20 1. Theil. 1. Cap. 1. J.
traͤumet/ wie er ſich mit frembder Weiberlieb ergeze:einem Geizigen/ wie er durch allerhand Vortheilvnd Betrug reich werde ꝛc. wann dann ſolche trau-mende erwachen/ findt ſich zwaren der luſtſeuchtigemit Vnflaͤterey befleket. Bey dem Geizigen aber heißtes: Sic vigil elapſas quærit avarus opes: Diegetraumte Reichthumb iſt bey dem Wachen-den bald widerumb verſchwunden.
Es if ein boͤſe Anzeigung/ wann dem Men-ſchen von Laſteren traumet/ an welchen er fein Luſtvnd Wolgefallen hat. Es iſt weit beſſer/ wann einerab ſolchen Traͤumen erſchrikt/ vnd jhme ſelber eingrawen machet. Job. 7. 14.
Zeno ein weltweiſer Heid/ hat darfuͤr gehal-ten/ der Menſch koͤnne auß ſeinen Traͤumen abnem-men/ wie hoch er in der Weißheit geſtiegen; vnd Plu tarchus bezengete/ es ſeye eine Anzeigung eines tu-gendhafften Menſchen/ wann jhme von der Tugend-uͤbung traͤume.
b. Was die Goͤttlichen Traͤume helangt/hat Gott der Herz im Alten vnd Anfang deß N. T.feinen Propheten vnd anderen geliebten Freunden/
groſſe vnd wichtige Ding in Traͤumen geoffenbaret/vnd zuvor verkuͤndiget/ Num. 12 6. auf welche Goͤtt-liche Traum Offenbarungen fie ſich keklieh verlaſſenkoͤnnen/ weilen vnmoͤglichiſt/ daß S Ott liege/Hehr. 6. 18. vnd er allein weißt/ was zukunfftig iſt/darumb er ſolches auch zuvor verkůündiget. Eſaj. 42.9.| vnd