von gelehrten Sachen, 1743. Jan. 25
geben, bis endlich die Erlaubniß, das Königliche Archiv nachGefallen durchzugehen, ihn aufmunterte, dieſer Arbeit ſichvon neuem zu unterziehen. Er fäͤllet im folgenden ein Urtheilvon des Herrn Voltaire Leben Carls des XII, welches ervoller groben Fehler zu ſeyn behauptet. Von des Königs Au—fenthalt in der Turkey hat er in dem Archiv ſchoͤne Nachrich-ten gefunden. Die Kriegsthaten ſind aus dem Tagebuchedes Herrn Guſtav Adlerfelds, die Muͤnzen aber, welche desKönigs Leben erlaͤutern, aus den Sannnlungen des HarvnRalamb und Ehrenprens, genommen, wozu der FranzbſiſcheUeberſetzer verſchiedene andere, welche Herr Nordberg ausge-laſſen, hinzugethan.
Nachdem die bisherige Sammlung der auserleſenen Kan-zelreden, welche unter dem Namen Theophilus und Sinscerus hieſelbſt herausgekommen, durch das Abſterben desHerausgebers derſelben, Herrn Philip Kohls, unterbro-chen worden; der Verleger aber ein fo ſchoͤnes Vorhaben dochnicht liegen zu laſſen, ſondern vielmehr in einen beſſern Gangzu bringen, geſonnen iſt; ſo hat er ſich alle Mühe gegeben,den hieſigen Herrn Paſtor Friedrich Wagner zu Ueberneh-mung der Aufſicht über die fernere Sammlung zu bewegen.Seine Bemuͤhung iſt ihm endlich ſo wohl ausgeſchlagen, daßder Herr Paſtor ſich unter gewiſſen Bedingungen dazu ent-ſchloſſen. Es wird demnach ſolches hierdurch öffentlich be:kannt gemacht, und wir koͤnnen ben Liebhabern ber Kanzel-reden die angenehme Hofnung machen, daß, ſo bald moͤglich,wieder ein Theil ausgefertiget werden ſoll. Die neuen Stitzcke werden keine eigentliche Fortſetzung des vorigen Werks,ſondern eine beſondere fernere Sammlung von geiſtlichen Re-den/ ſeyn, fo daß die vorhergehenden 6 Theile vor ſich bleiben,und nun wieder von neuen der erſte, zweyte, dritte Theil, 1unter der Aufſicht und dem Namen des Herrn Wagners ansLicht treten werden. Die gewöhnliche Geſtalt bleibt zwar un-verandert; was aber der Herr Paſtor bey der übrigen Einrich—tung noch vor gut befinden ſollte, wird derſelbe in der Vor-rede zum kimftigen erſten Stucke melden, Es erfijchet dem.nach der Verleger fo wohl diejenigen gelehrten Männer, welche durch ihre Beytraͤge die erſtere Sammlung anſehnlich ge-macht, alz auch andre geſthickte Lehrer unſerer Kirche, ihregeiſtliche Reden/ welche fie zum k und Erbauung der Ge-
5 meine