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Wcrdeilberg , (von) An nralkeS vorlängst ausgestorbencsGräfliches gefchlccht, weiches vor reiten die vorher gedächte Graf -schafft "ine gehabt, dem auch eine gemeine abstammung vonden Pfaltzgrasen in hohen Rbälien , vom Rothcnfahn genannt,mit den alte» Grafen von Rheinegg , Bregentz, Feldkirch undMontfort beygeleget wird, und zwar so sollen diese absonderlichvon Pfaltzgraf Ulrichs bruderHeinrichen entsprossen sey», alsdem die erste erbauung des alten fchlosses Werdenderg an. 890.zugeschrieben wird. Sie waren in verschiedene aste zertheilet»als die aus Sargans ; zum Heiligenberg ; zu Herrenberg beySevelen; zu Werdcnberg. Hartmann war an. 1376. Meisterdes Johannitenordcns und Commenthnr zu Wädenstbweil, auchendlich Bischoff zu Chur . Hüglin war Oberster in Oesterreichi-schen diensten , und hat das schloß Rheinegg an. 1395. demHertzvg Leopold zu kauffen gegeben; wie auch Graf Rudolphan. 14,0. das städtlem Werdenberg dem Hause Oesterreich übergeben hat. Rudolph war Johänniter Ordens-Meister an.isoo. Der letzte Graf dieses nahmens, Felix, seßhafft zum Hei-ligenberg, stund in feindschafft mit GrafAndrcas von Sonnen»berg, welchem er mit 9. wohlgerüsteten Pferden auf öffentlicherstraffe zwischen Mengen und Riedlingen an der Donau , aufge»passet, denselben auch angegriffen und todt gestochen den 8. mayan. 15 n. Des ermordeten freunde brachte» zwar durch pein-liche anklage die fache aufden Reichs-tag zu Trier , allem KayserMaxuniliau , dem er mit sippschafft zugethan war, erhielt ihnbeym leben , gegen erlegung einer summe gelbes. Er lebte alsonoch bis au. 113a. da er zu Augspurg wahrenden Reichs-tageSeines morgens todt in seinem bethe gefunden worden, und soll ertags vorhero sich haben verlauten lassen : er wollte noch in derLutheraner blut bis an die spvren reuten. «Leine länder fielenan Graf Friedrich von Fürstenberg . Autb.sup.dt. *Werdenfelo , ist eine Graffchafft, an den Bayerischen, Tv»rolischen und Schwäbischen qrentzen, welche die ehemaligenGrafen von Efchenloch und Werdenfcls dem Stift Freysingengeschcncket. Der vornehmste ort, gleiches nahmens , liegt andem flnß Loyfa. Von den übrigen örtern heissen die vornehm-sten Ecal, Mittenwald und Partakirch. Hunds Bayerischesstamm-buch, 8.1.
Wrrdcndaae n , ( Johannes Angelius ein berühmterRechlsgelehrler in Teutschland. Er war anfänglich an. 1617.kro 5 .lfor sinri? zu Helmstadt , und wurde nachmals Syndicuszu Magdeburg , letztlich aber des Ertz-Bifchoffs geheimer Rath.Weil ei? einige besondere lehren in Theologicis halte, und des-falls in streit qcriekh , muste er sich nach Holland retiriren, wo-selbst er feine übrige lebens-zeil zugebracht. Seine fchriften sind:cle Urbibus Hanseaticis ; Breviarium in Libros Jo. Bodini deRepublica ; verus Chriltianisinus ; Psychologia vera ; OffeneHertzens-Pforlc zu dem wahren Reich Christi; Kunst recht zuleben. Duterici P. 1. antiqq. bibl. Arnolds ketzer-hlstorie ,P. III. c. 9 .
Werdenftein, ein kloster Barfüsser-ordens , in dem Eydge-noßilchen Canlon Lucccn , welches an. 1630. von dem Rath zuLucern gestiftet. Es hat daselbst schon über 100. jähr eine capclrle gestanden , welche wegen der allda geschehenen miracul häufigbesucht worden.
Werdenstein, eine adeliche familie in Schwaben , derenstamm - schloß gleiches nahmens in der Abkey Kempten gelegen.Einige aus diesem geschlcchte sollen nebst denen von Schwangau und Hvheneck an. 600. den H. Maqnum aus Schottland inTeutfchland begleitet haben. Rützman» blieb in der schlacht,welche Kayser Otto an. 9z;. den Ungarn lieferte. Hildebrandßonrte um das jähr 1120. Hlppold war an. > 329, Abt zu St. Gallen . George Heinrich lebte um das jähr iüzo. und hinter-ließ ;. söhne. BuceL stemm. P. I. Tioms i.
Werder, (von dem) eine alte adeliche familie in dem Für-stentyum Anhalt, und den umliegenden grcntzcn, welche schon«n dem Xl. und XU. strculo den turniercn beygewohnt, undvon den an. 1)44. abgestorbenen Grafen von Woldenbe'g abge-stammt seyn soll, von denen sich eine linle von der Jnsul oderwerdet qenennet. Ehemals hatte sie aus dem unweit Hameln gelegene» schlösse Bisperode ihren sitz, wie denn Otto von demWerder an. 148'. daselbst gewöhnet; dessen cnckcl, Jobst, istals Braunschweigifcher Oderst-Lieutenant mit tobe abgegangen.Zu ansang des XVI. feculi verpfändete der Ertz- Bischoff zuMagdeburg , Johannes, diesem geschlechte das haus Ummen-dorff, und alö selbiges an. 1566. wieder eingelöset wurde, er»wehlte Hartwig von dem Werder das darf Gerbiödorss «n demErtz-Slifte Magdeburg zu seinem sitz, zind nennete es WerderS-hausen. Dessen enckel, Dietrich, war anfangs Rittmeister,und legte nachgehends als Hessen Cassclifcher Ober-Hof-Mar-schall und geheimer Rath , unterschiedliche Gesimdtschafflen ab.Er quittirle aber bey damaliger kriegS-unruhe diese ämter, undbegab sich auf seine i» dem Magdcburglschen gelegene güther,da er denn einst die ehre hatte, daß ihm der Schwedische König,Gustavus Advlphus, ein regiment zu fuß offerirte, welches erauch , auf nochmaliges ansuchen des General Bannicrs, an-nahm, und demselben von an. 1631. bis >6;;. vorstund. Nachdiesem ward er Ilntcr-UireclMr der lanbschafft des FürstenthumsAnhalt, und bald darauf Chur - Brandenburgischer geheimerRath, Oberster und Amts-Hauptmann zu Altcn-Gadcrsleben.Hiernächst war er ein mitglied der fruchtbringenden Gefcllschafft,Histor. Lexktm I I. Theil.
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und hinterließ bey feinem an. 1657. erfolgten tobe unterschiedenekleine poetische fchriften. Sein söhn, Paris , Fürstlicher Rathzu Dessau , gesegnete an. 1674. das zeitliche, und ließ keinemännliche erben. Heinrich, des kurtz zuvor ermehnlen Dietrichsbruder, bekleidete die charge eines Anhältischen Land-und Cam-mer-Raths, und halte einen söhn, nahmens Gedhard Paris *welcher geheimer Rath und Cammer.virector zu Cbthen, wieauch Landes-Hauptmann und der landfchafft Unker-Oireökotworden. Er brachte die Werderifchen lchn-güther in und aus-serhalb des Fürstenthums Anhalt, nach vielen sich ereigneten lo-des.fällen, sämtlich an sich, und starb an. 1679. Von seinenbeyden söhnen ward der ältere, Heinrich Gottlob, an. 1694.ein vatler Emanuels, der jüngere aber, Lebrccht Emanuel,starb an. -696. und hinterließ einen söhn, nahmens GerhardParis. Beckmanns Anhältifche Historie, P. VII.
Werder, (von) eine adeliche familie in dem HertzögthiiMMagdeburg und in der Marck, welche von dem kurtz vorherge-henden geschlechte zu unterscheiden ist. An. 1711. besaß sie in deutJcrichauifchen kreise die Ritler-güther Gollwitz, Woltersdorff,Chade, Bretlien, Rogeefe» und Klein-Wusterwitz . Vor Zei-ten hat sie in dem Stifte Merfeburg gewöhnet, dicMerstdur»gische vorstadt, welche jetzo der Neumarck heisset, inue gehabt,und dieselbe an. 1184. an den Bischoff Everhard verkaufet.Es war aber diese Vorstadt damals ein dorf, und hieß das Wer-der, daher» das dabey gelegene vorwerck bis diesen tag das Wer-der genennel wird. Johann von Werder war von an. igSz.bis 1467. Bischoff zu Merfeburg. Ein anderer, nahmens Jo-hann , der an. 1*29. zu Veldkirchen gestorben, ward von demKayser Maximiliano I. zum Hauptmann auf Montfort gefetzt,nachdem er sich in zwölf feldzügen wohl verhalten. Adels Bran-denburgifche geographie, P. I. p. 248. Spangmberlzo Adel-spiegel, P. II.
WerdmüUer, ist eines der ältesten und vornehmsten Patri-cien-gcschlechter ,n Zürich , welches sich in vielen feenlis in undausser der Schweitz berühmt gemacht, und die HerrschafftcNElgvw, Olllishaufen, Heidelberg rc. besitzet. Aus demselben hatsich einer schon an. 1)24. hervorgethan, als der an. izcr. mitder stadl Zürich panner in dem siegreichen streit wider das HauSOesterreich gen Tättweil gezogen, hat sich auch in dasiqerschlacht tapfer gehalten. Otto lebte an. >410. Dieser hat sichan. 1444. als m damaligcin Zürichssriege die stadt von den Eyd-genoffen belagert ward , damit sonderlich signalisiret, daß erden nächst bey seiner Mühle ihm anvertrauten posten mit feinensöhnen und weniger mannfchafft, oder (wie einige chronickenmelden , nach zurüekweisung der zu ihm gcstossenen 2$. mann)allein mit seinen söhnen wider 1000. Berner männlich behaup,tet, deswegen er auch und in anfehung feiner hierdurch demvatterlande erwiesenen treue und tapferkeit an. 144;. in deninnern Rath aufgenommen worden. Er starb an. 1462.Heinrich, em söhn Oltouis, welcher in obermeldtem stürm denkloster-frauen im Oelenbach an einem feil in der wiegen überdie ringmaurcn dargereichet, und nachhero von ftlbiqen wohlerzogen worden , ist mit feinen vier brüdern und einem bruders-sohne an. 1474. und 1476. wider Carolum Andacem von Bur»gund zu feite gezogen, die sich auch vor Elikurt und Murten al-lesamt tapfer gehalten. An. 1499. trug er das Züricher pannerwider Kayser Maximilian l. und den Schwäbischen Bund »Schon vorhero an. 1474. ward er in den innern Rath gezogen ,an. 1489. aber, in dem wider den berühmten ZürichischenKriegs-Hclden und Bürgermeister Waldmann, (von dem a» sei,nein ort ein besonderer artickul) erregten aufstäube nebst vielenandern seiner ehren-stcllc entsetzet, doch an. 1494. wieder desRaths. Er ist an. i;i;. und zwar ohne männliche nach-kommen , abgestorben. Sein bruder Johann hat das ge-schlecht fortgepßantzet, aus dessen söhnen zu mercken: HanSJacob, Lieutenant in der schlacht bey Novara an. 1513.5 er ließsich auch bey dem zweyten Papst - zuge, der zum bcbuf Leo»nis X. unternommen worden, finden an. 1521. des Raths ,sodann an. 1524. Seckelmeistcr und Gesandter an Papst Cle-mentcm VII. An. 1529. in damaligem ersten Cappeler - kriegeward er erster Feld-Hauptmann im Gastart; im andern Cap-peler-kriege aber als Landvogt von Luggaris gefangen ; an»1534. zum andern mal Seckelmeistcr, starb an. 1559. 2.) Hein-rich, dieser hat in den Schwäbischen und Mayländischen kriege»gedienet, auch für das reformatiöns werck einen grossen elfteblicken lassen, indem er nicht allein sich selbst samt feinem jetzt,gedachten bruder in das zwischen Johann Fadri, Constantzifchettvicario, und der Priesterschafft von Zürich gepflogene reliqionS»gefpräch eingelassen, sondern auch wider selbigen einen tractat,genannt der Gyrenrupfen, geholffen aufsetzen , und das RcuSTestament vielfältig unter die armen ansgetheilet, an. ,531».in damaligem Cappeler - kriege Commeadaiit in der stadt Brem»gartcn , und an. 1532. des Raths, starb an. 1548. zwey söhnehinterlassend , a) Otto, von dem ei» eigener artickul folget;und b ) Beat, dessen nachkommenschaffl sich durch vier söhnein so viele annoch florirende äste ausgebreitet. ( A) David, derzweyte söhn, an. 1601. Ralhsherr, hinterließ 3. söhne; unterdiesen zeugte I.) Rudolph («) Hans Rudolphen, an. 1641. Ge-neral-Adjutant, Oberster zu fuß und pferd, und Commendantzu Christians- ■ reis in diensten der Cron Schweden ; an. ,046.Oberster zu diensten des vatterlandes und an. 1648. der Repu»
blick Venedig über aoso.Eydgcnosscn in Daimatien; an. >653.
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