mit der Anzeige dieses Beschlusses und dem Auftrage/ die Gegenver-sschcrung des KönigS zu bringen/ nach Frankreich. Nach seiner Rück-kehr wurden die BundeSbriefe am 4. September/ in Gegenwart dessolothurnischen Rathshcrrn Jakob von Staal und des StadtschreibcrSHanS Georg Wagner, in Bern besiegelt >) und dann der SeckelmcisterDachselhofer und HanS Jakob von DieSbach zum BundeSschwur nachSolothurn geschickt mit Vertröstung eines BcibriefS. Dieser letzterewurde erst später zu PariS den 19. Oktober verfertigt/ und enthieltdie Aufnahme deS von Savoyen an Bern abgetretenen LandeS/ dieBestätigung deS im Jahre 1L79 zwischen Heinrich m. und den StädtenBern und Solothurn geschlossenen Vertrags und die Befreiung Bern'Svon jeder HülfSleistung im Falle eines Religionskrieges").
In Solothurn war man übereingekommen/ daß jeder Ort der Eid-genossenschaft nebst den Zugewandten eine Abordnung nach Frankreichschicken sollte/ um den BundeSschwur vom Könige zu empfangen. InBern wurden am 9. September der Altschultheiß Säger und HanSJakob von DieSbach/ Mitglied des RathS/ dazu bezeichnet ^). Simonvon Römerstal/ HanS Frisching und HanS Ulrich Zchender folgtenihnen als Begleiter. Die ganze/ beinahe aus vierzig Personen bestehende/Gesandtschaft versalnmelte sich in Solothurn und nahm dann ihrenWeg durch die Freigrafschaft Burgund nach Pariö. Mit glänzendenGastmählern in Dijon und TroyeS bewirthet und hin und wieder mitdem Ehrenwein begrüßt/ traf sie Sonnabend den 14. Oktober/ neuenStylS/ in Charenton ein/ wo sie die Herren von Sillery und de Vicin des KönigS Namen besuchten. Nach dem Morgenbrod setzten dieschweizerischen Gesandten ihre Reise nach PariS fort/ wo sie auf demhalben Wege den Herzog von Montbazon und den Gouverneur vonPariS/ Herrn von Montigny/ nebst 120 Edelleuten fanden. Beim Ein-züge selbst ritt der bernische Schultheiß Säger/ alö das Haupt derganzen Gesandtschaft/ zwischen dem Herzoge von Montbazon und demHerrn von Sillery. Bei der Barriere St. Antoine hatten sie derPrcvot der MarchandS/ die Schöffe«/ Räthe und angesehensten derBürger von PariS mit einer zierlichen Rede empfangen und dann inihre Herberge geführt. Am folgenden Tage begleitete der Herzog vonAiguillon mit fünfzig jungen französischen Edelleuten aus den angesehen-sten Häusern Frankreichs die Gesandte»/ nach einem sehr schönen
Rathsmanual/ Nr. 4/ S. t2t.
2 ) Revers König Heinrich'- iv. über den französischen VereinigungSbrtef/is. Oktober 1602.
2 ) Rathsmanual / Nr. 4, S. 121.