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Stellung auf s Spiel zu setzen, durch alle Mittel zu diesemZwecke zu gelangen.
Aus diesem lebhaften Bestreben, vereint mit den, in mirwegen jener obenberührten Verhältnisse erhobenen Gemütlis-bewegungen, kamen von meiner Seite Noten an die franzö-sische Regierung zum Vorschein, deren Inhalt meine damaligeStimmung klar bezeichnet. (Beilage Nr. 59.)
Allein noch konnte dieser für die Schweiz so wichtige BonaparteAntrag keinen Eingang finden. Ihm standen die entschiedenen GegnerAbsichten des ersten Konsuls im Wege, in dessen Plane lag, w d “ teinen Feldzug durch die Schweiz zu unternehmen, der auchzur Ausführung kam und die Schlacht von Marengo zurFolge hatte. Mit jenen Absichten wäre natürlich die Neutra-litätsanerkennung im Widerspruch gestanden ; auch erstreck-ten sich die französischen Ansichten über diese Sache weitgenug (Beilage Nr. 60), und ich hatte seihst Ursache zn be-fürchten, dass hei diesem Anlass Wallis und die Waadt fürdie Schweiz verloren gehen möchten , indem die übrigenMächte Europas entweder seihst im Kriege mit Frankreich,oder sonst ohne Antheil für die Schweiz, in Ansehung unseresSchicksals Lauigkeit zeigten und uns höchstens schöne Worte(Beilage Nr. 61) zum Besten gaben, die von keinerlei Erfolgbegleitet waren.
Unter allem diesem Geschäftsgedränge ward ich noch Neue
Gold-
durch beständige Geldforderungen der helvetischen Regierung forderndenbeunruhigt (Beilage Nr. 62 und 63). Durch Umsatz einer helv d “ ch(!nMecklenburgischen Verschreibung von Reiclisthaler 80,000, auf Regierung,dem ich zu Händen unserer geretteten Hülfskasse einigenGewinn machte, und durch den von fl. 40,000 in Wiener-Bankobligationen beschwichtigte ich wieder den Andrang undlegte darüber Rechnung vor. (Beilage Nr. 62.)
Inzwischen hatte Rapinat, von dem ich früher mit Rechtbehauptet, dass sein Name mehr, als seine Handlungen ihn,inner und auser der Schweiz, in den Ruf eines- bösartigenGespenstes gebracht, sich jetzt, da er bereits, seit dem Zeit-