Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 241Steffan J. Apt zu Cüczel.Sw Teffan iſt von(einer ſügendt an wol auffer-8 zogen/ auch in allen künſten vnnd tugendten. ynderwiſen/ alſo daß er ein frommer vnd ge-lehꝛter man worden. In diſer zeyt lebten dꝛey frommer Gꝛauen von Montfalcon gebꝛůder/ namlich/Hugo/ Amedens/ vnd RKichardus/ welche das nam̃( hafftige kloſter Cützel Bernhardiner Oꝛden dreyN meil von Baſel gegẽ dem Lotharingeſchẽ gebürg' geſtifftet/ vnd mit viel gůͤterẽ begabet/ damit Gottgepꝛiſen/ vnd die jugendt wol darinnen vnderꝛich-tet wurde. Diſes beſchahe an dem( tag Apꝛellen imnn ne 4 far. Es was Lützel das dꝛit te kloſter dieſes Drden/ alſo das dem Apt daſelben viel andere zu Viſttieren vñ heimzuſuchenbefolhen/ vnder welchen auch Salmanſwiler voꝛhandẽ. An diſem oꝛth warde dieſer Steffan durch feine vielfaltige tuget der erſte Apt geoꝛdnet. Wiere dieſes ampt angenom̃en/ hat er es viel jar loblich angerichtet/ vñ mit Alberico dem erſten Pꝛioꝛ daſelben nicht vnderlaſſen/ ſo zu auffgang vnd oꝛ-dnung/ diſes kloſter von noͤten geweſen.
Deßhalben ſich begebẽ das viel gelehꝛter Conuentherꝛen daſelben gewonet/ ſo offt hin vnd wider zu anderen Pꝛelaturẽ beruͤffet/ wie man ſollichesbey Frouino dẽ i. Apt zu Salmanſwiler/ Huldꝛich dẽ i. Apt zu Kayßheim/auch bey vn ſer zeit bey her: Thoma dem Weychbiſchoff zu Straßburg vñBaſel verſtehn mag. Alſo wurde auch die Gꝛauẽ zu Pfirdt bewegt daß fiediſem kloſter viel gutes gethon/ vnd jhꝛ begrebnuß darinnen erwehlet/ wel-chen auch die Gꝛauen zu Habſpurg vnd Fuͤrſten in Oeſterꝛ eich mit groſſerandacht nachgenolget. Es iſt dieſes kloſter durch die tobenden bauren imtej jar uͤbel verherget/ vnd doch harnach zierlich wider durch heren Theo-baldum Hil weck exrbauwen/ wie mir der Ehꝛwürdig her: Rodolph Kucheman diſer zeit Apt oꝛdenlich eroffnet/ als an ſeinem oꝛth weiter ſoll ange-zeiget werde. Als nun Steffan feinen lauff vollbꝛacht/ iſt er geſtoꝛben vndin feinem kloſter ehꝛlich zu der erden beſtattet worden. Chron. Lucell.
Mangoldus Pfaltzgraff zu Tübingen .— 0 Angoldt iſt von den Pfaltzgrauẽ zu Tübin-ZN WN gen wolgeboꝛen/ auch in allen Ritterlichen
bungen auffer zogen woꝛdẽ/ alſo daß er bey
den Fuͤrſten Teutſcher nation inn groſſem anſehengeweſen. Vnder anderen feines leibs vnd gemůt tugendten lieber er fürnem̃lich den Gottes dienſt/ vn
\| fürderer dieſen nach allem feinem vermögen. Deß-6 N balben hat er das nam̃haffte Benedictiner kloſter* 8 3 9= Anh auſen inn dem Bꝛentianer thal vier meil vonA e,,.. Vin in Augſpurger Biſtumb gelegen erſtlich ge-ſl.. ,.( ſtifftet/ vnd mit viel gůteren verſehen da man zaltVER,, 1625 jar. Zu welchem jm auch feine ſohn Walther derBiſchoff zu Augſpurg/ Mangoldt/ Adelberg / vnnd Haldꝛich treüwlich be-holffen geweſen. Es warde wol erſtlich in dem flecken Langenauw nit weitvon Vlm angefangen/ aber bald harnach von deß ſtiffter ſoͤhnen inn dasBrentianer thal gelegt woꝛden/ dieweil mehꝛ holtz vñ waſſer daſelben voꝛ-handẽ. Es iſt dieſe verenderung durch Bapſt Eugenium iij. in dem 149 jar/ᷣ x appꝛobiert
Von Chriſtigeburt 1126.far.
Gelerte leutzu Zügel,
*I 127.