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Geneviève, oder, Die Kinder von Port Royal : eine Geschichte aus dem Frankreich vergangener Tage / von D. Alcock ; übersetzt von Elisabeth Klee
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286
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funden Menschenverstand eine Schädigung anzuthun. Nun undwas weiter, Henri?"

Es herrscht allenthalben große Freude. Wie würde es dengnädigen Herrn rühren, wenn er das mit angesehen hätte! Herrde Sacy und Herr Fontaine sind aus der Bastille entlassen; HerrArnanld ist aus seinem Versteck hervorgekommen und wirklich vomKönig in Audienz empfangen worden. All die heiligen Rönnen,die im Lande umher in Klöstern gefangen gehalten wurden, habenin Frieden und Freuden wieder in ihr geliebtes Port Noyal zurück-kehren dürfen. Auch die Ansiedler kommen wieder und beginnenihre Landhäuser, die bereits zu verfallen anfingen, wieder aufzu-richten und herzustellen. Allenthalben drängen sich die Leute, undbesonders die Armen, herbei, denen sie soviel treue Liebe bewiesen,und umringen sie unter Thränen und Segenswünschen, Gottdankend, der das Gefängnis Seiner Heiligen gewendet und ihrenMund voll Lachens und ihre Zunge voll Lobes gemacht hat."

An dieser Freude nehmen wir auch teil mit allen aufrichtigen,treuen Nachfolgern unsers gemeinsamen Herrn und Heilandes,"sagte Eduard in herzlichem Tone.

Wie muß doch Madame de la Fenillade sich über dies allesfreuen!" meinte Gencviöve.

Freuen, Madame? Nun, sicherlich wird sie dankbar dafürsein. Aber soviel darf ich ja wohl von einer so vornehmen Dame,die noch dazu ebenso gut als vornehm ist, sagen: von Freude,glaube ich, giebt's wohl nur noch sehr wenig im Leben von Madamede la Fenillade. Diejenigen, die sie am meisten liebt und verehrt ich meine die Leute von Port Noyal können ihrenFall"ihr nicht verzeihen, wie sie nun einmal ihre Heirat bezeichnen, undsehen eine Abtrünnige in ihr, die wieder znr Welt sich gewendethat. Nichtsdestoweniger gehört sie nicht znr Welt, ist nichtvonder Welt" und wird es niemals sein."

Eine Pause trat ein, nach welcher Henri wieder begann:Einige giebt es, und unter diesen die besten und heiligsten, die ihnnicht erlebt haben, diesen Tag der Freude und des Triumphes.Herr Singliu, Port Royals geistliches Oberhaupt, gehört auchdazu. Ihm ist wohl geschehen und den andern, die ihm voraus-gingen, ebenfalls."