6 1. Theil. 1. Buch.
Aberglaubens/ fuͤrnemlich im Weiſſagen/Tag wellen vnd Zeichen⸗deuten beſtehend.
Il. Den ſchretlichen Greuel der Zauberey/mit etlichen vnderſchiedlichen gattungen derſel=
Der Aberglauben vnd die Zauberer|find zwey der H. Maj ſtaͤt Gottes höͤchſt widrige/vnd dem Menſchen an Leih vnd Seel hoͤchſt ſchaͤdliche|Safter/ einanderen ſo nach verwandt/ daß ſie der alte|Lehrer Tertullianus , nicht vnrecht zwo Schwe⸗|ſteren genennet hat.|
Der Aberglaub laßt ſich theils in der Realigion vnd in dem Gottes dienſt: cheils in euſ-ſerlichen/ burgerlichen vnd weltlichen Staus|ken ſchen.;|
Der Aberglaub in der Religion/ iſt ein|ſolcher Gottes dienſt/ welcher in dem H. goͤttlichenWort/ weder grund noch Fundament hat/ ſonderdem ſelben vielfaltig zuwider laufft.|Der Aberglaub in dem euſſerlichen/
burgerlichen geben/ iſt eine Einbildung gewiſſerKrafft/ Wuͤrtung vnd Erfolgung eines Dings/welches weder in der Natur/ noch in der Berorde|hung Gottes/ ſolche dem elbigẽ zugeſchriebene.
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