Histologie des Hodentuberkels (Langhans).
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1. Zusammensetzung des Hodentuberkels.
§. 733. Lymphkörperähnliche Zellen, epithelioide Zellen undRiesenzellen mit wandständigen Kernen, sowie ein Reticulum, in dessenMaschen diese Elemente eingebettet sind, setzen den ausgebildetenHodentuberkel zusammen. Es sind fast immer alle Elemente vor-handen, namentlich Lymphkörper, Riesenzellen und Reticulum, währenddie epithelioiden Zellen sehr zurücktreten können. Letztere bilden meistdie nächste Umgebung der Riesenzellen; doch liegen diese auchmitten in kleinzelligem Gewebe. Riesenzellen habe ich nie fehlen sehen;sie sind sogar meistens sehr zahlreich und ausserordentlich gross, durchgleichmässige Körnelung der centralen Protoplasmamasse, die in derRegel keinen Farbstoff annimmt, ausgezeichnet, während das zwischenund nach aussen von den Kernen gelegene Protoplasma meist hell,blass, fast homogen ist; nicht selten finden sich in jener grosse undkleine Vacuolen, oder eine continuirliche Reihe von kleinen Vacuolentrennt sie von der kernhaltigen Peripherie; auch jene sonderbarenGebilde, die ich früher unter der Bezeichnung von Mänteln beschrieb,finden sich manchmal vor: dünnere oder dickere Schalen von kern-freiem Protoplasma, welche die Riesenzelle von allen Seiten umgeben;ich kann über die Bedingungen ihrer Bildung leider nichts Neuesmittheilen. Die kleineren Riesenzellen sind meist rundlich, mit glatterOberfläche versehen, die grösseren dagegen haben zahlreiche Ausläufer,welche sich mit dem Reticulum der Umgebung vereinigen.
Ganz besonders schön ist in den meisten Fällen das Reticulumentwickelt, schöner als in den Tuberkeln der meisten andern Organe;nur der Tuberkel des lymphatischen Gewebes dürfte in diesem Punkteneben den Hodentuberkel zu stellen sein. Es hat nicht immer dasgleiche Aussehen; in manchen Fällen besteht es ganz deutlich ausschönen, grossen, sternförmigen Zellen mit langem, schmalem, fast,stäbchenförmigem Kerne; die Zellsubstanz ist hell, blass, fast homogen,und so gleicht dieses Reticulum sehr demjenigen des lymphatischenGewebes; nach dem Centrum des Tuberkels hin pflegt es seinenCharakter zu ändern; es wird körnig und dem Protoplasma ähnlich.Durch ihre anastomosirenden Ausläufer begrenzen diese Elemente Maschenvon nicht unbedeutender Grösse, so dass bequem eine der epithelioidenZellen darin Platz hat. In andern seltenem Fällen sieht es ganz andersaus; seine breiten Balken bestehen aus körnigem Protoplasma undenthalten fast überall zahlreiche, meist kleine runde oder ovale Kerne,die dann namentlich an den breiten und langen Knotenpunkten ingrösserer Anzahl (bis zu 10 und mehr) sich finden. Manchmal findetman in einem Knötchen nur das letztere Reticulum.. Die Maschenenthalten durchaus nicht immer Zellen, sondern sind sehr häufig leer,namentlich bei der letzteren Form — Ausfallen der Zellen beim An-fertigen des Präparates muss natürlich ausgeschlossen werden — undes hat der Tuberkel ein schon bei schwacher Vergrösserung sehr indie Augen fallendes poröses Aussehen. Da ferner häufig an den Stellen,wo die epithelioiden Zellen sich finden, manchmal das Reticulum fehlt,während es dicht daneben mit leeren Maschen auf das schönste aus-gesprochen ist, so weist dies darauf hin, dass Reticulum und die in