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Bern's Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700jährigen Gründungsfeier / von Wolfg. Friedrich von Mülinen
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Ein ander mal für solch unfalwillt frey und sicher leben,so ist das best, bleib in deim nestin g'fahr sunst thust dich geben.

In großer kalt hats dich gefällt,

Und bist in krankheit g'fallenZu winters zeit geh nit mehr weitSonst thut dir's blut erkalten.

ch. Der Lundesschluß mit Frankreich. Mg.

König Ludwig XIV. von Frankreich bedurfte zu seinenunaufhörlichen Kriegen vieler tüchtiger Truppen, die ihm dieSchweiz nicht versagte, weil sie, seines mächtigen Schutzes froh,vor dem Kaiser und vor Savoyen sicher war. Das Werbesystemhat er in der Schweiz am meisten ausgebildet.

In den fünfziger Jahren hatte Frankreich die katholischenOrte zum Bunde vermocht und darnach war es des französischenGesandten eifrigstes Bestreben, auch noch die evangelischen Ortezu gewinnen. Sehr zuwider war ihm daher der Ausbruch desMlmergerkriegs. Aber auch nach demselben ging nicht Allesnach seinem Wunsch. Bern stellte verschiedene Bedingungen, dieFrankreich nicht zugeben wollte. Wer aber zuletzt doch nachgab,waren die Schweizer (1658.) Die wichtigste Bestimmung desBundesvertrages war, daß im Falle die Eidgenossen in keinenKrieg verwickelt seien, sie dem König wenigstens 6000 undhöchstens 16,000 Mann stellten sollten, gegen beträchtliche Jahr-gelder natürlich. Ohne Wissen des Einen sollte der Andere keinenFrieden schließen und alsdann den Andern im Friedensvertrageinschließen. Die Orte wurden dadurch für die Zeit, die derBund währte, ganz an Frankreich gekettet.

Der französische Gesandte, der feine de la Barde, wünschtenun die besonderen Bündnisse der Evangelischen und der Katho-