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soll die Grafschaft Lenzburg, nebst den landgräflichen Rechten seinemBruder Otto gegeben haben. Mit den Grafen von Lenzburg wetteifertendie Grafen von Habsburg an Einfluß und Macht in Unteraargau, undzwar nicht sowohl-durch die große Ausdehnung ihrer Besitzungen, alsdurch den hohen Rang, der ihnen am kaiserlichen Hofe zu Theil ward.Die eigentlichen Stammgüter des Habsburgischen Hauses waren diejenigen,welche in dem Eigen genannt wurden. Diese Allodiatgüter lagen in derGrafschaft Rore. Albert II, ein Enkel jenes Radbots, der mit Hülfeseines Bruders, des Bischofs Werner von Straßburg, Habsburg erbaute,erscheint zuerst in einer Urkunde Heinrichs IV. als Graf von Habsburg,'sein Großvater Radbot und sein Vater Otto I. erscheinen als Grafenohne Bezeichnung des Stammorts *). Die Urkunden des zwölften Jahr-hunderts erwähnen der Städte Brugg und Lenzburg keineswegs. Erstspäter erhielten sie ihre Freiheiten von den Herzogen von Oestreich. DieGegend zwischen dem Rhein und der Aare bis zu ihrer Vereinigung hießursprünglich die Landschaft Frik **). Im eilften Jahrhundert besaß sieein Graf Kuno, den man nach seinem Aufenthaltsorte Graf von Rhein-felden hieß. Graf Kuno war Vater des Herzogs Rudolf von Schwaben.Wahrscheinlich kam sie später an das Haus Lenzburg und von diesem andie Hohenstaufen; dem Hause Meran aber wurde sie zu Gunsten desHauses Habsburg entrissen. Im ganzen Aargau soll die Bevölkerungsehr zugenommen haben ***). Tiefes Dunkel ruht gleichfalls auf demUrsprung des vielleicht mit dem Hause Bechburg stammverwandten gräf-lichen Hauses Buchegg, das seinen Namen von dem schön gelegenenSchlosse in der Pfarrei Aettigen führt. Um 1180 scheint ein Graf Arnoldvon Buchegg die landgräfliche Würde in Burgund verwaltet zu haben 1).
Die Grafen von Frohburg besassen im Gebiete, welches Ober- undUnteraargau trennte, die Stadt Zosingen und die Gemeinden Aaarburgund Breitnau. Im Buchsgau stand auf einer nahe bei Ölten von demJbenthale steil aufstrebenden Felsenwand das Stammschloß dieses Hauses,aus dessen Fenstern sich die weiteste Aussicht auf die Gefilde des Sunt-gaues, Elsasses und Breisgaueö, auf den Rücken des Schwarzwaldes,so wie auf den größten Theil der alten Gaugrafschaft Aargau eröffnete 11).
**) WrUteville, P. 218.
***) Wsticville, Iiizt, 228 .
1) Siehe hierüber die Entdeckung des Herrn Schultheißen von Mülinen/Soloth. Wochenbl. 1819 S. 61, 1820. S. 17, 1827 S. 151 und vergleichedamit die abweichende Meinung des Herrn von Wattcnwyl/ von Nidau/
Inst. Ue ja ville Ue Lerne. Nr;, p. 285.
Hch) Von Arx, Geschichte des Buchsgaues. S. 11.