Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
JPEG-Download
 

J; 2; 25 4 x246 Bochtterzümpter Teütſcher PerſonenDen Chriſti Als auch der Baͤpſtiſche Legat ſelbs zugegẽ/ hat er jn beſtaͤriget/ darzu Fri. 1134 derich der Ertzbiſchoff zu Coͤln gekroͤnet/ da jm dañ alles volck zugeſchꝛau-en wen/ vnd glück gewünſchet/ weil es diſen für andere geliebet.

Beyſer ge⸗ Wie diſes beſchehen/ feind Frid er ich vn Conradt von dem Keyſer abgefalfahr. lẽ/ weil Conradt auch etliche ſtim̃en bekom̃en/ ſich einen Römiſchen

nig geneñet. Nach diſem iſt er in Italien gezogẽ/ vnd zu Modoecia(da er-

wan in Italiẽ der Königen hofflager geweſen)yon Anshelmo dem Ernbi

ſchoff von Meyland gekroͤnet woꝛden.· Er wurde auch auff Rom zugegenſein/ wañ jn nit der groſſe koſten verhinderet. Als aber Lotharius dieſe ge-

bꝛůder mit krieg veruolget/ ſeind etliche jar in dem Reich mancherley par-

theyen vnd krieg angangen. Sürnem̃lich aber har Heinrich der Hertzog in

Beyerẽ Keyſer Lotharij Dochterman/ feinem ſchweher wider Sriderichen

Tonradten fein hilff bewiſen. Dan als otharius Speyr belegeret/ hatHeinrich mit einem auſſerleſenen hauffen deß Rhein geſtad verwaret/ da-

mit er Friderichẽ koͤndte abtreibẽ. Wie auch Fꝛiderich der mañlich Sürſt/ jm

nacht in fein Laͤger gefallen/ warde er von Heinrich inn die flucht getri-

ben Hiezwiſchen ſeind die Boͤhem̃en mit eine groſſen gezeug in Bey erẽ ge-fallen/ auch an der Thonauw alles mit feuhꝛ ſchwert verherget. Es war

de aber bald harnach Zobeslaus der Boͤhem̃en Fürſt dẽ KReyſer wider ver,

ſunet/ erlanget das fein ſohn von Eothario auß dem Tauff gehabẽ. Als

aber diſe beyde n einer gemeinẽ behauſung zuſam̃en kom̃en/ vnd das haußeingefallen/ kamen ſie in groſſe gefahꝛ/ vnd wurde viel auß jhꝛen gůtẽ freun

den ertrucket oder verwundet. Ʒuletſt hat der Ertzbiſch off zu Mẽtz die von

Speyr wider bey dem Keyſer zugnaden gebꝛacht/ vnd hat S. Bernhardt

der Apt von Clareuall Friderichen vnd Conradten mit Keyſer Cothario

wlder verfünet. Dann es was Cotharius ein mañlicher krieg fůrer/ darzu

mit anſchlegen vnd der fauſt gerichtet/ ein liebhaber der ger ech tigkeit/ vnd

aller guten künſten/ darzu den feinden ſehꝛ foꝛchtſ⸗ am. Deßhalbẽ hat er auch

durch gelehꝛte leuth die Keyſerliche Recht wider erneüweret/ vnd befolhen

dieſe auff allen Hohenſchůlen zuleſen/ damit ein yed er Firſt oder vndertho

. nen ſeines ampts erinneret wurde.

Bapſtẽ ʒzwey Hiezwiſchen iſt zu Rom durch zweyer Baͤpſten wahl ein neüwer zwey-tracht. ſpalt angangen. Dañ als Gzegorius erwehlet/ welcher fich Innocẽtium ij.geneñet ſſtellet ſich Petrus Leonis/ fo ſich Anacletũ geh eiſſen/ jm zu wider/

vnd name zu Rom durch fein gewaltig geſchlecht/ den Baͤpſtlichen ſtůl ein.Deßhalbẽ zoge Innocẽtius auf om vn kame in Franckreich. Erſtlich hiel

reer zu Remis demnach zu Pifci ein Conciliũ/ warde an dem Bapſtum̃beſtaͤtiget. Nach diſem zoge er gehn Qeüntich zu dem Keyſer/ bate jn er ſolle

die Kirchen beſchirm̃en/ vnd jhm wider den falſchen Bapſt hilff beweyſen/

wie dañ bißhar die Baͤpſt/ wañ ſie gar kein hoffnung mehꝛ gehabt/ zuthůngewonet. Alſo hat ſich Lotharius gar nit geſaumet/ ſonder einen zimlichen

gezeng auff gebꝛacht/ den Bapſt wider eingeſetzet/ die feind überwunden?

Innocentiñ auff S. Petri ſtůl befkäriger. Deßhalbẽ warde er in vnſersHeyỹland KRirchẽ/ ſo Conſt antini geneñet ein Roöõmiſcher Keyſer Meh-

rer deß Reichs von dem Bapſt gekroͤner. Wie er nun nach diſem feſt wider

woͤllẽ in Teutſchland ziehen/ hat er von dem Bapſt züchtiglichẽ begeret er

ſolle jm der Biſchoffen Inneſtitur/ fo die voꝛghenden Keyſer mit groſſem

lob verſehẽ/ wider zuhandẽ ſtellen. Es wolte aber der Bapſt nit hoͤꝛen.

er was ab dieſer anfoꝛderung traurig/ vnd wolte diſe bitt nit zulaſſen/ die-

weil ſeine voꝛfahꝛen offt vnd dick ſich darumb mit den Keyſeren erzancket/

auch in dem Reich mancher ley partheyen angerichtet. Zuletſt iſt doch dieſe

ſach mit S. Bernhardten vnd erhandlung/ welch er mit dem Keyſer enom