Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 255
Biſtum̃ zu Wirtz burg ledig geweſen/ warde er daſelben mit mengliches be⸗ von Chriſtiwilligung Biſchoff erwellet da man zalt uz jar. diſes ampt hat er mit groſ⸗ geburt 1142
ſem ernſt angenom̃en/ vnd fleißig ver walten. Auß dieſer vꝛſach was er Key lar
fer Lothario ſehꝛ lieb/ welcher ſich auch deſſen rhatſchlag in wichtigen ſachẽgebꝛauchet. In dieſer zeit wz bey den Romeren groſſer zwitracht vo zweyerBepſten wilſẽ angangẽ. Da hat Keyſer Lothar ius alle Teütſchen Biſchoffghen Wirtzburg zuſam̃en beruͤffet/ den Anacletum abgeſetzet/ vnd Innocẽtium ij zu einem Bapſt beſtetiget/ welcher auch hiernach tz jar der Kirchenvoꝛgeſtanden. Es warde Lotharius durch dieſes Embꝛiconis weißheit vñfrom̃keit bewegt/ daß er jm dz Fürſtenthum̃ in Franckenland wider zuhan-den geſtellet/ welches vorhin Keyſer Heinrich feinem vetteren Conradtenübergeben. Er beſtetiget auch durch feine bꝛieff/ daß fürohin niemand diſesFürſtenthum̃ ſolle von dem Biſtum̃ Wirtz burg abſůnderen. Deßhalbẽ hat
Embꝛico viel kloͤſter geſtifftet/ vnd dieſe als ſchulen geoꝛdnet/ da die jugend
in allen künſten vnd tugendten ſoll aufferzogen werdẽ/ vnder welchen auchdz Benedictiner kloſter S. Jacob/ ſo in der voꝛſtatt gelegẽ/ eins geweſen/ inwelchem er Macharium eine gelerten mañ zu dem erſten Apt geoꝛdnet. Dergeſtalt warde er nit allein võ Lothario/ ſonder auch vo ſeinẽ nach farẽ Keys! Conradt ſehꝛ geliebet. Wie er aber is jar feiner Kirche wol fürgeſtandẽ/
at jn Keyſer Conradt iij als feine Qegatẽ zu Emanuel dem GꝛiechiſchenKeyſer geſender/ damit durch jn vnder den Keyſeren neuwe freund ſchafftangerichtet/ vnd ander geſpeen deß Reichs zerlegt wurde. Als Embꝛico diſebottſchafft wol vollendet/ iſt er an der heimfart zu Aquilegia geſtoꝛben/ vnehꝛlich begraben worden/ da man z alt iy. Anon. in Epiſc. Herbip.
Vdalſcalcus Apt zu 8. Guldꝛich.
2 VB ſchlecht erboren/ vnd in allen tugendten auffdern,, DO erzogẽ. Dieweil er aber mit einem gutẽ kopffbegabet/ hat er ſich auß liebe Gottes vnd der freyenkünſten gen Augſpurg in S. Huldrichs kloſter ge-thon/ vnd den Benedictiner oꝛden angenom̃en. Erlage aber ohne vnderlaß ob den buůͤcheren/ ſtudier etfleißig/ vnd warde ein ſehr gelerter mañ deßhalbenjn Egino der from̃e Apt faſt geliebet/ vnd allezeitin ſeinen reißfarten bey ſich gehabt. Er was ein gu-ter Poet vnd Muſicus/ vnd über traff in Heiliger
e dll E geſchrifft erkantnuß alle anderẽ Theologos zu fei-ner zeit. Er hat auch von der Muſica ein buch geſchriben/ vnd vieler Heili-gen lebẽ in ein hiſtorien gebracht/ als S. Affra/ S. Huldrich/ S. Moritzen/vnd S. Maria Magdalena . Wie er alſo einẽ groſſen nam̃en bekom̃en/ auchEgino vnd Wollemarus fein nach far geſtorben/ warde diſer Vdalſcalcusdaſelbẽ der Apt erkorẽ in dem uꝛs ſar. Dieſes ampt hat er loblich verwal-ten/ auch durch(einen fleiß anderen ein gut exempel geben. Wie er ð geſt alt
25 jar wol fürgeſtanden/ iſt er geſtorben/ vnnd mitt einer ehrlichen grabge-
ſchrifft zu der erden beſtattet worden/ im ii jar. Bruſch.
Adolphus J. Gꝛaf zu Holſatz.Dolphus iſt bey den Mittnechtiſchen Teütſchen ein mañlicher Held ge3 n mit groſſer weißheit begabet. Deßhalben iſt er von jugend andeß Keyſers Leger nachgezogen/ vnd bey meniglichem durch ſeine tu-gendt einen groſſen nam̃en erlanget. Dañ er was gantz ringferig alle ſachẽ7 y ij zu vollen-
Dalſcalcus iſt auß der edlen vs Mayſack ge; n 42.
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