Beſchꝛeibung/ der Ander thell. 15
Sachſen / ſo von Keyſer Carle über wunden
vnnd der erſt Chꝛiſtenliche Fürſt bey dieſem
volck woꝛden/ Sohn geweſen. Doch halten jhn erli-che für Wigberti Sohn vnnd Witekindi enckel oderSohnſſun. Als dieſer noch feinem vatter Sürſt innSachſen woꝛden/ iſt er hin vñ wider den neuwen Bi-| hoffen beholffen geweſen/ vnd fürnemlich begeretM die ehꝛ Chꝛiſti zu fürderen. Wie aber zu dieſer zeit dieX Roͤmiſche Kirchen bey den Teutſchen inn hoͤchſtem,| anſechẽ geweſen/ iſt Walpertus auß andacht/ vorab
,,. daß er moͤchte etliche frembde heilthum̃ bekommen/gehn Rom gezogen vmb das 8 6 jar. daſelben hat er von Bapt Leone S. A-levandꝛi( welcher S. Selicitatis Sohn geweſen) gantzen Leichnam entpfan
53 iſt Witekinbi deß Hertzogen inn
* gen/ vnnd mit in Sachſen gebracht. Dieſen hat er harnoch gehn Wigalthin. Hauſen ehꝛlich behalte. Geleicher geſtalt iſt auch bald harnoch Luitholdus*.| der Sachſen Fürſt auß andacht gehn Rom gezogen/ vnd S. Innocentij deß
, Bapſt coͤꝛper mit jhm herauß gefůret/ auß welchem bekandt das die Sachſin ſwen Fürſtẽ geleich von anfang/ als fie bekehꝛet/ einen groſſen eyffer zu dem
une CThꝛiſtenlichen glauben getragen/ fürnemlich begeret Gottes ch: zu fürde-un ren/ vnd durch jhꝛ and acht anderen ein exempel zu geben/ wie denn ſollich esn auch zu vnſeren letſten zeiten bekandt woꝛden. Vrſperg. in Chron.har Babanns Ertzbiſchoff zu Mentz.* r,. 9 Abannß fo Maurus genennet iſt in der Statt g304 M Fuld erboꝛen vnd von juget an in gutẽ künſtenDauffer zogen woꝛden. Er hat auch neben ande-ren Alcuinum den Engellender deß Keyſers Carle| Schulmeiſter gehözet die geſchꝛifft außlegen. Nach7 dieſem iſt er gantz jung inn dem kloſter Fulda ein9 Münch worden. In derſelbigen Hochenſchul hat eride ſich mit ſchꝛeiben läfen vnd diſputieren dermaſſen ge[bi halten/ daß er mitt aller verwilligung daſelben deruh.. vierdte Apt woꝛdẽ. An dieſem oꝛth iſt er ſeinen ſcheffBol MS z linen/ ſo jm Gott befolhen/ vierundzwentzig far mitae, 9 KA Gottes wort vnd gutem exempel wol fürgeſtanden/n d d vnzalbar viel bücher in Heiliger geſchꝛifft beſchꝛiben. Denn er was innn, der Bibel treffenlich gelehꝛt/ vnd in freyen künſten für andere vnderꝛich tet/4 das man in ein Philoſophum/ Oꝛatoꝛem/ Aſtronomum / Poeten vnd Theo-,| logum geh eiſſen/ alſo das weder Italiẽ / noch Teutſcheland wie Trithemius , besenget) bißhar ein ſollichen man erboꝛen: dan er hat in alle bücher der Heie, ligen geſchꝛifft ſeine Com̃entarien vnd gelehꝛte außlegung geſtellet/ die gan* tze Natur geoffenbaret/ vnnd der kirchen zeit jarzaal geſtellet. Wie er dieſes9 mit groſſem fleyß gehandlet/ haben jn etliche Münch angefangẽ zu haſſen/"a und(eb: beſcholten/ als wenn er zu viel dem ſtudieren ergeben/ vnnd deß klo-4 ſters guter vñ recht lieſſe zu grund gehn. Deßhalben warde Rabanus durchm jhꝛboßheit erzürnet/ vnd wolte nicht lenger bey den vndanckbaren leuthenn ſein/ ſonder verlieſſe das kloſter vnd tathe ſich zu dem Keyſer Ludwigen deß
40 groſſen Caroli Sohn/ es hatt jn auch derſelbig freundtlich entpfangen vndlang bey ſich behalten. Als aber harnoch die München jhꝛe tath gerauwenb ij vnd/
burt 825 jar.
Vualprecht Hertzog zu Gachſen. ps chriſtige