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Gochlierꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen
von chriſti darzwiſchen gehandlet. Namlich es ſolle der Keyſer die gantze Inueſtituigeburt 1101 durch den ring vnd ſtab fallen laſſen/ auch in allen Kirchen ein freye wahl198 vñ weyhung vergönnen/ darzu die Fürſtlichen gerechtigkeit/ ſo er etlichenentzogen/ wider zuhandẽ ſtellen. Hargegen lieſſe jm der Bapſt zu/ das manſolle die Biſchoff vnd Aept in deß Keyſers gegen würtigkeit erwehlen/ vnddieſes ohn allen gewalt/ damit der erwehlte Pꝛelat ſeine regalia vn Sür ſt-liche gezierden durch den Scepter von dem Keyſer entpfienge. Dergeſtalthatt der Bapſt was er begeret erlanget. Dieſe einigkeit warde zu Woꝛmbsbeſchloſſen/ an dem 2 tag Septemb. da man zalt 122 jar.Jamer bey Nicht lang harnach hielte der wey ſe Key ſer mit den Fürſtẽ zu Bamberg den Ceuiſchẽ einẽ Reichs tag/ vnd zerlegt alle geſpen/ ſo zwiſchen den Fürſten angangen:wie er aber in volgende /ar zu Vtrich geweſen/ gienge aber ein Lermã an/welcher von dieſes oꝛth Biſchoff zu ſchaden dem Key ſer/ als jrẽ viel vermelnet angericht woꝛdẽ. Deßhalben warde der Biſchoff gefangen vnd vm̃ geltgeſtraffet. Nach dieſem iſt Heinrich mit ſeinẽ gezeng wider durch Sachſen in Holand gezogẽ/ vñ die vngehoꝛſam̃en wider vnder das Reich gebꝛacht.Er hat auch thertzog Lothar ij ſchweſter/ welche võ deß bꝛuders wege ſtoltz/vnd einen krieg angefangen/ gedem̃et. Weil aher die fach befridiget/ hat erdurch Sachſen in Franckreich wider Konig Ludwig feinen gezeug gefuͤ-ret/ damit er feinen ſchweher Heinrich dem Königin Engelland beholffenwere/ daß er möchte die Noꝛdmãdey vnderſich bꝛingẽ. Er warde aber balddurch der Fact Woꝛmbs abfahl wider in Teutſcheland beruͤffet. Deßhalbẽhat er diſe ſtatt belegeret/ auch die burger ſo ſich ergebẽ vm̃ ein groſſe ſum̃agelt geſtraffet. damalen wurde auch etliche anfenger dieſer aufftůr jrer na-ſen/ obꝛen/ vñ augen beraubet. Zu left hat er jm feines vatters vnfahl fürgebildet/ auch mit allen Biſchoffen vn ſtenden deß Reichs den friden beſtaͤti-get. Inn dieſer zeit was ein groſſer hunger/ dar zu ein grau ſam̃e Peſtelentzalſo das der dꝛitte theil menſchen geſtoꝛben/ vnnd wenig leut erfunden/ ſodie todten begraben oder das feld bauwen wellen. In diſem ſterben giengeauch Bapſt Ealixtus/ Houldrich der Biſchoff zu Eyſtett/ Rucker ð Biſchoffzu Wirtzburg/ Gꝛaue Arnolphus/ vnd viel andere groſſe Herꝛen zugrund.
Reyſers abs
Wie der Keyſer dergeſtalt allenthalben den friden beſtaͤtiget/ auch
ſterben. den RKheinſtram heim ſůchet/ begeret er zu Maſtrich das Pfingſtfeſt zuhalten/ daſelben warde er durch ein ſchwere kranckheit/ ſo er lang verboꝛgen/ernſtlich heimgeſuchet. Deßhalben wie er vermercket daß das end feines le-ben voꝛhanden/ hat er die Keyſerin vnd etliche Fürſten deß Reichs für(id)beruͤffet/ vnd ſich vieler handlung deß Reichs halben mit jnen berathſchlaget/ auch ſich ernſtlich ab deß Bapſt vnd(eines anhang vnbilligkeit ſchwerlich erklagt/ welche jhn vnd ſeinem vatter viel zu leid gethon. Zu letſt hatter die Cron vnnd andere Keyſerliche gezierden inn das wehꝛhaffte ſchloßHarmſtein gethon/ damit dieſe daſelben biß auff der Sürſten zukünfftigenReichstag behalten wurden. Nach dieſem hatt er das Heilig Sacramententpfangen/ vnd iſt an dem z tag Meyen auß diſer zeit verſcheiden/ in demii jar deß Keyſerthumb/ deß Reichs im xx. vñ nach Chꝛiſti geburt in niz.Er was ein manncher Held/ hat einen hohen verſtand/ vnd verachtet feinefeind. Sein leichnam warde mit Key ſerlichem pomp gehn Speyr gefuͤret/vnnd daſelben in vnſer frauwen Kirchen bey dem vatter/ große
uatter/ vnd Aene ehꝛlich begraben.. B
Sab.& Cuſp. in Car,
Wernherus