Beſchꝛeibung/ der Ander theil.
be Salomon zu einer zeit zwelff Pꝛelaturen gehabt. Under anderefreunden hat Salomon den Hattonem Ertzbiſchoffen zu Mentzliepſten/ durch welches fürderung er leichtlich alles noch gefallen er langer.Ob wol aber Salomõ Biſchoff geweſen/ hat er doch fürnemlich in S. Gal-len kloſter gewonet/ da er auffer zogen woꝛden/ vñ daſelben den Oꝛden angenommen. Er hat auch harnoch dieſem Gotteshauß viel gutes gethon/ vndjm etliche Apteyen(vnder welchen auch Pfeffers geweſen) vnderwoꝛffen.Nach dieſem hat er def kloſters Kirchen koſtlich erneüweret/ S. MangenTempel erbauwen/ vnd zu Abbenzell ein Stifft angefangen/ auch alle vm-ligende oꝛth mit gebeüwen koſtlich bezieret.
Als Salomon dergeſtalt in hoch Teutſchemland in hoͤchſtẽ anſechen ge Sirſten freweſen/ warend Bertholdus vnd Erchinger zwen Hertzogen in Schwaben seiten.gebꝛuͤder/ welchen der Biſchoff von Coſtentz an dem Bodenſee ( mit KeyſerArnolphen bewilligung) etliche gerechtigkeit entzogen/ ſehꝛ erzürnet/ vndnamen jhnen für Salomonem vmbzubꝛingen: deßhalben ſeind ſie vnuerſechenlich in S. Gallen kloſter gefallen/ vnnd dieſen vnderſtanden gefangenmit jhnen hinweg zufuͤren. Er warde aber bey zeiten gewarnet/ vnd flocheghen Turbethal. Auß dieſem oꝛth zeigt er dem Keyſer der Fürſten vnbilligkeit/ vnnd groſſe gefahr an. Als hat der Key ſer die Fürſten ghen Mentz beiruͤffet/ die partheyen verhoͤꝛet/ vnd das vꝛtheil gefellet. Namlich ſie habenbeyde den Keyſer jhꝛ oꝛdenliche Oberkeit verletzet. Deßhalben hat er befolhen dieſe beid zu Mentz in gefencknuß zulegen/ biß man ſie in das ellend verſchicket/ oder mit dem ſchwert richtete. Wie Salomon die ſes verſtandẽ hater mit ſampt Hattone dem Ertz biſchoff zu Mens für die gefangenen beydem Keyſer gebetten/ jh nen verzeichung erlanget/ vnd iſt mit jh nen widereins woꝛden/ diß beſchach in dem 94 jar.
Wie Salomon dieſes vollbꝛacht/ warde er von mencklichem hoch gehaltẽ/ Schimalſo daß er feine Kirchen in friden vñ růw verwalten. Deßhalben als Con; boſſen ſc*radt Keyſer woꝛden/ iſt er gleich inn dem anderen jar(eines Reich/ da man ich.zalt vi0/ ghen Conſtentz kom̃en/ vñ daſelben bey dem Biſchoff mit groſſempomp das Wienacht feſt begangen. Nach dieſem iſt er mit Apt Salomonvñ viel Fürſten in S. Gallen kloſter gefaren/ vñ daſſelbig mit viel freyh eit-ten begabet. Damalen waren Bertholdus vn Erchinger auch zugegẽ. Diesſen hat der Apt durch zwen Bauren feine jeger/ welche wol bekleidet/ einenBären vn Hirtzen geſendet. Sie vermeindten dieſes were groſſe herꝛẽ vondem Adel/ vñ entpfiengen fie gantz ehꝛlich. Als ſie aber harnoch verſtanden/das es angelegte Bauren geweſen iſt der alte haß wider neüw woꝛden. Eshat aber der Keyſer dieſen ſchimpff boſſen verlachet/ vnnd die Fürſten demBiſchoff wider ver ſůnet. Nach dieſem hat er de flecken Stam̃heim dem kloſter geſchencket/ weichen die Fürſten bißhar in deß Keyſers namen beſeſſen/vnd ein ſchloß darein gebauwen: dergeſtalt warde jhꝛ zoꝛn von tag zu taggemehꝛet. Wie nun noch deß Keyſers hinſcheid dieſer Fürſten Candusgt/fo in de ſchloß gewonet/ die einwoner auff mancher ley weiß geplaget/ darzunit abgeſtandẽ/ ob ſie wol von dem Biſchoff gewarnet/ hat ſich begebẽ/ dasauff ein zeit Salomon diſen zweyen gebꝛůderẽ in freyem feld auff der landſtraaß begegnet. Da hat der Biſchoff diſen SFürſtẽ jrer Landuogten freuelangezeigt/ vnnd damit er ſein beger deſter ehe erlangen/ jhnen wider einge-bildet/ wie fie auff ein zeit durch fein fürbitt auß gefahꝛlicher gefencknußerlediget. Als Luithfrid dieſer Sürſtẽ ſchweſter ſohn ein freueler jünglingſolliches erhoͤꝛet/ zucket er von lader/ beſchalt Salomon/ vnnd hette weniggefelet/ er were von jhm erſtochen woꝛden. Inn dieſem lerman wurdendem Biſchoff etlich Reuter erſtochen/ darzu er gefangen inn das 12
gefuůͤret.