Band 
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(No. 40 - 78)
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Freyheit.

N.o 49.

GleiMM

Oberrheinische Zeitung.

Basel , -en rzten April 1798.

Französische Republik .

Havre, deu ^r Germma! (»- April.) Gestern nmrc> Uhr des Morgens brachte ein Kurier folgenden BriefMit:

Gavenelle, den 20 Germinal. Schiffskapi-tän, I- Joseph musk.yn , Commandant derFlottille derRepub ik/ an den B- Labreteche, Chefdes Ek.umajoro u>rd der Unternehmungen zur See.

Bürger! Die lebhafte Kanonade, die Sie gesterngehört haben, ha! sich wirklich zu unserm Vortheilgeendigt: wir haben das Schiachtfeld erhalten; undwenn wir nicht das Glück gehabt haben Ihnen eine eng-lische Fregatte nach Harre zu senden, so kömmt es nurdaher, weil die Ebbe den Kanonicrfchiffen nicht erlaub-te sich eine Fregatte zu zugesellen, welche während vierStunden an einer Sandbank scheitern konnte. Diezweyte Kanonade zwischen 12 und » Uhr des Nachts,war das Feuer der Flottille, das ich aufhören und wie-der anfangen ließ, sobald ich wußte, daß die Kanonier-barken die Fregatte nicht mit sich nehmen konnten.Die Soldaten können noch nicht schwimmen, und dieBesatzungen sind noch nicht stark genug, um einen Mei-stcrstreich zu unterstützen: überdies wissen Sie, daßman bey Nacht nicht allemal thun kann, was manwünscht. Mit Vergnügen werden Sie vernehmen, daßich keinen einzigen Verwundeten habe, und daß diefeindlichen Fregatten übel zugerichtet sind. Im Augen-blick, da ich dieses schreibe, befinden sich auf derRhede zwey große Fregatten, und ein Schiff von 74Kanonen. Gruß und Brüderlich-.

Unterzeichnet I- I- Muskryn.

Tünkirchm, den 8 Germinal ^28 Merz). HeutAbends zwischen z und s Uhr, wird man eine von denKauomerichaluppen vom Stapel laufen laßen die derB- Chcnwagne verfertigen ließ. Es ist di^ erste vonSo Kattomkrcyaiuppry, welche nach dem Befehl der Re-

gierung hier von Stapel lausen werden. Um den z-,dieses Monats (,y April, werden <0 bis is andere, de-rcn Verfertigung weit fortgerückt ist, nachfolgen.

Paris . Rath der ;cc> Sitzung des 2; Germinal(den 14 April). Die Tagesordnung stellte die Unter-suchungen über das Gesetzbuch der Marine dargestelltdurch Ludotan. Dieser Vorschlag enthält 14 verschiedeneTitul. Der erste derselben, welcher dckretirt ward, be-stimmt die vorläufigen Ordnungen, betreffend die Er-klärung und Beschaffenheit der Verbrechen zur See. Derzweyte Titel enthält die Herzählung der Disciplinfehler,und in dem dritten findet man die Strafen auf dieVerbrechen. Das Direktorium schickt dem Rathzwey Botschaften. Durch die einte stellte es die Unzu-länglichkeit der Fonds dar, aus denen die GemeindeParis ihre Lokalausgaben bestreiten sollte. In derzweyten erinnert es, daß es den Rath schon zum zwey,tenmal eingeladen habe, die Mittel anzuweisen, diedurch das Gesetz vom 9 Vendemiaire (27 Herbstm. 1797)decretirten ois Millionen für die Ausgaben des ü Jahrsvollständig zu machen. Die Maasregeln, welche beyden gegenwärtigen politischen Umständen genommenwerden sollen, gebieten unaufschiebitch das Defizit auszu-füllen. Beyde Botschaften sind an die Finanzkom-mission überwiesen worden.

Sitzung des 26 Gcrminal. Die Centralverwaltungder Sambre und Maas begehrt zu wissen, ob das Ge-setz Karls des ;ten vom Jahr 1521, das den religiösenGesellschaften verbietet, liegende Gründe außer dem Ge-biete von Liege sich anzuschaffen, und das Zugrecht we-gen solchen Gütern bewilligt, annoch gültig sey ? Aneine besondere Commission übertragen. B. Saint-Hornet übergicbt im Name des Rcchtsgelehrten B.Saynicr eine vollständige Ausgabe eines Cnminalge-setzbuches. Dieses Werk mit Sorgfalt ausgearbeitet,und mit erläuternden Anmerkungen begleitet, hat um