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24 N. II. der Neuen Zeitungen
Koͤniglichen Capellmeiſters kam, die er kurz hernach dem Abtvon Breteuil abtrat. Auf Befehl des Regenten mußte erſich 1718 in ſeine Abtey nach Anchin begeben, und wurdeerſt 1721 wieder nach Hofe gerufen, worauf er der Wahl Be-nedicts des XIII. in Rom beywohnete, und acht Jahre langdie Franzoͤſiſchen Angelegenheiten beſorgte. Sein Anti-Lu-cretius, welchen er in der Abtey Bonport angefangen, beſte-het aus acht Buͤchern, davon jedes tauſend zwoͤlf hundert,bis dreyzehnhundert Verſe hat. Er beſtreitet darinne die Epi-curiſchen Lehrſaͤtze, die der Poet, nebſt allen gefährlichen Fol-gen, angenommen hatte, Einige Unterredungen, die derCardinal mit Herrn Baylen gehalten, haben Gelegenheit da-zu gegehen, und die Carteſianiſchen Lehren ſind darinne inihrer völligen Stärke angebracht, die Einwuͤrfe der altenund neuen Weltweiſen zu beantworten. Die Schreibart iſtnach dem Muſter des Virgil , welchen der Cardinal vorallen andern Dichtern hochſchaͤtzte, eingerichtet, doch iſt diesſelbe mehr ein Original, als eine Nachahmung, ſo wie Vir-gilius ſelber dem Homer gefolget. Die Herzoge von Maineund von Bourgogne haben dieſes Gedichte, theils ganz, theilsAuszugsweiſe, uͤberſetzt, und Herr de Mairan, welcherdieſe Lebensbeſchreibung verfertigt, macht ſich anheiſchig, eseheſtens zum Druck zu befoͤrdern. Die große Sammlungdes Cardinals von Alterthuͤmern bezeiget ſeine Neigung vorgute Kunſte. Er ſtarb zu Paris den 20 November 1741, imachtzigſten Jahre, an der Waſſerſucht.
Saag.
Bey Johann Martin Huſſon iſt unter der Preſſe: L Hi.ſtoire de Charles XII. Roi de Suede, traduite du Suedois de Mr. J. A. Nordberg, Docteur en Theologie,&c. Tomepremier,” Der Herr Verfaſſer ſaget in der Vorrede, daß erin den Feldzuͤgen worinnen er den König Carl begleitet, diemerkwuͤrdigſten Begebenheiten, die dabey vorgegangen, ſorg-faͤltig aufgezeichnet. Weil er aber nachgehends ſeine Arbeitziemlich unvollkommen befunden, hahe er dieſelbe zurück gezlegt, doch in der Abſicht, ſie einem Schweden , der die Ge-ſchichte des Königs beſchreiben wollte, mitzutheilen. Er ansderte dieſen Entſchluß im Jahre 1731, und brachte ſeine Pa-pviere in Ordnung. Doch verſchiedene Schwierigkeiten un-terbrachen fein Vorhaben, das Leben des Königs ö zu
geben,
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