Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Zuſchreibũg

anlaß.

perſonen geſtellet/ welche voꝛhin inn dem Latein nit begriffen: Damit derſelbigen nachkommende durch jhꝛer altuoꝛderen tugendt bewegt/ die laſterfliehen/ den tugendten anhangen/ auch die ehꝛ vnd freyheit/ ſo durch jre voꝛ-faren erlanget/ gantz loblich jren kinderen vnd nachkom̃enden auch verlaſ-fen mögen. Es zweiffelt mir aber nit/ daß in verlauffener zeit noch vil herꝛ-licher/ ſürnem̃er Helden vnd Adelsperſonen hin vnd wider in Teutſcher nation geweſen/ ſo jr vatterland auch hoͤchlich durch jre tugendt bezieret/ wel-che doch gar vergeſſen/ vnnd in keinen Hhiſtoꝛien gemeldet woꝛden. welchesvillicht auß der Scribenten farleßigkeit/ oder mitt fleiß beſchehen. dañ weildieſe der gelerten leuten auß vnuerſtand oder hochmut nicht geachtet/ ſeinſie auch von jhnen mit billicher ſtraff inn jhren buͤcheren vnder laſſen/ vnndalſo mitt ſampt jhren thaten vnnd gedechtnuß zu grund gangen. Deßhal-ben ichdieſe auch muͤſſen füribergehen/ ob ich wol allen fleiß angewendet/damitt der hochuer dienten Teutſchen leben/ niemandt zu lieb oder zu leid/ſonder die ware Hiſtoꝛien zufürderen/ inn dieſem Werck fürgeſtellet vnndgeoffenbaret wurden. Wann ich auch etwas weiters von den alten erkun-digen/ will ich diſer durch einen anlaß hernach in dem Dꝛitten theil ehꝛlichemeldung thun.

Die weil aber inn dieſem neuwen Teutſchen buch(Hochwürdig/ Durch-leuchtig Fürſten) die Auſpꝛeiter vnnd er halter vnſers Chꝛiſtenlichen glau-bens/ mit ſampt and ern hochuerſtendigen per ſonen: Deß gleichen alle nam̃-hafften Sürſten vnd Helden/ welche zu friden vnnd kriegszeiten vnſer vat-terland Teutſche nation bezieret/ von dem Gꝛoſſen Keyſer Carolo biß auffKeyſer Maximilianum fleißig beſchꝛiben/ auch(ſo viel müglich) einer vmbden anderen geſetzt/ hab ich auch zwen tugendreiche Herꝛen vnd Patronenwollen außerleſen fo inn Religions ſachen/ guten künſten/ mannheit/ vnndburgerlichen ſachen vnder andere Fürſten hoch verꝛůmpt/ welchen ich mein

fleiß vnd arbeit/ nach altem loblichem gebꝛauch/ dedicieren vnd zuſchꝛeiben

Biſchoffs zuBaſel anſc=hen.

mochte. Als ich mich nun fleißig bedacht/ vnd nit gezweiffelt/ es wurden vielGeiſtliche vnd Weltliche Fürſten oder Herꝛen ein gnedigliches wolgefallenab diſem luſtigen Werck tragẽ/ voꝛab weil jnen mein fürnemen wol bek ant/vnd mehꝛtheil jre gelerten Rath vnd diener treuwlich darzu geholffen/ habich doch dieſem Anderen theil euwer beyde Fürſtlichen gnaden/ als meinehochgünſtigen Herꝛen/ u Patronen erwehlet.

Erſtlich to och würdiger Fürſt/ die weil E. F. G. voꝛfar S. Panthalus dererſte Biſchoff bey den Rauracen an dem Rhein im Oberen Teutſchen landgeweſen/ die erſte Chꝛiſtenliche Kirchen gepflantzet/ die Abgoͤtterey abge-ſteller/ vnd Chꝛiſti Euangelium vm̃ das z jar treuwlich gepꝛediget. darum̃r auch die cronen der marter für fein belonung von der vndanckbarn weltentpfangen. Ob wol aber hernach durch die Barbaren vnnd Heidniſchenvoͤlcker/ namlich Hunnen/ Wenden/ Gothen/ Francken/ vnd Langopartendieſe Kirch zerſtoꝛet fein doch allezeit etliche from̃e Chꝛiſten daſelben mit -ren Hirten verharꝛet/ vnnd Gott gepꝛiſen/ wie man ſolliches bey Adelphioder KRauracen Biſchoff vermerckẽ/ welcher vnder Clodoueo dem erſten Chꝛĩſtenlichen Roͤnig in Sranckreich auff dem Concilio zu Oꝛliens geweſen/ indem ʒoʒ jar. Als auch hernach Carloman deß Haußmeyers Pipini Sohn/vnnd deß erſten Keyſer Caroli großuatter/ der Francken Reich an ſich ge-biacht/ hat er das abgangen Rauracer Biſtum̃ zu Baſel wider auffgericht/vnd Walanum im 742 jar zu einem erſten Biſchoff daſelben veroꝛdnet/ dar-zu mit ſampt Pipino ſeinem Sohn dieſes mit viel freyheiten vnnd güterenbegabet. Es haben ſich dieſe alten Biſchoff gantz wol gehalten/ vnd Teut-ſche nation durch ſre tugendt hoch lich en bezieret. Deßhalben als DE Groß

arolns