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aus einem angesehenen, mit dem alten königlichen Hanse verwandtenGeschlechte. Endlich hequernte sich dessen Sohn gleichen Namens, alsHeinrich III. schon Kaiser war, diesem Fürsten zu Solothurn seineHuldigung darzubringen. Dafür wurde die große Macht, die das gräf-liche Hans von da an lange Zeit in Burgund behauptete, durch kaiser-liche Anerkennung befestigt.
In der Mitte des eilften Jahrhunderts ertheilte die Kaiserin Agnes,Wittwe Heinrichs III. und Vormünderin des jungen Heinrichs IV., dasHerzogthum Schwaben ihrem Tochtermanne, dem Grafen Rudolf vonNheinfeldcn. Allein mit dieser Belohnung brach sie das Wort, welchesfrüher ihr verstorbener Gemahl einem mächtigen Nebenbuhler des Grafengegeben hatte. Graf Berchtold, dessen Stammgüter sich längs desSchwarzwaldes hin bis in die fernen Ebenen des Großherzogthums Ba-den erstreckten, fühlte sich durch diese Zurücksetzung tief gekränkt. DieKaiserin suchte ihn drei Jahre später durch die Ertheilung der Würdeeines Herzogs von Kärnthen zu beschwichtigen. Im alten angesehenenStamme des Herzogs von Kärnthen war der Name Berchtold seit langerZeit gewöhnlich. Seine Enkel trugen von einer ihrer Besitzungen imBreisgau den Namen des Hauses Zähringen. Allein im Jahre 1073entzog Heinrich IV. Berchtolden seine Gunst, beraubte ihn wieder desHerzogthums Kärnthen und der Markgrafschaft Verona, und übertrugibeide seinem Verwandten Marquarden von Eppenstein. Da versöhntensich in ihrem Groll wider den Kaiser die beiden alten Nebenbuhler,Rudolf von Rheinfelden und Berchtold, zwischen denen schon frühereinige Annäherung stattgefunden hatte, gänzlich; Rudolfs Sohn, Berchtold,heirathete Berchtolds Tochter, und beide traten in enge Verbindunggegen das Oberhaupt des Reichs. Von Gregor VII., der mit demKaiser Heinrich auch nach einer scheinbaren Versöhnung in steter Zer-würfnis! lebte, begünstigt, wurde Rudolf von Rheinfelden in Deutschlandznm Gegenkaiser erwählt. Da sandte er mit seinem Sohne auch Berch-tolds Sohn dem Pabste als Geisel für seine Treue. Aber im hartenKampfe, den dieser Abfall zur Folge hatte, trat das Glück auf dieSeite Kaiser Heinrichs. Berchtold verlor noch die Würde eines Land-grafen von Breisgau, die er bisher bekleidet'hatte, und starb noch eheer für so viele erlittene Kränkungen Rache nehmen konnte, im Jahre1077 auf dem Schlosse Lyntberg aus Gram. In den Feldzügen, diedieser Sache wegen zwischen dem Jura, der Aare und dem Rheine
*) Müller's Geschichte der Schweiz. I- S. 307 ot reg.
Schöpstin, tust. ^LrinA. Laä. lom. I. PSH. HermLnnus colltrset.
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