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Geschichte des Armenwesens im Kanton Bern von der Reformation bis auf die neuere Zeit / im Auftrage der bernischen Armendirektion dargestellt von Karl Geiser
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möglich, die Angaben, die wir dendeutschen Stan-desrechnungen (den eigentlichen Staatsrechnungen)entnehmen können, einigermassen zu ergänzen. x )

Ferner ist zu bemerken, dass in nachstehenderÜbersicht die Ausgaben des Grossen Spitals, sowiediejenigen der Insel und der übrigen Stiftungen, soweitsie aus dem Ertrag des eigenen Vermögens gedecktwurden, nicht aufgeführt sind; die Angaben beschrän-ken sich auf die staatlichen Unterstützungen mit baremGeld oder Getreide. Besoldungen und Gratifikationensind dabei nicht mitgerechnet. Immerhin kann mandaraus ersehen, dass die Leistungen des Staates fürdie Armenpflege sehr beträchtliche waren. * 2 )

Wie hoch sich die Leistungen der Gemeindenbeliefen, lässt sich leider unmöglich berechnen.

Ausgaben des Staates Bern für wohlthätige Zweckeim Jahre 1795.

Aus der Staatskasse.

Beitrag an das Äussere Krankenhaus . .

Arztlöhne und Medikamente für Kuren in derInsel, den Strafanstalten und Besorgung vonarmen Kranken in der Hauptstadt etc.

Total für Krankenpflege aus der Staatskasse

Übertrag 25,427

J ) Die welschen Seckelmeisterrechnungen für diese Jahresind nicht mehr in Bern vorhanden; indessen können wir ausfrüheren Jahrgängen ersehen, dass von Ausgaben für das Armen-wesen jeweilen nur ein Beitrag von 1200 Thalern (1440 Kronen)in denselben figuriert.

2 ) Eine Krone darf man nach heutigem Geldwert zu ungefähr10 Franken berechnen. Das Berner Mütt hielt I 68.12 Liter.

Kronen

6,435

18,992

25,427