Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen

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DS chriſtige nicht gehoꝛſam6et/ iſt er gewaffnet in jhꝛ land gezogẽ/ den Roͤniglichen Siburt 900 jar. zu Pareyß eroberet/ vnd S. Dionyſij Leichnam in Beyerland gehn Regen

Arnolphi ge

machel.

Vngaren be⸗Vtricht vatter erboꝛen.ſchedigen dieChriſtenheit.

ſpurg gebꝛacht/ da er auch noch auff heutigẽ tag in S. Heimerami KRirchẽwelche er reichlich begabet/ růwet. dieſes wirt mit Bapſt Leon deß namensdeß neündten bullen/ ſo in dieſem kloſter behalten/ offentlich bezenget. Dases hat Arnolph dieſe ſtatt inigklichẽ geliebet. Wie fie auch durch die bꝛunſtbeſchediget/ hat er fie erneüweret/ die mauren erweitteret/ die heuſer bezie-ret vnd das kloſter S. Heimerami mit jerlichen gefellen gemehꝛet.

Es hat dieſer Arnolph zwo frauwen namlich Agneſen der Gꝛiechẽ Keyſer dochter/ welche er genommen da er noch Hertzog inn Beyeren geweſen:auß diſer gebar er zwẽ ſohn Arnolphen de Hertzogẽ in Beyeren/ Wein-herꝛẽ den Gꝛaffen zu Schieren. Als dieſe geſtoꝛben name er Luithgarden/welche jm Lud wigẽ den Hertzogẽ in Beyerẽ geboꝛẽ fo noch jm RoͤmiſcherKeyſer woꝛdẽ. Er hat auch ein Edel Kebsweyb/ auß welcher er Jenebaldẽfeinen ſohn bekom̃en/ ſo er ſehꝛ geliebet/ vnd harnoch Koͤnig in Hotharingen gem achet. Sonſt hat er ein einige dochter Bertham/ welche Luthardtdeß namen der erſte Gꝛaffe zu Cleue deß Eberharten ſohn zu einer frauwẽgenom̃en/ von jren Balduinen deß nam̃en den anderẽ/ in der anzaalde eylfften Gꝛaffen zu Cleue/ dañ Richfridẽ/ Waldrichẽ deß Biſchoff zu

Es was Keyſer Arnolphus in kriegẽ ſehꝛ glüdlich/ durch feine fig allethalbẽ verꝛuͤmet: es hatt jn Gott gantz kom̃lich indiſer arbeit ſeligẽ zeit de Reich fürgeſetzet/ damit er ſollich es wider der Barbarẽ manigfaltẽ einfal beſchir men möchte. Dan zu diſer zeit warẽ die hungarẽ ein Scythiſche volck(ſo dach ein anders dañ die Huñen Auatẽ ge -weſen) von de Peucenaterẽ jrẽ nachbaurẽ vertribẽ/ genoͤtiget newe wo-nungẽ zuſuchẽ. dieſe find zu erſt in nider Pañonien gefallẽ / demnach durchTeutſchlãd/ Fꝛãckreich vn Italien gezogẽ/ faſt gantz Europen durch jh:menge wie ein waſſerflut gefüllet/ alſo dz faſt alle Lãdſchafften Teutſchernation der Hungarẽ gruſam̃keit erfarẽ. Es hat ſich der Keyſer diſen mañ/lich wider ſetzet/ an manche oꝛth beſchediget/ auch erhalbẽ jrẽ grẽtzẽ ge-dem̃et/ alſo dz ſich mẽcklich verwũderet. Auff diſes volget ein anderer lermãDañ als damalẽ Behem noch deß Keyſers gefallẽ geregieret/ der FꝛãckKoͤnigẽ mit ewiger bůndtnuß verwãdt/ hatt Arnolph diſes Ʒenebaldẽ detMerꝛhẽ Sclauẽ Koͤnig zu regierẽ befolhẽ. dañ es was jm diſer ſehꝛ liebdz er in auch feine ſun/ ſo m dz Kebs weyb erboꝛẽ/ laſſen auß de Tauff hebẽ mit deſſen namen Zenebalden geneñet/ welches doch ein anfang zu großſem krieg geweſen. Dañ weil die Behem̃en in frembde hand kom̃en/ ſind ſigar von dẽ Keyſer abgefallẽ. Weil auch Zenebald vermercket daß er dutchdieſes neüwe Reich ſehꝛ geſtercket/ war de er ſtoltz/ vnnd griff wider Arnol-phen zu den waffen. Deßhalbẽ iſt Arnolph eylend mit einem gerüſtetem ge-zeug in deſſen grentzen gezogen/ alles weit vnd bꝛeit verher get/ die gebeüwgeſchleyffet/ vnd die fruchtbaren beüm von der wutzel harauß gereutet. Eswas Zeneb ald ab dieſer fach dermaſſen erſchꝛocken/ daß er wie ein überwun

dener friden begeret/ ſeinen ſohn zu einem pfandbürgen hinauß gegeben/

vnd von dem milten Key ſer alles leich tlich erlanget.

Nordmañen Weil nun der Keyſer in deß Reich grentzẽ der Sclauẽ freuelkeit gedem̃

geſchlagen.

habẽ die Noꝛdmañen Bꝛitanniẽ verher get/ auch zu letſt mit einẽ groſſen gezeug jr leger in Lotharingẽ geſchlagẽ/ darzu hin vn wider viel raub hingefuret. Da hat ſich Arnolph über fein volck erbarmet/ ſeinẽ hauffen dahin gefůret/ befolhẽ feine Zelt an dem fluß Mofa auffzurichten. In der zeitrẽ die Noꝛdmannen über die Moſa/ verhergeten das gantze land bey Leitich/ vnnd reitzeten die Tentſchen zu dem ſtreyt an. Alſo begegneten nm

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