«88 Andächtige BetrachtungeniKÄEnn welcher Mensch wider GO« edv gesündigt / und GOttes Mgnad vw ,dient hat / wie wtl er von ihme begnade!seyn ? Wie mag dieser wollen Ruhm und ,Ehre habcn/deme Straff gebühret ? Der dasemc Sünde nicht erkennet noch buffet/ und ,doch Belohnung fordern darff/ der erzürnetnur den Richter. Dieser spottet den König/ ,welcher die Straff verdient hat/ und dochein Kleinod fordert/ also verbittert ein när- ^ srisch Kind / seins Vattern Hertz wider sich/ iwelches denVatter geschmähet hat/und doch ^ .für gethaner Abbitl / sich der Mütterlichen „Erbschafft unterfangen wil. Was hab ich «denn/HErr mein Vatter verdient ? Ich habden Todt verschuldt/und bitte doch ums ke» -den. Ich hab meinen König erzörnt/und bin »doch so unverschämt / daß ich scinerHülff ^ ^begehre. Ich hab den Richter veracht/und ,,scheue mich doch nicht/ seines Beystands zubegehren: Ich hab dem Vatter nicht gehör» ^chcn wollen / und vermcyne doch' er werde !mein Beschützer seyn: Weh mir/ wie komme ,,ich so langsam. Wie eile ich so schwerlich: I,Weh mir/ nun lauffe ich/ nachdem ich schonverwundet bin / da ich doch wohl hätte den ^Pfeilen entfliehen können. Ich hab mich für -den Pfeilen nicht fürgcsehcn/ und bckümme» ,re mich nun/ wegen des Tods / der mir nahe ;ist : Ich hab Wunden mit Wunden verbun, -den/ denn ich hab mich nicht geschenkt Sun» ^de über Sünde zu begehen. ! »
Ich hab meine Wunden mit neuer Misse» -that besprengt: Denn ich hab meine Miß»'Handlung/ mit neuen Sünden verdoppelt/