Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 51

die Teutſchen zerſtreüwet ohn alle oꝛdnung/ wurden von dem feind über⸗ Chriſti gewunden/ vnd in die flucht gebꝛacht: wie nun die Noꝛdmañen mit viel raub burt zoo jar.

vnd gůt beladen/ ſeind fie wider in jhꝛ gewarſamme gezogen Als der Keysfer diſes vernommen/ verwunderet er ſich ab der Francken zaghett gar ſehꝛ/weil ſie bißhar durch jhꝛe vnüberwintliche leib dem feind noch nie denn ru-cken gezeiget. Deßhalben warde er ſehꝛ zoꝛnig/ bedachte den handel ernſt-lich/ beſamlet eylend einen friſchen hauffen/ fre über Rhein / vnnd ſchlugſein leger abermalen an die Mofa, Es waren die Noꝛdmannen durch voꝛ-. fig ſtoltz/ tathen all jhz macht zuſammen vnnd begegneten dennTeutſchen: wie ſie nuhn zu dem ſtreyt gerüſtet/ ftengen ſie an durch geſp otvnd verachtung den hauffen zu reitzen. Sie bild eren auch den vnſeren ein/wie ſie in nechſter ſchlacht ſchandtlich geflochen pnnd jaͤmerlich vmkam̃en/wie es jhnen bald wider ergehn. Da warde der Keyſer zoꝛnig/ vnd befalhedem gantzen gezeug dieſen feind zufůß anzugreiffen/ damit die Reiſſigẽ nithoffnung zu der flucht hetten/ wie voꝛzeiten auch Julius Ceſar gethon/ daer die Heluetier oder Schweytzer wellen angreiffen. Deßhalben ſpꝛan gendie Reüter eylend von jhꝛen pferdẽ/ griffen den feind mit groſſem geſchreyKn vnd ſchlugen in dieſem grauſammen ſtreyt ye die nechſten zuboden. Alsnuhn Arnolph eines weiſſen Feldherꝛen vnd mannlichen kriegs man amptvollbꝛacht/ ſeind die Teutſchen in der feind Wagenburg gebꝛochen/ vn zal-bar hauffen feind nidergeſtochen/ die fliechenden faſt alle außgetilcket/ vndeinen nam̃hafftigen ſig erlanget. In dieſer ſchlacht wurden auch der Den-nen vnd Noꝛdmannen beyde Konig erſchlagẽ/ vnd zwelff Koͤnigliche Paner/ zu einem zeichen deß ſig/ in Beyerland gebꝛacht. Damalen wurden dieNoꝛdmannen ſehꝛ geſchwechet/ zugen über die Mofa/ blinderetẽ das Pru-mientiſche kloſter/ furten groſſen raub hindan/ vnd wichen auß dieſem gantzen land. Wie der Keyſer der geſtalt den krieg gluͤcklichen vollendet/ zogeer wider in Beyerland..

In volgẽdẽ jar fůre der Keyſer über Rhein / zoge in Lotharingẽ harum̃/ ʒenebald zz

vn warde/ von mẽcklichem ehꝛlich entpfangẽ · als auch Rhudolph deß Cun⸗ 3 ö

radten ſohn vnderſtandẽ Lotharingẽ einzunem̃en/ vnd ſich befolhen eineKonig zu heiſſen/ hat er dieſen genoͤtiget durch die engẽ clauſen zufliechen/auch auß dem land vertribẽ/ vnd ſeinen ſohn Zenebalden daſelben einẽ Koͤnig veroꝛdnet. Nam dieſem hielte er zu Woꝛmbs einen Reichstag / zer-legt mit den Fürſten gar getreüwlich alle geſpenñ im̃ Reich. Damalẽ kameCarle der einfaltig Konig in Franckreich harzu/ brachte jhm viel gaaben/ begeret gantz demutig von dem Keyſer er ſolle in wider in feinem Reicheinſetzen. Dann es hatt in Otto faſt auß ſeinen gantzen Reich vertriben.deßhalbẽ wie er deß Arnolphi gezeug erlanget/ ſeind treffenlich groſſe krieghin vnd wider in Franckreich angangen.

Weil ſich dieſes an anderẽ oꝛthen verlauffen/ warde der Keyſer von Bes Arnolphi ſigrengario vmb hilff angeſuchet. alſo iſt er mit einem gewaltigen hauffen in in Italien .

der Lombarter grentzen gezogen/ vnd eylend Bergomum mit dem ſturmeroberet. Wie im̃ auch Gꝛaff Ambꝛoſtus auß der Statt groſſen widerſtãdgethon/ hat er jhn mit dem ſchwert/ ſchilt waffen/ allen koſtlichen kleide-ren an einen baum gehencket. dergeſtalt wurden jhm alle Stett in Italien geoffnet/ damit ſie nicht auch dermaſſen ſchaden entpfiengen. Als er gehnPlacentz kommen/ iſt er über das Poͤniſch alpgebürg wider in Franckreichgezogen/ den vngehoꝛſam̃en Rhodolphen mit dem ſchwert veruolget/ esiſt hm aber dieſer in das gebürg entroñen. Dergeſtalt warde Zenebald mitder herꝛſchafft bewilligung in dem reich beſtetiget. Hiezwiſchẽ hat Foꝛmo-ſus der Poꝛtuenſer Biſchoff vnd Bapſt zu Rom / welcher von Sergio vnd

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