Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil.

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ſeiner hauß frauw Mechildt Roͤnig Heinrich in Engelland Dochter(von Don Ckrſſewelcher er keine kinder bekom̃en auch mit dem gantzẽ hoffgeſind in Italiẽ geburt 1101gezogẽ. Bey dem Pado hielte er ſtill/ ſendet feine Legatẽ zu dem Bapſt/ lc

damit alle geſpen auffgehebt wurde Vnder diſen Legatẽ ws auch der Aptvon Cluniack/ deß Bapſt blut freund/ welcher feines herꝛẽ befelh treüwlichaußgerichtet/ darzu Paſchalem ernſtlich ermanet/ er welle den Keyſer wel-chẽ er vorhin gekroͤnet/ mit freyheitẽ bezieret/ nit dermaſſen verbañen/auch alſo die abgeſtellet zweytracht wider erneüwerẽ. Da antwortet jm derBapſt der Keyſer ſeye nicht von jm/ ſonder von dẽ fürnempſten gliderẽ derKirchẽ verbañet/ ohne welcher befelh er nicht doͤꝛffen außrichten. Er tatheauch hinzn das der Ertzbiſchoff von Mentz ohn vnderlaſſen anhielte/ vnddurch vielfaltige bꝛieff jn wider de KReyſer anreitze. Weil der Keyſer nitin Teutſchem land geweſen/ giengen hin wider groſſe Lerman/ moꝛdt/raub/ bꝛunſt/ todſchlag/ der landen verhergung an/ nach dẽ einẽ yedẽ ge-fallẽ/ voꝛab in dem Biſtum Meng vn Wirtzburg/ ſo dem Keyſer ſehꝛ zuwider. Dañ er hat de Biſchoff Franckenland entzogẽ/ Cõrado feiner ſchwe-ſter ſon verlihen. Auff diſen jamer volgetẽ grauſam̃e wunderzeichen/ erdbidem/ tonder/ hagel/ durch welche leut vn vieh zugrund gangen/ fuͤrnem-lich zu Ceütich. Deßhalbẽ als Heinrich dieſes vernom̃en/ erſeůfftzet er/ vndbegeret mit dem Bapſt wider fridẽ zumachen. In dieſer zeit ſtarbe Paſchalis/ vnd. von Caietan/ ſo Gelaſtus ij. genennet/ an fein ſtatt.Wie aber der Keyſer nit bey diſer wahl geweſen/ eylet er ſchnell gehn Rom .Als ſich aber Gelaſins von deß Keyſers freündtſchafft abgezogẽ/ vn zanckgeliebet/ hat Heinrich auß vieler Roͤmerẽ rath gunſt ein anderẽ Bapſtgeoꝛdnet/ namlich Burdinum von Hiſpanien den Ertzbiſchoff zu Bꝛach a-ve: dergeſtalt iſt der Kirche zerſpaltung wider angangẽ. Dan es warde Gelaſius vertribẽ/ weich gen Capua / verdam̃et dẽ Key ſer mit feine Bapſt/fo auff de ſtůl geſeſſen. Nach diſem zoge er über das Alpgebürg in Bur gũdſchꝛeibe zu Remis ein Conciliñ auß/ welches er auch zu Wien in Frãckreichmit den ſeinẽ wider den Keyſer gehaltẽ. Er ſtarbe aber nach etlichen tagẽ/ warde zu Cluniack in dẽ kloſter begrabẽ. An fein ſtatt warde Guido derBiſchoff zu Wien / Steffan deß Gꝛauen zu Burgund brůder/ Bapſt erwehlet/ vnd Calixtus geheiſſen/ welcher auch das Concilium fo fein voꝛfahꝛ zuRemis außgeſchꝛiben/ in dem nechſten October daſelben gehalten.

Als aber der Keyſer verſtanden das Bapſt Gelaſins etliche Legaten inTeutſchlãd abgefertiget/ welche offenbarẽ daß der Keyſer verbañet/ auchdaſelbẽ etliche Furſten deß Reichs gehn Wirtzburg zuſam̃en kom̃en/ damitſie jn von dem Reich abſetzetẽ/ warde er ſehꝛ erzürnet/ lieſſe feine gezeng beyder Keyſerin in Italien / kame wider menckliches hoffnung in Teutſchenation. Daſelbẽ hat er der wider parthey ſtett/ flecken/ doöͤꝛff er verherget/auch feine widerſecher ernſt lich geſtraffet/ alſo das die Fürſten für jhn kommen/ vndertheniglichen gebetten/ er ſolle ſich mit Calixto dem neüwenBapſt der Biſchoffen Inueſtitur halbẽ wider vereinbart/ die Kirchenmit ſampt dem Reich befridigẽ/ welches jnen anch der Key ſer wider feinenwillen zugeſagt. Wie aber der Bapſt dieſes verſtandẽ/ ſt er in Italien / vndder Keyſer in Sachſen gezogẽ/ damit ſich ein yeder an feinen feindẽ rechenmöchten; Damalen hat Calivtus den Burdinum in das ellend verwiſen/beſchaͤrẽ laſſen/ ein Münch gemachet. Es gedachte auch der Keyſer wieer Adelbertum die ſtatt Mentz/ ſo gantze Sachſen auffrůrig gemachet/auff den boden welte ſchleyffen: weil ſich aber etliche Fürſten darein gelegt/warde der handel vertragẽ. Nach dieſem warde auch zwiſchen dem Keyſer Bapſt durch Leg atẽ friden gemachet/ voꝛab als der Biſchoff zu.1 arzwi-

Jam er beyden Chriſtẽ.

Bapſt vndKeyſer vers

tragen.