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Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz : Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber / von Otto Hartmann
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schienen. Man wird vielleicht sagen, angesichts dieser Thatsachehätte ich die Veröffentlich ang meiner Arbeit unterlassen sollen.Allein meine Vorstudien waren schon zu weit gediehen, als dassich jetzt noch, ohne einengrossen Aufwand schmählich verthanzu haben, hätte zurücktreten können. Uebrigens finde ich jetzt, nachVergleichung des Werkes, fast noch weniger Veranlassung dazu,denn Boillot hat sich hei der Schilderung des russischen Feldzugesin der Schweiz fast ausschliesslich an fremde Darstellungen gehalten.Gerade jene drei wichtigen Fragen hat er gar nicht berührt. MeineArbeit ist also von derjenigen Boillots so verschieden, wie nur möglichund verliert durch dieselbe nicht an Werth. Eine weitere Bemer-kung sei mir hier noch gestattet. Es hat mich befremdet, dass dieKarten des Boillotsclien Werkes, abgesehen von der Farbenbezeich-nung der einzelnen Truppentlieile, fast sämmtlich (mit der Legende)von denen des Miliutinschen Werkes copirt sind, mitunter sogarbis auf die Fehler in der Angabe der Ortsbezeichnungen 1 ). Diegenannte russische Darstellung erschien im Jahre 1852, die deutscheUebersetzung 1856/57. Welche enormen Fortschritte aber hat seit-dem die Kartographie nicht gemacht und zwar gerade in der Schweiz!Miliutin seihst bedauert es, dass zu jener Zeit gerade noch diejenigenBlätter der Dufourkarte, die zum Studium des Kriegs von 1799dienen konnten, nicht vollendet waren. Man hätte doch erwartendürfen, dass ein schweizerischer Offizier, ganz abgesehen von denzahlreichen Spezialkarten, jene Karte und die hier in Betrachtkommenden, schon lange vollendeten Blätter des Siegfried-Atlas be-nützen würde; um so mehr als die liydro-orographische Zeichnungin Miliutins Karten sehr viel zu wünschen übrig lässt und durchden nicht gerade sorgfältig ausgeführten Abdruck noch mehr anGenauigkeit anbiisst. Möglich, dass Sparsamkeitsrücksichten diesesVerfahren veranlassten, weil man durch Anfertigung neuer Kartendie Kosten und damit auch den Preis des Werkes zu erhöhen fürchtete.

f) Ich will nur einige dieser Fehler hier anführen, die zweifellos als solchebezeichnet werden müssen: Nr. 3 und 4 (bei Miliutin) Puschiave statt Poscliiavo;Nr. 24, Levantthal statt Livinen oder Leventina; Nr. 25, Topelhof statt Tobelhof,Opfingen statt Opfikon, während dagegen auf der Karte der zweiten Schlacht heiZürich wieder getreu nach Miliutin Nr. 42, richtig Opfikon steht. Fenier Nr. 40,Tavetsch statt Sedrun, Petzberg statt Bäzherg, Waltingen statt Wattigen, Godhardtstatt Gotthard; Nr. 41, Muottatlial und Mutten dicht nebeneinander, was wenigstensnicht folgerichtig ist.