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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 247
Rom kommen/ zerlegt woꝛden. Alſo iſt der Keyſer 2. Italien verꝛucket/ von Chriſtientſchland befridi⸗ 2 1134
Nach diſem hat der gewaltig Keyſer ſeine waffen wider die Mittnechti oiharijſchen voͤlcker gewendet/ auch erſtlich jm den Fürſten in Poland zinßbar ge⸗mannheit.
machet/ demnach auch die Pomeren vnd Rugen feinem Reich vnderwoꝛf-fen. Er hatt auch den Konig in Dennmarck dahin gebꝛacht daß er jhm zuhochhelt deß Reich das ſchwert fuͤrgetragen/ vnd doch(ein Cronen auff ge-habt. Zulerſt hatt er auch von dem Konig in Vngaren mancherley reichegaaben entpfangẽ Er hat Richi ſam zu einer frau wen/ welche Heinrich deßfaiſten Gꝛauen zu Noꝛtheim in Sachſen / vnd Gertruden einer Mar ggre-nin in Sachſen Dochter geweſen. Auß dieſer gebar er feinen ſohn Lotha-rium/ ſo in der jugendt geſtoꝛben/ nach diſem ein Deocch ter Gertrudt/ welcheder Keyſer Heinrichen dem Hertzogen in Beyeren/ fo mit dem zunammender hoffertig geheiſſen/ deß Guelphen bꝛůder/ zu einer frauwen gegeben.Deßhalben als Cotharius kein mennliche erben bekommen/ hatt er ſeinenDochterman auch Hertzogen in Sachſen geoꝛdnet. Alſo iſt deſſen ſohn derjünger Heinrich harnach Hertzog in Sach ſen vñ Beyeren woꝛdẽ/ welch erdeß Pfaltz grauen Dochter zu der ehe genom̃en. Wie nun alle ſachẽ in Teutſchemland wol angeſchicket/ iſt Cotharius abermalen mit einẽ gewaltigengezeüg in Italien gezogẽ. In diſem feldzug hat Heinrich ſein Dochtermanein außer wehlten Reiſtgeñ gez eug mit jhm gebꝛacht auch in dem auſſerenItalien ſchlõſſer eroberet/ welche jm der Keyſer als Reichslehen zubeſitzenübergeben. Wie bald der Keyſer in Italien kom̃en/ hat er bald die von Cremona vnder ſich gebꝛacht/ auch die Hapheyer/ Bononier/ vnnd Taurineräber wundẽ/ vnd daſſelbige gantze land zu einer Pꝛouintz n oder Landuo-25 gemachet. Nach dieſem zoge er über den berg Apeninum/ da jm dann
ncona vnnd Spolet auff geben woꝛden. Auff ſolliches wendet er ſeinenhauffen dẽ nechſten gegẽ Rogerio dem Konig in Sicilia/ welcher der Kir-chengůter anſich gezogen. damalen bezwang er in Apulia vnd Campania viel gewaltiger ſtett/ vnd eroberet die veſten ſ chloͤſſer durch den ſturm.
Wie er der geſtalt geſiget/ vñ Rogerum in einer feldſchlafft ůͤberwundẽ/ Beyſers lob-
hat er Rogerum auß dem gantzen land vertriben/ auch alle guldene ſchen-ckenen/ ſo jm dieſer angebottẽ/ verachtet. Er hat Reginaldo einen dapfferẽmann in der zeit das Fürſtenthum̃ in Apulia vbergeben. Diſer QCQothar iushat ſo viel in. außgerichtet/ das jm nach dem groſſen Keyſer Carlekein anderer Keyſer mogen vergleichet werden. Wan er auch nicht viel zubald geſtoꝛben/ wurde er ohne zweyffel durch fein mannheit vnd frombkeitdas Ad miſche Reich wider inn fein voꝛghende wür digkeit gebꝛacht haben.Deßhalben kame er mit einem groſſen Triumph wider durch dat Triend-tiſch thal/ warde zu Veron kranck/ vnnd ſtarbe zu letſt in einem ſchlechtenbaurenheüßlein zwiſchen dem Zech vnd Jun in dem iz jar ſeines Reichs/ vñdef Key ſerthumbs im). Sein leich nam warde außgeweider vnd von dannen durch Augſpurg vnd Franckenland mit groſſem leid in Sachſen gefů-ret/ auch inn dem kloͤſter Luther/ welches ey gebauwen mitt Koniglichempomp begraben. Man legt auch von bley Lam mel hinzu/ in welchen feinerathen beſchꝛiben vnd den nachkommenden fürgeſtellet/ damit ſte nicht 30grund giengen. Es hat Heinrich der Hertzog in Beyeren fein Dochtermandie Keyſerliche gezierden zůuerwaren hinderſich genommen wel-cheharnach Keyſer Conradten dem dꝛitten mit ſampt demReich übergeben. Otto Phryſ. Blond. Sab.
& Cuſpin.
Huldrich
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