Perſieren 2,
Griechen.
Roͤmeren 4.
Teutſchland
auff gang.
Als aber Balthaſar der letſte Babylonier Konig Gott geleſteret/ vnnddie heiligen geſchirꝛ mißbꝛauch et hat Gott den mannlichen Helden Cyrum
ein Perſter erwe
dien bezwungen/ die erſte Monarchey ge
gt/ welcher die ſtatt Babylon eroberet/ Aſſyrien vnnd Me-endet/ vnd die andere auff die Per-
ſier gebꝛacht/ da man zalt von anfang der welt 3404 far. Dieſe hat faſt underschen Kömgen/ in zweyhundert jar/ biß auff Darium den letſten Koͤnig geweret/ ſo von dem Gꝛoſſen Alexander überwunden. Es warde dieſe andereMonarchey durch die ſtlbere bꝛuſt vñ arm bedeutet. Under jren haben auchdie Griechen jre fürnemſten thaten vollbꝛacht. darum̃ fie auch mehꝛthell jre
Hiſtoꝛien von den Perſteren angefangen.
Die dꝛitte ehꝛine Monarchey gehoͤꝛt den Griechen zu/ welche Alexander/
ſo den Oꝛient bezwungen/ nach
arij todtſchlag angefangen/ da man zalt
3634 jar. Alſo hat ſich begeben/ daß letſtlich der hoͤchſte gewalt auff erden außAſien in r., kom̃en. deßhalben auch allgemach die tuget bey den A-
ſtaneren angefangen abzugehn/ vnnd bey den Europeeren/ voꝛab den Kö,
meren/ zu zenem̃en. Sie hatt faſt in zoo jar geweret/ biß zu Julio dem erſtenRoͤmiſchen Keyſer/ welcher ſiben vnd viertzig jar vo: Chꝛiſti geburt Pom-pelum überwunden/ allein geregleret/ vnnd der Gꝛiechen Monarchey auffdie Romer gebꝛacht. welcher ſich auch zu erſt einen Key ſer vnnd Oberſten
Feldherꝛen auff erden genennet.
Alſo hat Julius Cefar die vierte vnd letſte Monarchey/ ſo durch die eyſi-ne ſchenckel bedeutet/ mitt gewalt vnd groſſem blutuergieſſen an gefangen/da man zalt von anfang der welt zorg/ vnd nach der ſtatt Rom erbauwungpos jar. Diſe hat er Reyfer Auguſto vnd deſſen nach faren verlaſſen/ biß leſt-lich über zyo jar das Keyſerthum̃ zertheilet/ vnd der ein Herꝛ in Oꝛient/ derander in Occident gewonet. Es haben aber die Teutſchen vmb das zes jarnach Chꝛiſti geburt diſes fo in Occident beſtandẽ/ durch jr manheit zu bodẽ
gerichtet/ vnnd leſtlich der welt Monarchey vnnd Keyſerthum̃/ ſo halb ey-
ſin vnnd halb yrdiſch/ vmb das Loo ſar auff jhꝛ volck gantz loblich gebꝛacht.Damitt auch dieſes bey jhnen beſtendig/ wurden gantz weißlich deß ReichsChur fürſten geoꝛdnet/ welliche ye den fürnempſten Teutſchen Helden zu ei-nem Key ſer erwehlen/ auff daß allſo die ware Religion vnnd gemeine fridauff erden erhalten wurde. Wann auch dieſe Monarchey durch der Für ſten zwyetracht oder farleßigkeit zergehen/ werden ohne zweiffel alle ſtendinn der Chriſtenheit zerrittet/ vnnd muß bald der welt end hernach vol-gen: welches man dann eigentlich auß deß heiligen Daniels Pꝛophecey ver-
mercken kan.
Weil dann die Teutſchen letſtlich deß Romiſchen Reichs hohe Mayeſtermit ſampt der letſten Monarchey auff ſich genom̃en/ vnd dieſe yetz in die 768jar mit aller außlendiſcher voͤlckeren verwun derung(auß Gottes gnaden)bey jnen erhalten/ hat ſich auch begeben/ daß Tentſchland mit Religion/ gn-ten künſten/ waffen/ geſatzen/ vnd gebeuwen auff das hoͤchſte bezieret/ vnndſich ſelbs mit allerley tugendten weit übertroffen/ ſo doch die vialten Teut-ſchen mehꝛtheil dieſer ſtucken gemangelt/ vnnd allein durch jhꝛe waffen vndgroſſe mannheit verruͤmpt geweſen/ wie man dann ſolliches auß dem Lesſten Theil dieſer Hiſtorien genugſam verſtanden. Deßh alben ſich begeben/daß Teutſche nation auch allgem ach nach außlendiſcher voͤlckeren tugend-ten geſtellet/ vnnd letſtlich alle anderen weit übertroffen/ vnnd das hoͤch-ſte lob erlanget. Alſo haben wir von anfang der Teutſchen Keyſerthumbdieſen vnſeren Anderen Theil angefangen vnnd letſtlich mitt groſſerarbeit biß zu Keyſer Maximiliani deß erſten Regierung/ auß Gottes
hilff/ vollendet.
In dieſem
ff