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kam unter Vermittlung der Mächte Savoyen, Frankreich, Hollandund England der Friede zwischen den streitenden Parteien zuStande. Die streitigen Puncte sollten durch ein SchiedsgerichtErledigung finden.
Die Siegesfreude ließen sich die Katholiken selbstverständlichnicht nehmen. Gar manches stolze Lied wurde verfaßt, das großenBeifall fand. So heißt es in einem „Recept wider die Bären-sucht" :
Der Bär pflegt sonsten in seim HansBis z'Lichtmeß sich verstecken,
Er saugt und thut den Winter ausAn seiner tatzen lecken.
Nun ist er doch aus seinem lochDiß Jahr Herfür gekrochen,
Vor Wiehnacht da der schriee noch kracht,
Das ryß noch nit zerbrochen.
Der ihn anfangs gesehen hat,
Entsetzte sich, wollt fliehenVermeint es wär eine HeldenthatDem bär entgegenziehen.
Ein Ort hat's g'wagt, hat unverzagtdemselben nachgesetzetund ihn gar fein, es mußte sein,in's gärn hinein gehetzct.
Dann wird er einer Cur unterzogen und zur Ader gelassen.Aber er klagt über den vielen Blutverlust:
Er ist noch aller schwach und krank,
Drum sorg ich, er werd müssenNoch einmal an der lästerbankSein bärenblut vergießen.
Weil es ihm aber fallt zu hartdie Aderläß zu bohlen,
Verricht er jetzt ein badenfahrtdie g sundheit zu erhöhten.