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seine Aussprache vollziehen. Sein Erwachen, seineHerrschaft und seine Erhebung auf seinen, ihm gebüh-renden Thron ist der Endzweck der Welt. Gewiß wirddieser Gott in uns, dieser furchtbare und heilige Richtn:zulezt doch sein Meinherrschcrrecht behaupten, und eineso fürchterliche Stärke erhalten, daß nichts mehr ihnverdunkeln oder betäuben wird. Durch alle jene Anstal-ten der Natur, und Stuffengänge der Kultur soll nurseine Stimme laut, und so durchdringend werden, daßkeine Gewalt sie schwächen, kein Geräusch sie über-schreien, keine Kunst den Richter mehr einschläfern kann.
Dazu ist nun der Religionslehrer aber auch nurdazu der menschlichen Gesellschaft nüzlich, daß er dieGebote des Gewissens hervorziehn, erklären und geltendmachen soll. Andere Stände oder Bcrufsarten wecken,entfalten, und üben andere Vermögen der menschlichenNatur. Der Geistliche soll der Erzieher des Gewissensseyn, eine Aufgabe, die um so schwerer ist, da dieBildung dieser Kraft die Mitwirkung jeder andern Kul-turart erfordert.
Der Geistliche soll seine Mitbürger durch Unterrichtund Ermahnungen dahin bringen, daß sie sich der Lei-tung des Gewissens freiwillig überlassen. Er soll ihnenunzweifelhaft klar machen, daß gegen seine furchtbareMacht keine Flucht hilft. Er soll die Ueberzeugungbei ihnen auf jede Art zu bewirken suchen, daß es zuBotten und Gehülfen Himmel und Erde, Naturereig-nisse, und Menschenschicksale, bürgerliche Verfassungund gesellschaftliche Bildung, Kräfte des Geistes undEmpfindungen des Herzens hat; daß diese Dinge nurfür das Gewissen da sind, und w» wir nur hkrflieh'n.