Von Chriſtigeburt 1150jar.
Weißlich gehandlet.
€ 9.
262 Gochtterꝛuͤmpter Teütſcher Perſonenſaren einen geſpan gefuͤret/ auch weil ſich die Bepſt mitt einanderen erzan-cket/ vnd die Keyſer dem einen angehangen/ haben die andere parthey denKeyſer mitt boͤſem exempelhverachtet/ vnd in bann gethon. Weil auch derBepſten ehꝛgeitz den Keyſeren ſehꝛ mißfallen/ hat ſich begeben/ daß alle zeitgeſpen vnder jnen angangen. Auß dieſer vꝛfach hat auch der from̃e KeyſerFriderich ſiben feld zůg in Italien zuhanden genom̃en/ vnd iſt allezeit ſieg-hafft wider heim kommen. t
Als Frider ich Keyſer erwehlet/ warde er von Arnoldo dem Ertzbiſchoffzu Coͤln in Aach gekroͤnet/ vnd auff deß Gꝛoſſen Keyſers Carle ſtul geſetzet/welches auch bald Bapſt Eugenio angezeiget woꝛden. In nech ſt volgẽdendꝛeyen jaren hat er mit groſſer arbeit vnnd ſonderbarem fleiß zwiſchen denTeutſchen Fürſten(einen vetteren friden gemachet/ welche ſich ernſtlich vmBeyerland erzancket. Dan es wz deß Keyſers großmuter Ag nes nach jreserſten mañs Friderich von Hohen ſtauffen abſterbẽ(auß welchem fie Key-fer Conraden vnd Friderichen Fürſten in Schwaben deß Barbaroſſe vat-
ter erboꝛẽ) Marggraf Lüpolth in Seſterꝛeich vermehlet/ vnd hat is kinder
Keyſers vndBapſts ge-ſpan.
võ jm geboꝛẽ. Vnder diſen ws Luithpold/ welcher de erſtẽ zanck vm̃ Beyerẽangefangẽ. weil er aber bald geſtorbẽ/ iſt dieſer geſpan auff Heinrich feinenbruder erwachſen. Auff ð andere parthey ws Heinrich ð Sürſt in Sachſen/welches vat ter vñ großuatter dz Hertzogthum̃ Beyerẽ beſeſſen. Es hatt asber Key ſer Conradt deſſen vatter Heinrich de Hoffertigẽ durch fein vnge-horſame vo dem Fürſtenthum̃ abgeſetzet/ vn Beyeren dem jüngerẽ Marg-graf Luithpoldo übergeben. Damalẽ hat Guelpho deß Hoffertigen Hein-richen bruder mit waffen den Lüpolden vn Heinrichen abgetriben/ vñ jmſelbs woͤllẽ Beyerẽ vnderwerffen. Dergeſtalt warde vnder zweyen gefrün-deten vñ gewaltigẽ geſchlechten Teütſcher nation ein groſſer krieg angan-gen. Damit nun der Keyſer diſen geſpan auff hebẽ/ hat er mit weiſem rhat-ſchlag ſein authoritet gebrauchet/ vn beyden partheyen etwz groſſes zuge-laſſen. Dann er erkennet/ es ſolle fein vetter Heinrich Beyeren beſitzen/ weiles fein vatter vnnd großuatter innen gehabt. Demnach hat er Heinrichenden Marggrafen feines vatters bruder( fo etwas von(einem Rechten abogeſtanden) zu einem erſten Hertzogen in Oeſterreich gemachet/ vñ fein landmitt viel freyheiten bezieret/ darzu ein theil von Beyeren hinzu gethon. Erhat auch Guelphen feiner muter bruder die March in Tuſcia/ auch dz Für-ſtenthum̃ zu Spolet vnd Sardinia / mit ſampt dem gantzẽ land/ ſo der Gꝛe-fin Mathildis geweſen/ zugeſprochen. Zuletſt hatt er Conradum/ ſo muterhalben fein bruder geweſen/ Pfaltzgrafen am Rhein geordnet/ alſo daß diſealle jres ſtaths vernuͤget.
Nach dieſem hat er den erſten krieg mit der Dennen König gefůret/ wel-cher Lübeck vnnd andere ſtett dem Reich zugehörig eingenommen. wie erauch mit dem feind etlich mal glücklich gefochten/ hat er die ſtatt belegeret/vnd in feine gewalt gebracht. Zuletſt hat er mit den Dennẽ fridẽ gemachet/auch durch ein beſtẽdige bündtnuß dieſes rauche volck an ſich vñ ſeine nach-faren gehencket. Auff dieſes hatt er zu Magdenburg einen Biſche ff geard-net/ vnd ſich der freyheit gebrauchet/ ſo der Bapſt Keyſer Heincich er v 3n-gelaſſen/ namlich daß der Keyſer mogen einen Biſchoff inueſtier en/ wannman inn der wahl zwiſpeltig: es ſolle auch der Biſchoff nicht geweyh et wit»den/ biß er durch den Scepter(eine Regalia entpftenge. Ob wol aber derBapſt lang hierwider gehandlet/ auch hin vnnd har ſeine Legaten geſen-det/ hat doch der Keyſer was er begeret/ vollendet. Nach dieſem zoge er innBeyeren/ verhoͤret deß Eugenij Legaten/ vñ entpfienge zu RKegenſpurg inS. Emerami kloſter(einer kroͤnung halben von dem Bapſt beſtetigung.
Wie