w e L w e t
fall gefangen worden. Dieser Herr siorirle noch an. 1726,als Kaiserlicher General,Feld-Marschall-Lieulenant und Unter»Commendank obiger vestunq Freyburg. Zu des Kaysers Rü-dolphi II. zelten soll sie sich in dem Schbndurgischen in West-phalen ausgebreitet, und ihren Adel -stand erneuert bekommenhaben. Anton ist,6. jähr Cantzler zu Schaumburg gewesen/und an. 1614. verstorben. Er hinterließ sechs söhne/ die wa»ren 1.) Julius Adolph, welcher seines vatters stelle erhalten ,und in Brabant, dahin er an. 1612. als Kriegs-Oommiftsriurund Oberster gehen muste, sein leben verlohren. 2.) Heinrich Julius / der an. 1647. als Stifts - Hauptmann zu Quedlin burg / mit tobe abgegangen. Anton , Holstein-Goltorpi»scher Cantzler. Er starb an. 1647. nachdem er von dem KayserFerdinands III. ansehnliche Privilegien erhalten , und das guthWorpzig an sich gebracht , darauf seine nachkommen cmnochfloriren. 4.) Gabriel, Groß-Vogt und Dom-Herr zu Lübeck /hinterließ bey seinem an. 1652. erfolgten tobe Anton Orten/der als Hofmeister des Printzen von Baden - Durlach , zuRom vergeben worden ; und Johann Friedrichen, Königlich.Schwedischen Major, welche charge dessen söhn, VictorFriedrich / an. 1709. gleichfalls besessen. 5.) Ludwig/ sonstder schwavtze genannt / blieb an. ,6;8. als Dänischer Ober-ster / in einer action bey Breysach. 6.) Ernst , DänischerRittmeister und Drost zu Pinneberq, kam an. >6;8. in demHafen von Glückstadl bey entstandenem stürm um sein leben.Hertzogs Elsaß , chron. Bucei. G. S. P. II. p. 27;. Beck»manns Anh. hist. Hb. VII. *
Meitrach , oder weitra , ist eine kleine stadt/ mit einemschloß und darzu gehöriger Hcrrschaffk, in Ober-Oesterreich ,hart an den Böhmischen grentzen / bey dem kleinen fluß Launitz,gelegen. Sie stehet unter der Grafen von Fürstenberg bolmäs-sigkeil.
Meix / siehe Weich?.
Melau , eine alte stadt in dem Königreich Preussen, beywelcher die Alle in die Pregel fällt. An. >6;?. wurden hierdie berühmten tractaten zwischen Brandenburg und Pole»angefangen , zu Bydgost aber vollendet , in welchen demHause Brandenburg die souverainität über daS damalige Her-tzogthum / nunmehrige Königreich Preussen zugestanden wor-den. Zu anfange des XVII. foculi soll allhier »och eine unge-heure eiche gestanden haben, darunter man im Hcydenlhumgewisse götzeu^verehret. Der Welauische vertrag ist in derPreußischen Staats-geogr. P. II. p. 60-82. befindlich. Zeil.topogr.
"Melczeck, (Henricus SBilfielmö , des heil. RömischenReichs Graf von) Frey-und Panner-Herr von Gutenland undHoltzfchen / Herr der Herrfchaffr Königsberg und des freyenKöniglichen B»rg-lchens Groß-Peterwltz , wie auch Ron undVeterwitz, Herr aufPolom , Creutzenstein, Poliiifch-Ostran/Hruschoiv / Michalkowitz , Hcrrmanitz und Wirbitz rc. der Rö-misch-Kayserlichen Maiestät würcklicher geheimer Rath, Cäm-merer, General-Feld-Marschall , Oberster über ein reqimentzu fuß / Commendanl der vestunq Groß- Glogau / wie auchcommandirender General im Hertzogthum Schlesien, des Pol nischen weissen Adler - ordeus Ritter rc. tiammete aus einemuralten geschlechte in Polen her / das sich »achgehends inSchlesien berühmt gemacht. Man liefet / daß bereits im XIII.fec. einer von Welczcck Woywode von Sendomir , ein an-derer Staroste zu Cracau , und ein dritter Ertz-Bistbossz» Lem,berg gewesen. In Schlesien hat dieses ge,chlechte schon vorvielen steculir die Standes-Herrsthaffl Loßlau besessen, und inder perfon Balthasar Welczecks den i. apr. an. i;oo. vomKayser Maximilians I. die würde eines Frey-und Panner-Herrnan sich gebracht. Unser Graf von Welczeck ward den 17. sept.an. iS6;. zur wel gebohreu. Die ersten iahre seiner jugendwiedmete er den stulien , erwehite aber »ach zurückgelegten rei-sen i» fremde lande den militar-stand. Seinen ersten feldzuqthat er als Freywilliger vor Ofen , worauf er an. >686. wegenbewiesener sonderbarer tapferkctl Hauptmann unter dem Stah-renbergischen regimente/ und kurtz hernach Oberst-Wachtmei-ster bey dem Palfifchen / endlich aber Oberst-Lieutenant beydem Bagnischen regimente wurde, da er dann während dieser -dienste viele schöne thaten gethan. An. >?oi. den iz. dec.ward er zum Obersten erkläret, in welcher gnalität er bey an,fang deS Spanischen succeßivlis'krieqs das Baantsche reqimentnach Italien gesühret. Er muste sich aber wieder in Ober-Schlesien begeben, und blieb bey diesem commando bis an.1709. nachdem er den ro. mertz an. 1706. zum General-Feld»Wachtmeister erkläret worden. An. 1709 ward er nach Wien beruffen , und allda zum ausserordentlichen Gesandten nach Pe tersburg ernennet. Vor seiner abreise erhielt er nicht nur dieGeneral-Feld Marschall-Lieutenants-würde, sondern ward auchden 16. nov. mit allen seinen ehelichen nachkommen in denUngarischen Grafen - stand erhoben / auch den 10. may an.17,0. zum Hof-Kriegs-Rath ernennet. Hierauf nun trat erseine reise an/ und bekleidete diese stelle biS an. 1712. hatte auchdie ehre bey dem Czaar Petro l. in besondern gnaden zu ste,he». Den is. febr. an. 1712. erhielt er das commando in dervestunq Spielberg an Brtim / und ward abermals den f sept.als ausserordentiicher Gesandter sowol an die Polnische, Preus-sische und Dänische Höfe, als auch an die Fürstlichen Hofenach Gotha , Barenth , Anspach , Darmstadt , Wurtzburg undHtstor. Lexmn VI. Theil.
1v e l rc> 2 Z
kasset gesendet, und den 1. nov. an. 171;. wegen seiner be-sondern erfahrung in kriegs-und Staats-geschäfften, zum Kay»serlichen Principal«und General - Lommillano bey der Ver-sammlung der Ungarischen Stände zu Tyrnau ernennet, tundie auf den weiblichen stamm extendirte succeßions - ordnungin diesem Reiche zu stände zu bringen , welches ihm auch nachwünsch gelungen. Er ward darauf den 8 . april an. 1-14. indes H. Römischen Reichs Grafen-staud erhoben, auch den 21.oct. deö nemlichcn jahrs beordert, den Schwedischen KönigCarolum XII. als er sich aus der Türckey wieder nach seinemReiche erhub, durch Ungarn und die gesamten Teutschen erb-lande zu begleiten. An. 1717. den ;o. jan. ward er zum Ge-neral-Feld-Zeugmeister, und den i. febr. zum Commendantenin Groß-Glogau ernennet. Den 26. oct. an. 172;. erhielt etdie General-Feld-Marschalls-würde, nachdem er bereits den i».sept. zum würcklichen geheimen Rathe erkläret worden. An.1729. ward er als Kayserlicher Ambassador nach Polen gesen-det , dem im aug. zu Grodno eröfneten Reichs-tage beyzuwoh-nen. Er erlebte darauf an. 17;;. den todesfall des KönigsAugusti II. Er machte hieraus mit dem Rußischen Bolschaff-ter gemeine fache, und widersetzte sich denen Unternehmungendes Primas. Dennoch hatte die wähl des Stauislai den 12.sept. ihren fortgang, und der Graf von Welczcck ward in sei.nem pallaste sehr enge eingeschlossen, alle zugänge desselben be-setzt, und alle communication mit demselben abgeschnitten.Jedoch da mittlerweile der Churfürst von Sachsen von der ge»genpartey zuin König ausgeruffen, und Stanislai partey durchdie ankunst der Rußischen armee die flucht ergreissen muste,kriegte er wieder luft, und hatte zu Cracau den jan. an.17,4. bey dem Könige Augusto III. eine audientz; er wohnetehieraufder crönung bey, und ward den 6. febr. mit dem Ritter-orden des weissen Adlers beehret. Den 27. may an. 17;^. kamer wieder nach Wien , und ward den 1. may an. 1715. befeh.leget / die in Kayserliche bimste überlassene i;°oo. mannRussen an der Polnischen grentze zu übernehmen, die er auchbis zur Kayserliche» armee an Rheinstrom geführel. An. 17z?.sollte er als Kayserlicher Gevollmächligter auf den congreßnach Niemirow gehen, so aber uachgehends unterblieben. Nachder zeil hielt er sich meistens zu Breßlau auf, allwo er auchden 19. mertz an. 17)9. mit tobe adgieng. Seine hinterlasse,ne gemahlin ist eine gebohrne Gräfin von St. Hilaire, undwar die letzte tiefes nahmens. Er hat mit derselben verschiede-ne kinder gezeugt, davon noch zween söhne und eine lochtetsich im leben befinden. Die söhne stunden an. 17;?. der ältestezwar alö Kayserlicher Cämmerer und würcklicher Reichs-Hof»Rath, der jüngere aber als Kayserltcher-Oberst-Lreutenant undCämmerer bey dem Herzoge von Lothringen und GroßHer»tzoge von Tofcana in grohem ansehen , und hat der vatler den,. aug. an. 17H· das vergnügen gehabt, daß sich alle beydean einem tage, der älteste mit einer Gräfin von Oetlingen,und der andere mit einer Gräfin von Kottulinsky, vermähle,ten. Er hak übrigens zwey ansehnliche Majorate in Schlesiengestiftet, darein sich nach seinem tode die beyden söhne getheilct.AHa fubltcu.
Melden, eine Freyherrliche familie in Schwaben , welchedas Erb - Mundschencken-amt in dem Stifte Augspurg besi-tzet. Sie hat schon an. 980. den Adel -stand gcführet, und denehemalige» turnieren beyqewohnet. Michael und Carl, Bi»schöfflich-Augfpurgische Räthe, haben sich an. 1*91. wegen deSguthes Eroltzheim vertragen. HieronymuS Franctscus, Frey-herr, florirte au. j 706. als Bischöfflich-Aichstädtischer Ober-Hof-Marschall und Pfleger des Amts Nassenfels . Bürgermeister,vom Schwäb. Reichs-Adel, p. 23«.
Meldern, ein adeliches geschlecht in dem Hertzogthum Gel-dern, von welchen Iahn von Meldern um das lahr 1672. sichals Holländischer General-Lieutenant hervor gethan. Ein an-derer dieses geschlechts hat nach ansang des XVIII. iieculi ineben dieser charge sein leben beschlossen. Memmres.
Melfo I. II. III. siehe Guelphen.
Melfo IV. ein söhn des Italiänischen Marggrafen AzzoniS,Und der Guelphischcn Printzeßin Cuniza, und also einer vonden stamm-vättern des Braunschweigischen Hauses. Als sei-ner mutier bruder, Welfo 111 . ohne kinder starb , hatte er seineüther in Schwaben dem kloster Weingarten vermacht; aberje noch lebende mutier Welfonis lil. unscrü WelkoniS IV.groß-muller, setzte sich dawider, ließ diesen ihren cnckel ausJtalien kommen , und vcrhalf ihm zu gedachtem erdtheil.Als Kayser Heinrich IV. Ottont , Grafen von Northeim»und damaligem Hertzog von Bayern , dieses Hertzogthum ge-nommen, gab er eS an. 107,. unserm Welfoni , welcher auchanfangs dem Kayser gute dienste wider die Sachsen that,und ihm zu gefallen seine gemahlin , erstqedachten OttoniStochter, dem vatler wieder heimschickte. Da aber die feindedes Kaysers immer mächtiger wurden , und Welfo über diese-glaz'bte, ihm würbe von dem Kayser hinterlistig nachgestellet,trat er wieder auf seines vormaliaen schwieget, vatters feite/veriperrke dein Kapier den paß nach Italien , nahm dessenvertrautesten freund Ruvertum , Bischofs zu Bamberg , gefan-gen , und half an. 1077. Rudolphum von Rheinfelden, bei!mit des Kaysers schwester zugleich Vchwaben und Burgund bekommen lzatte, auf Päpstliche recommendation zum Gegen-Kayser rrwehlen ; wodurch der haß der Weiblinger undN r r r » Weifen