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Madame. Ich glaube, es ist dasselbe Buch, das der gnädige Herrmir auftrug, für ihn zu kaufen, falls es schon aus der Presse sei;doch ich mochte nicht die Verantwortung auf mich nehmen, demAuftrage des gnädigen Herrn zuwider zu handeln und keins zukaufen."
„Daran haben Sie sehr recht gethan, Herr Alfort! Es wirduns durchaus nicht schwer werden, eine Verwendung für zweiExemplare der Pensöcs de Pascal zu finden," erwiderte Gencvwve,die leicht erriet, daß diese sich in dem Pakete befänden.
„Ferner habe ich noch die Ehre, Ihnen Briefe von Herrnund Frau de Viremont zu überbringen, Madame!" fuhr Henrifort. „Sie waren überglücklich, daß Madame in so gütiger Weiseihrer gedacht und der jungen Braut solch schönes Hochzeitsgcschcnkgemacht hatten. Es ist eine recht schöne, junge Dame, Madame,und Herr de Viremont sagte mir, er sei sehr glücklich, daß er siehabe. Er ist aber immer noch dem Hanse Roanncz getreulichergeben, von dessen Haupt, dem Herzog, ich übrigens gleichfallsBriefe an den gnädigen Herrn erhalten habe. Ich glaube, er hatihm über die Angelegenheiten von Port Rohal geschrieben, die, wieMadame schon wissen werden, eine sehr günstige Wendung jetztgenommen haben."
„Wohl weiß ich es, dennoch verlangt es uns beide sehr, dieEinzelheiten noch darüber zu erfahren. Haben Sie vielleicht nochmehr Briefe für mich?"
„Ja, Madame, noch einen von Fräulein Euphomie Perdrans,der Krankenpflegerin, die ich durch die gütige Vermittelung vonMadame de Chövres aufgefunden habe. Die gute Seele hat sichbei ihrem schweren Bernfswerk schier ganz aufgerieben, denn niehat sie sich geschont, und dazu hat sie selbst mehr als einmal schwereKrankheitsnot gehabt. Ich habe es ihr angesehen, wie tief sieMadames Güte rührte, daß Sie ihr sagen ließen, sie solle hierherkommen, sich zu erholen."
„Wenn wir sie zu überreden vermögen, so soll sie bei unshier ihren Lebensabend verbringen," sagte Geneviöve. „Wenn siesich genügend erholt hat, können wir hier auch Beschäftigung für