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I. Band.
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geführt wurden, waren die burgundischen Länder auf jede Weise gedrücktund verwüstet wyrden.

Berchtold hatte drei Söhne gehabt, Berchtold II-, Hermann, derStammvater eines eigenen Zweiges, und Gebhard, der sich dem geistli-chen Stande widmete, und späterhin durch den Einfluß Berchtolds zumBischöfe von Konstanz erhoben wurde. Hermann war schon vor demVater gestorben, und hatte einen Sohn hinterlassen, der mit Berchtolddas Erbe des Hauses theilte, und den markgräftichen, so wie Berchtoldden herzoglichen Titel fortführte. Nach dem Tode des Gegenkaisers Rudolfvon Rheinfelden, seines Schwiegervaters und feines Schwagers Berchtold,hatte Berchtold von Zähringen die Ansprüche des Grafey von Rheinfeldenauf das Herzogthum Schwaben geerbt, und sich in den Besitz desselbengesetzt, so wie auch die Landgrafschaft in Burgund, das Land am rechtenUfer der Aare von Aarwangen bis Thun vom Hause Rheinfelden aufihn übergieng. Allein Kaiser Heinrich IV. belehnte seinen TochtermannFriedrich von Hohenstaufen mit dem.Herzogthum Schwaben und Berchtoldschloß mit Nachgiebigkeit und dem aufrichtigen Wunsche, das allgemeineBeste durch Anfrechthaltung von Ruhe und Frieden zu befördern, mitFriedrich einen Vertrag, in welchem er ihn als Herzog von Schwabenanerkannte. Dafür erhielt er die Würde eines 3ävoe3tu8 irnperislisüber Zürich und dem Zürichgau, so daß er in dieser Herrschaft nur denKaiser über sich hatte. Nachdem er sich auf solche Weise mit dem Kaiserversöhnt, folgte Berchtold II. Heinrich ^ in einem Zuge über die Alpen,und starb auf der Rückkehr im Jahr 1111 *).

Von den drei Söhnen Berchtolds II. starb der jüngste, Rudolf, inzarter Jugend, der älteste, Berchtold III-, hingegen, der erste, der in derGeschichte unter dem Namen eines Herzogs von Zähringen auftritt, folgtedem Vater in seinen Würden und ward Stifter der Stadt Freiburg inBreisgau in der Nähe des Stammschlosses Zähringen. Während seinerkurzen Verwaltung lebte er meistens in gutem Vernehmen mit dem kaiser-lichen Hofe. Allein bereits im Jahre 1122 fiel er als er eben dem GrafenHugo von Dachsburg Hülfe gegen seine widerspenstigen Unterthanen ge-leistet hatte, nicht ohnd Theilnahme Bischofs Kuno von Straßburg zuMolsheim im Elsaß unter dem mörderischen Stahl eines Meuchlers.

Ihm folgte in Würde und Besitzungen sein Bruder Konrad, und demneuen Herzoge von Zähringen eröffneten sich bald darauf die günstigstenAussichten durch den unglücklichen Tod Wilhelms III. oder des Kindes,der im zarten Alter zu Peterlingen verräterischer Weise durch die Seinenumgebracht wurde. Wilhelm hatte nebst der Grafschaft Burgund, die

*) SchöpstiN/ tust- 2ser. N-ut. lom. I. x>. 58 — 8H.