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ihm hinwieder, da er sich gegen mich immer sehr anständigbetragen hatte, eine goldene Dose zum Andenken,zusammen- So war ich mm, den zweiten Tag nach meiner AnkunftDr. Liithardt m Paris, nur seihst überlassen und hielt es daher für an-& emessen » alsobald unsere ebenfalls in Paris befindlichenDeputirten, die Herren Doktor Liithardt, einen meiner Jugend-freunde, und Professor Stapfer anfzusnchen. Sie waren ebenso verwundert, mich hier zu sehen, als ausser Stande, mirAuskunft über die Ursache meiner Reise zu gehen. Als ichihnen von meiner Audienz hei dem Minister Ramel und vondem Umstande, dass sich die Schuldbriefe hei ihm befänden,Kenntniss gab, sowie davon, dass ich den Minister desAeussern sehen sollte, so ersuchten sie mich gleich, mit ihnengemeinschaftliche Sache zu machen. «Ihre Instruktion gehe«nämlich dahin, die Zurückgabe der von Brüne in Beschlag«genommenen Staatsschuldschriften zu bewirken, zu welchem«Zwecke sie bisher ohne Erfolg sowie auch dafür Schritte«getlian hätten, um im Allgemeinen die auf Bern lastenden«Uebel zu vermindern.» Von ihnen hörte ich weiter zuerst,dass Lecarlier den ehemalig regierenden Familien Berns eineContribution von sechs Millionen auferlegt (Beilage Nr. IG)und unsere ersten Magistratspersonen als Geissein nach Frank-reich habe abführen lassen und dass das gesammte vormaligeRegierungspersonal von allen neuen Stellen ausgeschlossensei, was somit auch mich betraf ; dass die dortigen Staats-magazine nicht etwa, indem nur nach Bedürfniss Armatur,Getreide, Wein und Gelder daraus bezogen wurden, frei be-nutzt, sondern dass sie im eigentlichen Sinne verschleudertwurden und mit einem Worte allseitige Leiden über Bernsich häuften. In dieser Lage der Dinge und dabei in meinerpersönlichen Stellung mir einiger Mittel, deren die HH. Depu-tirten entbehrten, nämlich des allgewaltigen Geldes, bewusst,zögerte ich keinen Augenblick, ihnen meine Mitwirkung zuversprechen. Sie setzten mich in Kenntniss der von ihnenhei einem gewesenen Kriegsminister, Chambonnat, und einem