von dem KonigreichcSpanicn. 87
Lönigmnc» mitgetheilet. Diese aufge-hende sonne spielte mit einem solchen glantzc/daß K. Ferdinand verblendet und faloux wur-S-ksirfferwk>de; denn er argwöhrrete/ es möchte dex stadt-Halter zu Napoli / der von Cordua/ dem phi-ho.tt'dam/ lippo dieses Königreich zuwenden. Nochmehr nrißverstandniß gäbe es/ als die Köni-0Hem!ch. gilt Isirbelln A. 1504 todes verfahren / unddie Znfantin Johanna das Königreich Casti-lien um so viel mehr pr^cen^irte/ als sie samtihrem gemäht schon vor zwey fahren zur Jnfan-tin vonSpanien cieclgrnet/und der erbfolge durchHuldigung des Adels/und der stadce/ auch derübrigen Stande öepunrten erkläret wordenwar/ nachdem ihr einhiger bruder.der Jnfan-te Johannes A.1497/ wie auch ihre älteste schwe-flet Jsabella/ K. Emanuel vonPortugall ge-mahlin/A. 1498 verstorben. Da hergegen ihrHerr vater die Verwaltung desselben/ krafft sei-ner gsmahlin testaments/ auss lebenslang be-haupten wolle. Philippus war eben in Teutsch-land/ und konte so bald niAt da seyn/ daherodurch Vermittelung der Stände die sache dahinerörtert worden/ daß er zwar auch wie seinschwäher den Königl. titul und wapen führen/doch aber alles mit commumcgüon und rath bestselben thun solte. Die zölle und einkünfftevon denen neuen Jnfulen sollen unter beedengleich getheilet/ von dem alten Herrn aber dieRitter-Orden St.Jacob / von Calatrava undAlcantara/ allein ausgetheilet werden/bcedewollen in krieg-und friedens-geschässten vor ei-nen mann stehen/ und sötte der Kayser ihrer bee-der Freund seyn und bleiben.
K. Philipp hielte sich bey denen exe<;mcn derJsabellcn zu Brüssel etwas auss/und die Köni-gin kam auch in die wochen zu liegen. Beysolcher abwescnheit massete sich K. Ferdinandmehr an/ als ihm gebührcte. Endlich trat erÄ. iso6 die reise in Spanien an/ lidte unter-weges schiffbruch/ und wurde in Engeiland ver-schlagen/ da er mir König Henrichen vn dieallianh wegen Spanien erneuerte. Mit sei-nem schwäher kam es zwar zum conZressund anderweitem vergleich/allein der alte grollbliebe; doch wurde er zu Valladolid samt derKönigin gekrönet/ und trat K. Ferdinand gantzCastilien ab/undbehielte sich das KönigreichNeapolis und Sicilien samt den zöllen ausOst-Indien / benebenst der Verleihung der rit-terlichen Orden bevor/ und reisete darauss inArragonien. Es daurete doch kurhe zeit also:denn da noch in diesem fahre K. Philipp an ei-tlem trunck kalten wasscrs/ den er auss die imballhause sich gegebene erhihung fähling genom-men/ im 28 fahr seines alters verstorben / riefendiö Stände von Castiiien K. Ferdinanden zu-rück/ welcher auch zur vorigen sämiiM^tion sichwieder einstellete/ungeachtet des schweren Wider-willens/ welchen die rechte erbin/ seine frautochter/hierüber spüren ließ. Rapjcr Maxi-milian! suchte in person vor seinen enckelR.Carln den Reichs-zepter/ muste aber endlichin des Groß-Herrn-vaters thun willigen/ weilder Castilianische Adel tumukuirte: Und behiel-te also K. Ferdinand mehr angeregte Königl.regierung biß zu seinem tode A. isr6/ welcherihm in eben dem dorff/ da er gebvhren worden/wiederfuhr.
Unter denen con>litionen diests Vergleichswar/ daß der Erb-Prinh Carl/ so lange alsdie frau mutter lebte / sich des Königl. titulsenthalten / und vor erlangtem 25 fahr feines al-ters die aäliuiMrgkion der lande nicht haben/sich mit rOOOOO ducatcn äsputac begnügen;Ferdinandus hergegen die in Italien verlohr-ne Provintzien wieder erobern helffen/und demKayser sOOOO ducatcn zahlen solte. A. t>rrbemächtigte sich Spanien samt dem König inEngclland des Königreichs Navarren durchden Duc de Alba. Es sind noch fünff sehrmcrckwürdigc dinge/welche die regierung diesesKönigs unsterblich machen /1) daß unter seinemund feiner gemahlin Jsabella anstatt die neueWelt entdecket worden / 2) daß man die Judenaus dem lande verjagt/z) das Königreich Sra-nada nach Vertreibung der Saracenen behau-ptet/^ dasKönigreichNeapolis durch denLon-tälvum erobert/ und 5) in Africa den MaurenOran abgenommen. Zhme tucceckrte der Erb- K.§»u -erPrinh als umverlLl - erbe in allen der Monar-A^chic landen/ und wurde nachmahls Römischer Mensch.B<rpser/ ein Prinh / au f welchen schon bey zar-ten fahren ganh Europa eine sonderbare Hoff-nung gesehet; Massen er unter der mioi-m-monbiaärmm des Cardinals/ und hernach pabsts/eine so kluge conduite spüren lassen / die feder-man verwundern rnüffen. Er erfüllete auchdas maß eines mächtigen und glückseligen Mo-narchen. Die bey seinem regierungs - ansangentskandene innerliche motus hat er durch denitztbemeldten Cardinal als Vice-Xc zu stillen vor-genommen/und sich unter weges auch mit Kö-nig Heimchen vm in Engelland über solcherSanta Junta besprochen/ auch sich angelegenseyn lassen/Königs Jean d'Albret in Navarrckgethanen einfall zeitig zu dämpsscN und zurückzu treiben. An König Franycn 1 in Franck«reich hatte er einen steten Tmulatorn; welchefalousie durch ihrer beyder großmüthigkeit sehrgemehret wurde. K.Carl hatte sein plu-- ultr»zum ztvccke. K. Franh suchte ihme durch alleersiunliche mitte! den weg darzu abzuchneiden/und den paß zur Myrten fünsscen Monarchiezu verhauen. Sie kamen zur ruptur und öf-fentlichen kriege/und bekamen dieFrantzoseninItalien schlägc/musten auch Parma/ Piacenzaund Meyland A. 1621 quictiren. Als nachPabstLeonis Xtode^cirwnus zum Römischenstuhl durch desKaysers befördcrung kam/ unddie Spanier von neuem revolmten/muste derKayscr/ ruhe in seinem Erb-Königreiche zu stiff-tcn/ dahin gehen/allwo er scharsse straffen aus-übet :,denn die Spanier waren ihm als einemFlamänder nichtgewogcn/und hätten ihn lie-ber gar wieder vom throne herunter gehabt.
In der schlecht vor Pavia A. r>2> wurde derKönig in Frankreich von der Kayserl.Exmera-lität aufs Haupt geschlagen/ gefangen genom-men/und in Spanien geführet/ endlich gegenharte conämoneL der hasst erlassen / welchesKayser Carln v viele Staats-verständige voreinen fehler ausdeuteten/weil sie wohl sahen/eswürde der entledigte König keine parole halten.
Die consiliL sind beym Luicciarcl. lt.il. I>b.
XVI, und von der bewegung der gemütherIku-mus liv. l zu lesen. Kayser Carls allzugrosses aufnehmen erweckte auch bey andern