Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonenpochriſi g Albertus Bꝛaf zu Rauenſtein vnd Irtzenberg.

* VAL gen| ug Ebertus iſt auß der Gꝛafen Ranenſtein ge-

K. A ſchlecht wolgeboꝛẽ/ vnd in allen ritterlichen y

bungẽ aufferzogen/ dz er ein nam̃haffter Her:

zu feiner zeit woꝛden. Damalen hat jm Keyſer Con

I J radt ij. auß S. Bernardts ermanung eine feldzug

. h in das Heilige land zuhanden zunem̃en/ den Chiiſcẽ

.© hilff. vnd die Hayden zubeſchedigẽ für-

8 J S genom̃en. er hat auch dieſen Albertum ermanet/ dz

2. er ſich auch wolle in dieſen feldzug begeben/ welches

8= Albertus freywillig gethon/ vnd durch(ein mann-

VA Sm) SS 3 heit ein groſſen namen erlanget. Er hat aber ein ge

w ZEN! lübde gethen/ wañ jm Gott wider friſch geſund

heim helffen/ woͤlle er Gott vn(einer muter zu ehꝛen ein kloſter ſtifften. Wie

er nun fein reiß glücklich vollbꝛacht/ vnd wider heim kom̃en/ hat er dz nam̃-

haffte Benedictiner kloſter Elchingẽ/ ein meil vnder Vlm auff einem berg

an der Thonaw gelegẽ/ mit groſſem koſten eilends angefangen/ vnd faſt vo

neuwem erbauwen/ in dem 1142 jar. Dieſes wz vo: 4 jaren erſtlich durch Con

radten den Hertzogen in Sach ſen angangen/ vnd durch ein bꝛunſt bald wi-

der abkom̃en. Es hat dieſer Albertus ein heilige frauwẽ Bertha genennet/

welche durch jr gebett alle ſchneegenß ſolle von dieſer gegne ð Thonaw ver-

triben haben. Wie fie nun alles in diſem kloſter wol angerichtet/ warde An-dꝛeas von Aichh aim der erſte Apt darinnen geoꝛdnet. Bruſch. in Monaſt.

Dietherus I. Apt zu Kaulbꝛunn.

, A de kloſter Weyſſenb urg auff

Q erzogẽ/ durch fein fleißig ſtudierẽ ein ſeh

OD from vnd gelert mañ worden. In dieſer zei

hatt Gunther Gꝛaf zu Leyningen vnd Biſchoff zu

Speyr/ im Wirtenberger land zwiſchẽ Pfoꝛtzen

Bꝛettẽ ein nam̃hafftig kloſter Ciſtercienſer oꝛdens

erbauwen/ vnnd von dem nechſtgelegenen bꝛunnen

D Maumibꝛunn genennet/ inn dem itz jar. zu welchem

im auch Walther ein edler vo Lam̃ers heim ſehn be-

holffen geweſen/ vn fein doꝛff Ecken wier daran ge-

ben/ auch ſelbs eines Leyenbꝛuders ſtath angenom

AL men. Doch warde Guntherus ð rechte Stkffter ge-

nennet/ ſo Choꝛzu Manulbꝛunn wollen begraben werden. Wie

nun dieſes kloſter angefangen/ warde er mit etlichen anderen bꝛuderen von

Weyſſenburg beruͤffet/ vnd der erſte Apt geoꝛdnet. Er hatt alles fleißig an-

geſchicket/ vnd die Thumkirchen wol erbauwen/ welche auch von Arnolden

dem Ertzbiſchoff zu Trier damalen Bepſtlicher Legat/ 14 Maik/ gewey-

het worden. Als er der maſſen wol fürgeſt anden/ alſo daß offt auß die ſem klo

ſter die Aept in andere oꝛt er foꝛderet/ iſt er geſtoꝛben/ vnd von feinen bꝛůde-ren ehrlich zu der erden beſtattet worden. Bruſch. in Monaſt. Germ.

CLmbꝛico Biſchoff zu Wirtzburg.

mia. Mbrico iſt auß der Grafen zu Leiningen ſtam̃en wol geboren. Well

9 einer guten art/ warde er von jugendt an in freyen künſten aufferzogen. In dieſen hat er dermaſſen zugenom̃en/ dz er durch ſeinen ho-

hen verſtand vnd from̃keit allenthalben bekant e ee n,% dz

:| Biſtum̃