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Darstellung der Handelsverhältnisse zwischen der Schweiz und Oesterreich in den Jahren 1840 und 1845 / bearbeitet von Dr. A. v. Gonzenbach
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Die österreichische Baumwollspinnerei ist noch immer mit einem Zoll von beschützt.

Im Jahr 1828 war hie Einfuhr an roher Baumwolle 65,000 Zentner, die durch 240,000Spindeln verarbeitet wurden.

Im Jahr 1840 betrug die Einfuhr an roher Baumwolle 302,600 Zentner, die Anzahl derSpindeln 1,200,000.

Da die Einfuhr von Baumwollwaaren ganz verboten oder durch hohe Zölle erschwert war,so hätte sich die Baumwoll-Manufaktur, wenn sich eine Industrie überhaupt durch Zölle alleinschaffen ließe, noch weit mehr heben sollen.

Die Ausfuhr an Baumwollwaaren aus Oesterreich war der Prohibition und des Zollschutzes un-geachtet — der noch dadurch vermehrt wird, daß rohe Baumwolle bei der Ausfuhr aus Oesterreich12V 2 Kreuzer per Zentner und Baumwollgarn bis 1839 50 Kreuzer per Zentner und seither.25 Kreuzer per Zentner bezahlen — sehr unbedeutend.

Sie betrug im Jahr 1837 ..... Zentner 5161

1838 . „ 5314

1839 . „ 5621 ')-

9 Ich will hier auch einige Data über die Entwicklung der Baumwollindustrie in Frankreich, wo dieselbe durch-Prohibitivzölle geschützt, ist, und im deutschen Zollverein, wo dieselbe durch sehr hohe s. g. Schutzzölle begünstigtist, aufnehmen.

In Frankreich stieg die Einfuhr an roher Baumwolle für den Bedarf der einheimischen Manufakturen vornJahr 1816 bis zum Jahr 1826 unter verschiedenen Schwankungen von 16,414,606 auf 31,911,494 Kilogramm;,ste fiel in den darauf folgenden Jahren, und betrug im Jahr 1830 an 29,260,433 Kilogr. oder 251,875 Ballen,im Jahr 1833 aber 262,719 Ballen; im Jahr 1833 an 270,000 Ballen, und man rechnet, daß FrankreichsBaumwoll-Manufaktur-Erzeugnisse gegenwärtig über 1 Million Zentner betragen, da nach den offiziellen Aus-weisen vom Jahr 1841 an Baumwolle in Frankreich 73,691,493 Kilogr., wovon in den innern Verbrauch55,869,454 Kilogr- oder 1,117,389 Zentner (zu 50 Kilogr.) übergegangen sind, eingeführt' wurden. Frankreichhat für diesen Import allein fast 12 Millionen Franken an Zollgebühren bezogen (Siehe Becher, Seite 335).

Vergleicht man den Zustand der französischen Baumwoll - Manufakturen vom Jahr 1835 bis 1837 mit jenemin England, so ergibt sich, daß — da in dem erstem Staate im Durchschnitte der genannten Periode jährlich42,100,000 Kilogr. (oder 752,000 Wiener-Zentner) rohe Baumwolle konsumirt wurden— die französische Baum-wollindustrie sich zur englischen, wie 1 zu 4 verhalte. Die Zahl der Spindeln, welche in Frankreich beidiesem Industriezweig beschäftigt sind, ist auf 3 Hz Mill. angegeben, welche jährlich 34 Will. Kilogramm Ge-spinnst liefern Die Zahl ver in den Baumwoll - Manufakturen Frankreichs beschäftigten Arbeiter wird auf300,000 Köpfe geschätzt, und der Werth der von ihnen verfertigten Waaren'auf 225 bis 250 Mill. Frankenberechnet, wovon h) oder >/z in das Ausland versendet wird. Der Werth der im Jahr 1836 aus Frankreichausgeführten Baumwvllgewebe ist nach den offiziellen Handelstabellen über 65 Mill. Franken (etwas über,26 Mill. Gulden Conventions-Münze) angegeben.

Im Zollverein war von roher Baumwolle

die Einfuhr die Ausfuhr Mehreinfuhr Durchfuhr

im Jahr 1837 240,315 Zentner, 35,929 Zentner, 204,386- Zentner, 17,593 Zentner.

1838 229,337 „ 49,410 „ 179,927 „ 30,901

1840 182,285 „ 45,819 „ 136,466 „ 38,409 „

Summa: 651,937 Zentner,. 131,158 Zentner, 520,779 Zentner, 86,903 Zentner

Durchschnitt: 217,312 ,. 43,719 173,593 „ 28,968 „