Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 241Steffan J. Apt zu Cüczel.Sw Teffan iſt von(einer ſügendt an wol auffer-8 zogen/ auch in allen künſten vnnd tugendten. ynderwiſen/ alſo daß er ein frommer vnd ge-lehꝛter man worden. In diſer zeyt lebten dꝛey frommer Gꝛauen von Montfalcon gebꝛůder/ namlich/Hugo/ Amedens/ vnd RKichardus/ welche das nam̃( hafftige kloſter Cützel Bernhardiner Oꝛden dreyN meil von Baſel gegẽ dem Lotharingeſchẽ gebürg' geſtifftet/ vnd mit viel gůͤterẽ begabet/ damit Gottgepꝛiſen/ vnd die jugendt wol darinnen vnderꝛich-tet wurde. Diſes beſchahe an dem( tag Apꝛellen imnn ne 4 far. Es was Lützel das dꝛit te kloſter dieſes Drden/ alſo das dem Apt daſelben viel andere zu Viſttieren heimzuſuchenbefolhen/ vnder welchen auch Salmanſwiler voꝛhandẽ. An diſem oꝛth warde dieſer Steffan durch feine vielfaltige tuget der erſte Apt geoꝛdnet. Wiere dieſes ampt angenom̃en/ hat er es viel jar loblich angerichtet/ mit Alberico dem erſten Pꝛioꝛ daſelben nicht vnderlaſſen/ ſo zu auffgang vnd oꝛ-dnung/ diſes kloſter von noͤten geweſen.

Deßhalben ſich begebẽ das viel gelehꝛter Conuentherꝛen daſelben gewonet/ ſo offt hin vnd wider zu anderen Pꝛelaturẽ beruͤffet/ wie man ſollichesbey Frouino dẽ i. Apt zu Salmanſwiler/ Huldꝛich dẽ i. Apt zu Kayßheim/auch bey vn ſer zeit bey her: Thoma dem Weychbiſchoff zu Straßburg Baſel verſtehn mag. Alſo wurde auch die Gꝛauẽ zu Pfirdt bewegt daß fiediſem kloſter viel gutes gethon/ vnd jhꝛ begrebnuß darinnen erwehlet/ wel-chen auch die Gꝛauen zu Habſpurg vnd Fuͤrſten in Oeſterꝛ eich mit groſſerandacht nachgenolget. Es iſt dieſes kloſter durch die tobenden bauren imtej jar uͤbel verherget/ vnd doch harnach zierlich wider durch heren Theo-baldum Hil weck exrbauwen/ wie mir der Ehꝛwürdig her: Rodolph Kucheman diſer zeit Apt oꝛdenlich eroffnet/ als an ſeinem oꝛth weiter ſoll ange-zeiget werde. Als nun Steffan feinen lauff vollbꝛacht/ iſt er geſtoꝛben vndin feinem kloſter ehꝛlich zu der erden beſtattet worden. Chron. Lucell.

Mangoldus Pfaltzgraff zu Tübingen . 0 Angoldt iſt von den Pfaltzgrauẽ zu Tübin-ZN WN gen wolgeboꝛen/ auch in allen Ritterlichen

bungen auffer zogen woꝛdẽ/ alſo daß er bey

den Fuͤrſten Teutſcher nation inn groſſem anſehengeweſen. Vnder anderen feines leibs vnd gemůt tugendten lieber er fürnem̃lich den Gottes dienſt/ vn

\| fürderer dieſen nach allem feinem vermögen. Deß-6 N balben hat er das nam̃haffte Benedictiner kloſter* 8 3 9= Anh auſen inn dem Bꝛentianer thal vier meil vonA e,,.. Vin in Augſpurger Biſtumb gelegen erſtlich ge-ſl.. ,.( ſtifftet/ vnd mit viel gůteren verſehen da man zaltVER,, 1625 jar. Zu welchem jm auch feine ſohn Walther derBiſchoff zu Augſpurg/ Mangoldt/ Adelberg / vnnd Haldꝛich treüwlich be-holffen geweſen. Es warde wol erſtlich in dem flecken Langenauw nit weitvon Vlm angefangen/ aber bald harnach von deß ſtiffter ſoͤhnen inn dasBrentianer thal gelegt woꝛden/ dieweil mehꝛ holtz waſſer daſelben voꝛ-handẽ. Es iſt dieſe verenderung durch Bapſt Eugenium iij. in dem 149 jar/ x appꝛobiert

Von Chriſtigeburt 1126.far.

Gelerte leutzu Zügel,

*I 127.