ab.' Von seinen >ohnmhat Ludwig Balthasar, Hessen -Darmstädtischer General-Mjor, sein geschlecht mit vier söhnen fortgepstantzet. s,umbr.vom Rhein . Adel, rab. 94.
UJeitergheim » wietersheim , eine adelichc familit indem Eisaß, von welcher Johannes an.
. , , „. 142?. als Probst
Seltz verstorben , und Berchlvld an. 171;. als Kayserlicher
General-Mazor bey der belagerung Freyburg in einem aus.
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