6.
Mondsüchtig irrt er durch die Gassen,Sein Schrei klingt leer und seelenlos,In seiner Wangen weißer SchminkeSteht starr sein Aug und riesengroß.
Mit seiner Hände spitzen KrallenReißt er sich aus der Brust sein HerzUnd preẞt es, daß es blutend spritztIm ungeheuren Liebesschmerz.
Und sieh, die Tropfen seines Blutes,
Sie malen in bizarrem Scherz
Im Fall auf seines Kleides FaltenIhm hundertmal sein blutend Herz,
7.
Blüh'n noch die roten Rosen deiner Wangen,Die ich so lang in heißer Glut umworben?Mir sind der Wangen Rosen längst gestorben,Versengt vom eignen brennenden Verlangen.
Hat dich nicht Furcht verzehrt und graunhaftBangen,
Als ich so elend bin vor dir verdorbenIst nicht auch dir die kecke Lust gestorben,Als meines Herzens Adern blutend sprangen?
HANNS
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SchurchT