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die es mit Bern gemeinschaftlich hatte. Ihr Schwert aber solltendie Berner anderswo für die Glaubensgenossen ziehen.
Seit den italienischen Feldzügen bestanden im Land derdrei Bünde, oder um der Kürze halber den neuern Namen zugebrauchen — in Graubünden — zwei Parteien, die einander wieTodfeinde gegenüber standen. Die Einen neigten Frankreich undBenedig zu, an ihrer Spitze stand das edle Geschlecht der Salis;ihnen schlössen sich noch die Resormirten an. Die Andern, mitden Herren von Ptanta als Führern, waren den Spaniern er-geben und standen ganz im Dienste des katholischen Glaubens.
Für die Spanier war das Land nämlich wichtig, weil esihre Besitzungen in Italien mit Oesterreich verbunden hätte; denFranzosen lag es am Herzen, die Trennung aufrecht zu erhalten.Beide Parteien ließen ihrem Haß rücksichtslos freien Lauf. Jedesuchte durch Strafgerichte den Gegner ganz zu vernichten. Sogeschah es, daß die französische Partei, angefeuert von dem PfarrerJürg Jenatsch, auf den Strafgerichten von Thusis und Davos(1618 und 1619) die spanische, besonders die Ptanta, durch diehärtesten Urtheile verfolgte. Die Rache blieb nicht aus. SieWurde fürchterlich geübt. Jakob Robustelli, ein Verwandter derPlanta, siel mit spanischem Anhang, wahrem Gesinde!, am 18. Juli1620 in's Veltlin ein, um alle Resormirten umzubringen. Vier-zehn Tage lang dauerte das Wüthen, bis an die sechshundertMänner, Weiber und Kinder in Tirano, Tegliv, Sondrio undBrusio ermordet waren. Um das Unglück voll zu machen, drangennoch die Oesterreichs in's Münsterthal ein und stellten die ge-wünschte Verbindung mit den Spaniern her.
Als die Schreckenskunde den evangelischen Orten zukam,versammelten sie sich in Aarau und waren gleich entschlossen,den Glaubensgenossen zu helfen. Die Berner warben 2100 Mann,die der Oberst Niklaus von Mülinen mit den Hauptleuten Jostvon Bonstetten, Hans Rudolf Wagner, Abraham Binder, DavidStürler und Bartlome von Römerstal befehligte. Zürich stellte
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