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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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che er an. 1650. geheurathet, zwey söhne und drey töchler hin.teriassen , deren die jüngste verheurathet an den, in grvstemstör an. 1726. annoch lebenden nnd an allen Höfen des H.Röm. Reichs sehr beliebten und berühmten Chur -Pfaltzischengeheimen Rath und Leib-AstediLum , Herrn Joh. Conrad vonBrunn, Baron von Hammerstein. Seine schristen, so von ihinheraus kvNMien , sind : Lxercstationes Anatomie* eorum, quossustulit Apoplexia, mi. 16,8. und vermehrt an. 167;.; Gieutreaqvatie* Historia & Noxae, an. 1679. Sein älterer söhn Joh.Conrad, gebohren den 7. jul. an. 1637, legte sich gleicher ge-stalt unter ansührung des vatters auf die Medicin, gieng nachgelegtem gründe gen Basel , und von dar nach zwey jährengen Leiden, allwo er sich auch eine geraume zeit aufgehalten,und daselbst den gradum Doctoratus an. 1679. angenommen;hiernächst wollte ihn der vattcr nach Paris schicken, er musteaber wegen Unpäßlichkeit nach hause kehren, allwo er sich nochin selbigem jähr 'verheuralhete, dem vatter in seiner weitläuf-tigen xraxi unter die arme griff, und solcher aller orten initgröstem rühm abwartete. An. 1694. wurde er von der Socie-tate S. R. hnp. Natur* Curiosorum zum Mitglied unter demnahmen Melampi angenommen, und an. 1702. zum l'hysicoordinario in Schaffhausen erwehlt , verstarb im junio an.1711. und hatte drey söhne, welche alle in die fußstapfen ihrervorfahren getreten , und Doctores Medicin* worden, unterdenen aber der älteste noch bey lebzeiken des vatters schon indem 29. jähre seines alters an. 1709. an dem ffecken-fieber ge-storben. Der mittlere aber erhielt die charge eines Leib-Mecli-ci bey dem Printzen von Oranien , und bekleidete selbige nochan. 1726. Der jüngere hingegen practicirte im vatterlan-de und hat hiernächst mit herausgebung der von seinemgroß-vatter, Joh. Jacob, geschrieben hinterlassenen vielen ob.fervationen den anmnq gemacht. Obiger Johann Jacob hat-te seinen jüngsten bruder Johannes, gebohren den 19. jun.an. 1033. zur Medicin gleicher gestalt angefrischet, welcherauch in kurtzer zeit unter seiner direction grosse vrogressen ge.macht, und sodann nach Basel und Straßdurg gieng, äll-wo er etliche iahr in Medicina studirte, daraufhin sich einezeitlang in Paris aufhielte; demnach auf seiner rückreise zn Ba­ sel an. 1639. in Doctorem promovirte, und bald darauf zumAssessore Facultatis Mcdicse Basilieniis gemacht wurde. Erpracticirte im vakterlande sehr glücklich, und war dem bruderin seiner weitläuftigen praxi dehülflich , führte daneben starckecorrespondentz mit den berühmtesten Medicis selbiger zeit, schriebauch in die Misccll. Acad. Nat. Cur. Ferner ist eine Epistolacuriosa de Cancris von ihm zu lesen hinter des Sacchsil Gam.marologia. Er starb in der besten blülhe seines alters an einemfeiten-stechen den -o. januar. an. 1670.. > MisceU. Acad. Nat.

Cur. & Manuscript. somit. *

^Verben , tat. Verbena , eine mittelmäßige stadt in deralten Marck Brandenburg , bey dem einflusse der Havel indie Elbe, gelegen. Sie soll von dem Kayscr Henricv t. er-bauet , und zugleich gegen über zwischen der Elbe und Ha­ vel mit einem schlösse, Siegdcrt genannt, versehen wordenseyn. Kayser Henricusll. hat an. 1002. eine zufammenkunftallhicr angestellet, und die Wenden, den Christlichen glau-ben anzunchlnen , bewogen. AIs aber einige jähre daraufdieselben den Marggrafen zu Brandenburg , Dietrichen, ver-jagten , haben sie diesen ort in gründ zerstöret. Ob nungleich der Kayser denselben noch mehr bevestigte , und miteiner starcken besatzung belegte , so eroberten ihn doch dieWenden wieder mit list, und machten die besatzung nieder.An. 1039, erschlugen sie hier auf dem Rathhause drey Grafenund 40. von Adel, auch was sie mehr von Christen in derstadt funden , machten sie theils nieder, theils nahmen siegefangen. An. 1631. nahm sie Gustavus Adolphus , Königin Schweden , ein , schlug sein lager dabey auf, und legteeine veste schantze auf feiten der Elbe, recht in deren Vereini-gung mit der Havel , an , welche aber nicht gantz zu stän-de gekommen. An. 1636. machten sich die Kayserlichen undSächsischen davon meister, musten sie aber nach der schlachtbey Witstock verlassen. An. 1640. ließ Churfürst FriedrichWilhelm die thore und mauren niederreißen, und iahrcs dar-auf die schantze schleifen. Im übrigen ist hier eine ComtureyJohaiiniter-ordeiis, so zu dem Sonncburqischen Hecrmeister-thum gehöret. Entwurfdcrerdie rNarck vrandenburg be-treffenden fachen. Lrandenburgische Staats-geogr.

IVerda, oder wertha, ein städtlein und Amt an derPleisse, in Meissen und dem Ertz-gebürgischen kreise, gegendas Voigtland zu, gelegen. Ehedem war es unter dem Zivi-ckauischen Amte begriffen, jetzo aber ist es Chur -Sächsifch.Der Churfürst Friedrich von Sachsen hat es von einein Burg-grafen von Donin erkauft. Nach der Hand hat Werda einervon Tumshirn besessen , dem es vielleicht versetzt gewesen. Zei.,leri topogr. Sax. sup. p. 191,

IVerden, ist eine kleine stadt in der Grafsthasst Marck, andem siusse Ruhr gelegen. Die stadt ist der Lutherischen reli-gion zugethan, und stehet unter des Königs von Preussen schütz.Es befindet sich aber darin» ein von dem heil. Ludgero, erstenBilchoff zu Münster , an. 790. gestiftetes kloster, Bmedicti-erordens, dessen Adr unter die acfürstcte Prälaten und un-mittelbare Stände des Teutschen Reichs gezehlet wird. Der-selbe schreibt sich zugleich einen Abt von einem andern zu Helm-

städt in dem Wolffenbüttelischen befindlichen Benedidw.. *?«· Wegen der herrschet über die stadt hat der MmDLandes - Herrn lederzeck streck gehabt; es soll abn 2 h.m Churfürsten Fridcrici Wilhelm, zecken sichherrfchafft durch eine gewisse summe gelbes beftenetLhibtuA. G. S. tom. II. P . 306. lmbos. N. P p. 138 Mio fsiiche Staats-geographie. "Miis-

werdenberg, ein städtlein, schloß und dazu gehöre all,Graffchafft, welche gegen morgen an den Rhein , aeaen 7tag an die Herrfchafft Wartau , gegen abend an Ibie SZstr berge, und gegen Mitternacht an die ZürichjscheSax grentzet. In der lange von süden gegen norden e Lsiech etwas über eine starcke Schweitzer-meile, und bSdrey k>rch,viele, als Sevelen , Bauchs und Graps, unÄ1200. mann starck. Das städtlein Werdenberg liegt an! »fue -rines bergcs , und haben die alldasige bürger einiae ü»hecken. Auf einer lustigen höhe des berges .ist das schloßgen, woraufder Landvogt seinen sitz hat. Solches ist idi Ziö9s. da es bey dem einzuge eines neuen Landvvats abqedrcwvwiederum neu aufgebauet worden. Diese landschaffi a,geschlacht und fruchtbar , und die einwohner sind ineißensbauers-Ieuthe, welche ihre Nahrung aus der vieh-zucht und demackcrbau ziehen ; odwol sie sonst auch gute soldaten abgeben,und in ausländischen diensten sich gerne gebrauchen lassen (4stunde vor zelten diese Grafschafft unter eigenen Grafen 'diesesnahmens, (siehe den folgenden art.) vor deren gänzlichem ab.sterben sie schon in andere Hände und nahmentlich ai, die Gra-fen von Mosap gefallen, ausweichen Johann Peter selbige an148;. nebst der Herrfchafft Wartau an den Canton Lucern um21000. si. verkauffet, von welchen sie an. 1493. auf gleiche weistan die Freyherren von Castelwart um 22000. ff. gebracht wor-den , welche zugleich für sich und bie, Grafschafft das bürger.recht zu Lucern angenommen, das land aber schon an ,49zan die jungen Freyherren von Hewen wiederum kaußich für24000. st. übergeben, von denen sie endlich an. 1317. an denCanton Glarus ausgleiche weise um 21300. st. mit gründ undgrad, wohn und weyd, holtz und wald erlassen worden. 511 .lein schon an. 1323. erregten diese Werdcnbergifche Unterthaneneinen aufstand wlder ihre Obrigkeit zn Glarus ; als sie aber die.fe schon würcklich mit bewehrter mannschafft im anzuge wider siebegriffen sahen, ergaben sie sich zum gehorsam, und erkanntensich tchuldig in einem ihrer Obrigkeit zugestellten briefe, von de.ren sie hingegen an. 1363. eine schriftliche ehren-verwahrnis zu.samt der freyheit in kriegs-auszügen ein eigenes fähnlein zu süh.ren, erhielte». An. 1638. ist von den Catholifchen Glarnern Cttbevogtung dieser Grafschafft den Evangelische» allein überlassenworden. An. ,667. ward ihnen von dem Land-Rathe zu Gla,rus über eiuige klags-weise angebrachte das weyd-undwal«dungs-rccht sowol als die haushäbliche Niederlassung der Giar-ner in der Werdenbergischen Grafschafft anbelangende Punctenwillfahr zuerkannt, auch deswegen ein besiegelter brief zuge-stellt , wiewol ohne vorwiffen der Lands-gemeinde und mit vor.behalt der Landeü-Obrigkeitlichen hohen rechte» und regaiieu.Als aber die Werdenberger in nachgehender zeit bey verjfhiede-nen anlässen damit viel aufhebens gemacht, und derowcgcnendlich die fache an. 1703. für die Lands-gemeinde erwachsen,so ward ermeldker brief zu folge des ergaugenen fchlusses wie.derum zu Handen gezogen, auch nachhcro dessen resiitiilio»,als den regalien der hohen Landes - Obrigkeit nachtheilig, ver.weigert; dannenhero sich die Werdenberger zu empören anhu-ben, und an. 1719. dem neuen Landvogt die Huldigung versag-ten. Diese unruhe wurde zwar das folgende 1720. iahr durchdie von der Eydgenoßischen Tagsatzung an sie abgefertigte Ge.sandrschaffl gestillet; allein nach deren abschied erregte dieses vvlckgar bald wiederum einen neuen aufstand, so daß endlich dieLandes-Odrigkeit zu Glarus , nachdem noch ein ernstliches ab.mahnungs-schreiden von der Tagfatzung au. 172,. vergeblich ausie abgegangen, zu den waffen griff, und das schloß mit maun.schafft besetzte; worauf das hierdurch erst recht in Harnisch ge-brachte volck würcklich gegen selbiges angezogen kam , sich aberauf verspürte gegenwehr sogleich wiederum zurücke zog, dainzwischen 1900. mann Glarnerischen volcks im anmarsch gegen -die Grafschafft begriffen waren; allein, ehe diese noch die gmi-tzen berühret, unterwarfen sich die Werdenberger wiederumihrer Obrigkeit, zumal da zu dem eingejagten schrecken auchein krafftiger zufpruch von einer aus Zürich abgeordnetcu M-sandtschafft kam. Daß aber auch dieses mal das übel nicht ausdem gründe gehoben worden, erwiese sich sofort nach übcistan.dener gefahr, da sich nemlich die Werdenberger neiierdlugszusammen thaten , eine brücke über den Rhein schlugen, alleObrigkeitliche befehle hindan setzten, nnd als wiederum 8°»-mann von Glarus wider sie ausgesandt wurden , in die Zmi>chifche Herrfchafft Sap entflohen. Jedoch es währte nicht lawge, so krochen sie nochmals zum creutz, wurden auch nochmai.in einer den 31. dec. an. 1721. st. v. gehaltenen Lands-gemcincevermittelst geleisteter Huldigung aufgenommen, undaufinttr-cesuvn der hiedty gegenwärtigen Zürich -und Bernerischen G"sandten, lediglich mtt geld-busse, so auch mit verwestimg der«jenigen, welche von selbst landflüchtig worden, und mlt cinuc.hung der ihnen zugehörigen güther, abgestraft. Guter. Knst··p. 217. Stumpf, üb. X. c. 29. Spangender^s Adel ivleg«,?. I. üb. X. L. 13. Lucä Grafen-saal. Merc. h-it. an. < 7 2: , m ffebr. ,/. tut. TscbuU. relat. bist. polst, de Comit.

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