Fünftes Kapitel.
Allerlei Suchen und Versuchen
„Bald ruh' ich cinS, daheim,im Frieden;
Auf meiner Stirn, der über-müden,
Ist schau das Zeichen, daß nichtlange
Mein armer Staub nach suchetbange."
adame Montöres Hütte es ebensowenig, wie ihre Tochter,geahnt, als sich die Thür des Stübchcns bei der WitweManin hinter ihnen schloß, wie viele Wochen sie noch in diesemwohl sicheren, aber trübseligen Asyle Hansen sollten. Die Expedition,die sie am nächsten Tage beide nach Hotel Grasfont unternahmen,hatte nur das Resultat, daß sie erfuhren, der Herzog habe sichmit seinem ganzen Haushalt aus sein Schloß in der Anvergne be-geben für unbestimmte Zeit und, wie es hieß, um dort den Freudender Jagd zu leben. Niemand war da, der ihnen nähere Auskunft.zu geben vermocht hätte. Doch die Wahrheit verhielt sich also:Der Herzog von Graffont war ein warmer Freund und Anhängervon Fouquet, dein verschwenderischen und schwelgerischen Finanz-minister, der vor kurzem bei Ludwig XIV. in Ungnade gefallenwar, so daß sein Amt dem redlich denkenden und geschickten Eolbertübergeben wurde, was für den König wie für das Volk höchstvorteilhaft sich erwies. Da jedoch der Herzog das Mißgeschickebenso wie das Glück seines Gönners, des Ministers Fouquet,teilte, hielt er es für angezeigt, sich fürs „nächste" vom Hof etwas