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Wieder
günstige
Stimmung
Der
Allianz-
Traktat.
zu erklären, welche Bewandtniss es mit dieser Reise hätteetc. etc.». Herr von Talleyrand fand aber Mittel und Anlass,meine Antwort an Ochs dem Direktorium in Paris vor Augenzu legen und jenem seihst ein Schreiben, mit der Warnung:«Ne tracassez pas Jenner» zuschieben zu lassen, welches inAarau eine übergünstige Stimmung für mich hervorbrachte.Diese ging so weit, dass mich das helvetische Direktoriumseinem Minister Zeltner, und zwar als ausserordentlichenGesandten , zur Unterhandlung des Allianztraktats und dersonstigen wichtigeren Angelegenheiten , beiordnete, wogegendieser nun auch mit mir zugleich an den Unterhandlungenfür den Handelstraktat Theil nehmen sollte.
Von nun an mehrte sich für mich, wie leicht einzusehenist, der Drang der Geschäfte. — Jedoch wurden alle Versuche,einen Allianz- und Handelstraktat zwischen den beiden Staaten,unseren Instructionen gemäss, in Unterhandlung zu bringen,durch zurückschiebende Ausweichung erwidert. Vorerst, hiesses, müsse man wissen, wie der in Rastatt unterhandelteFriede ausfallen werde ; ja es verlautete : «Nous ne pouvons«nous lier avec vous, n’y proclamer votre indépendance que«lors de la paix. Il nous importe d’occuper la Suisse, et«nous ne pouvons ni ne devons faire naitre des obstacles par«la signature d’un Traité qui pourrait donner lieu à des«prétentions etc. etc.» Mit einem Worte, wir sollten gleich-sam als provisorisches Besitzthum Frankreichs angesehenund dieser Ansicht gemäss behandelt werden.
In Betracht dieser Lage der Dinge war mein Gemüthmit hangen Sorgen erfüllt, und nur das Glück und der Trostmich darüber mit einem sich hei mir seit einigen Wochenaufhaltenden Bernerfreunde, dem Herrn von Bonstetten vonSinneringen, vertraut aussprecben zu dürfen, hielt mich nochaufrecht, — als den 11. August 1798 Herr von Talleyrandmeinen Collegen Zeltner und mich zu sich berief und unseinen Traktataufsatz mit dem Ausdrucke überreichte : «Tel il«a été définitivement arrêté par le Directoire.» — Unser Be-